Mandeln - in Maßen gesund

Mandeln © istockphoto, Elenathewise

Der Duft von gebrannten Mandeln ist untrennbar mit der Adventszeit verbunden: Gebrannte Mandeln sind ein Winterklassiker, der auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf. Allerdings enthalten gebrannte Mandeln – genau wie Mandeln allgemein – viele Kalorien und sollten nur in Maßen verzehrt werden. In geringen Mengen sind Mandeln sogar gesund, da sie einige wertvolle Inhaltsstoffe besitzen. Diese können unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Mandeln: Kalorien und Inhaltsstoffe

Bei Mandeln wird zwischen süßen Mandeln, Krachmandeln und Bittermandeln unterschieden. Wer süße Mandeln oder Krachmandeln in Maßen genießt, tut sich etwas Gutes: Denn die energiereichen Knabberfrüchte enthalten - wie andere Nüsse auch - wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. In Mandeln sind unter anderem Calcium, Magnesium und Kalium sowie Vitamin B und Vitamin E enthalten. Zudem haben Mandeln einen besonders hohen Anteil an Folsäure – was sie vor allem für Schwangere zu einem wertvollen Lebensmittel macht.

100 Gramm Mandeln enthalten rund 570 Kalorien und sind damit echte Kalorienbomben. Der hohe Kaloriengehalt ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Mandeln zu nahezu 60 Prozent aus Fett bestehen. Daneben setzen sie sich zu 19 Prozent aus Eiweiß, zu 15 Prozent aus Rohfaser, zu 6 Prozent aus Wasser und zu 2 Prozent aus Kohlenhydraten zusammen. Gebrannte Mandeln haben übrigens ähnlich viele Kalorien wie naturbelassene Mandeln, allerdings unterscheiden sich ihre Inhaltsstoffe: Denn gebrannte Mandeln bestehen zum Großteil aus Kohlenhydraten – und hier vor allem aus Zucker.

Mandeln: Gesunder Genuss

In Maßen genossen können Mandeln langfristig eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben. Denn neben gesunden Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen haben Mandeln auch viele essentielle Fettsäuren zu bieten: Unter essentiellen Fettsäuren werden Fettsäuren verstanden, die der Körper nicht selber herstellen kann und die deshalb über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie haben unter anderem einen Einfluss auf Haare, Fuß- und Fingernägel sowie die Haut.

Darüber hinaus sind essentielle Fettsäuren aber auch für wichtige Prozesse im Körper, beispielsweise für die Verdauung, für das Immunsystem sowie für verschiedene Herz-Kreislauf-Funktionen, von Bedeutung. Wer täglich 20 Gramm Mandeln konsumiert, kann das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um die Hälfte senken. Zudem können die gesunden Mandeln auch unseren Cholesterinspiegel beeinflussen, denn ihnen wird eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. In Studien wurde nachgewiesen, dass der regelmäßige, maßvolle Verzehr von Mandeln zu einer signifikanten Senkung des LDL-Cholesterins führt.

Mandeln sind gut für die Haut

Mandeln sind nicht nur lecker, sondern eignen sich auch gut für die Pflege der Haut. So ist Mandelöl in vielen Hautpflegeprodukten enthalten, da es mild und rückfettend ist. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Mandelöls zählen Linolsäure und Palmitinsäure. Palmitinsäure schützt die Haut, während Linolsäure sie weich und geschmeidig macht. Zudem wird die Haut durch das Mandelöl mit Feuchtigkeit versorgt.

Tipp: Für ein Mandelmilchbad mischen Sie zwei Esslöffel gemahlene Mandeln mit 15 Milliliter Mandelöl und 125 Milliliter Milch und geben das Gemisch anschließend einfach ins Badewasser.

Vielseitiges Schalenobst zum Backen und Knabbern

Mit der gängigen Benennung "Mandel" ist hauptsächlich das Schalenobst des Süßmandelbaums gemeint. Dieses wird das ganze Jahr über aus Kalifornien und Mittelmeerländern importiert und gesalzen, geschält, naturbelassen oder geröstet im Handel dargeboten.

Daneben existieren als Unterarten des Mandelbaums die Bittermandel und die Krachmandel. Während Krachmandeln gleichsam wie Süßmandeln leicht nussig und eher süßlich schmecken, haben Bittermandeln ein bitteres Aroma. Bittermandeln weisen eine gesundheitsschädigende Vorstufe der Blausäure (Amygdalin) auf und sind somit roh nicht zum Essen geeignet. Industriell werden Bittermandeln zum Herstellen von Aromastoffen, wie beispielsweise Liköressenzen und Bittermandelöl, eingesetzt.

Aktualisiert: 12.10.2011 – Autor: aid; Kathrin Mehner

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