Frühjahrszeit ist Spargelzeit

Spargel-Gericht © Einladung_zum_Essen

Die Saison für einheimischen Spargel beginnt meist Mitte April. Das Powergemüse hat mit nur 16 Kilokalorien pro 100 Gramm extrem wenig Kalorien und enthält gleichzeitig viele Vitamine und Mineralstoffe. Spargel sollte deshalb jetzt öfter auf Ihrem Teller landen. Allerdings macht die Begleitung aus dem schlankem Spargel gern eine Fett- und Cholesterinbombe – reichlich schwere Buttersauce, am besten noch mit Rührei oder paniertem Schnitzel sind in Deutschland ganz typische Spargelbeilagen.

Darmregulierende und harntreibende Wirkung

Als Spargel bezeichnet man die Sprosse des unterirdischen Wurzelstockes des mehrjährigen Spargels. Er gehört zur Familie der Liliengewächse und ist eine der beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland.

Das liegt zum einem an seinem feinen Geschmack, seinen vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten sowie den gesunden Inhaltsstoffen. Bereits der griechische Arzt Hippokrates (460 bis 375 v. Chr.) beschrieb die darmregulierende und harntreibende Wirkung des Spargels.

Kalorienleichter Spargelgenuss

Zurückzuführen sind diese Effekte auf die Spargel-Inhaltsstoffe Asparaginsäure, Kaliumsalze und ätherische Öle, die entwässernd und günstig bei Nierenleiden und Darmträgheit wirken. Darüber hinaus sind reichlich Vitamine wie Vitamin A, B1 und B2 sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor enthalten.

Gleichzeitig zeichnet sich Spargel durch einen geringen Kaloriengehalt aus. 100 Gramm Spargel enthalten gerade einmal 16 Kilokalorien. Er ist also ideal für eine Frühjahrskur, um überflüssige Pfunde loszuwerden und den Stoffwechsel anzuregen.

Weißer und grüner Spargel

In Deutschland baute man Spargel, zunächst vorwiegend als Grünspargel, zum ersten Mal in der Mitte des 16. Jahrhunderts an. Später setzte sich dann immer mehr der Anbau von weißem Spargel durch. Die verschiedene Färbung der Spargelstangen kommt durch unterschiedliche Methoden bei der Kultivierung zustande.

Damit weißer Spargel seine Farbe behält, baut man ihn in Erddämmen unterirdisch an. Er ist meist zarter als grüner Spargel, aber oft auch weniger geschmacksintensiv.

Grüner Spargel wächst unter Lichteinfluss heran und bildet deshalb Chlorophyll, das für die grüne Farbe verantwortlich ist. Außerdem entstehen durch Licht seine typischen geschmacksgebenden Inhaltsstoffe.

Seltener ist der violette Spargel, der nur kurz dem Licht ausgesetzt wird und sich durch einen fruchtigen Geschmack auszeichnet.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Beim Spargelkauf sollten Sie darauf achten, dass die Spargelstangen fest und knackig sind sowie keine braunen Flecken aufweisen. Frischen Spargel erkennt man auch an seinen feuchten Schnittenden. Nach dem Kauf ist es wichtig, den Spargel bald weiterzuverarbeiten, denn er hält sich nur wenige Tage im Kühlschrank. Am besten hält man ihn frisch, wenn man den Spargel in ein nasses Handtuch einschlägt.

In der Küche ist Spargel vielfältig einsetzbar, zum Beispiel püriert in Suppen, als Beilage zu Fleisch, in Gemüsepfannen, Aufläufen oder auch in Salaten. Bei der Zubereitung sollten Sie die Garzeit des Spargels beachten – sonst büßt er an Geschmack, Farbe und Inhaltsstoffen ein.

Ein kalorienarmes Spargelrezept

Sie benötigen:

  • ein Pfund weißen und ein Pfund grünen Spargel
  • 150 Gramm Rucola
  • ein Schälchen Erdbeeren
  • 6 Esslöffel Zucker
  • 6 Esslöffel Essig (Balsamico, gerne weiß, sonst ein anderer milder Essig)
  • 6 Esslöffel Wasser
  • etwas Öl
  • Salz und Pfeffer

So bereiten Sie den Salat zu:

  1. Kochen Sie den Spargel bissfest (15 Minuten den weißen, 10 Minuten den grünen).
  2. Verteilen Sie Rucola und in Stücke geschnittenen Spargel mitsamt den geviertelten Beeren auf 4 Salattellern.
  3. Erhitzen Sie 6 Esslöffel Zucker vorsichtig, bis er anfängt zu karamellisieren.
  4. Löschen Sie ihn mit 6 Esslöffeln heißem Wasser und 6 Esslöffeln heißem Essig ab.
  5. Schmecken Sie die Mischung mit etwas Salz, Pfeffer und Öl ab und geben Sie sie über den Salat.

Nach 20 bis 30 Minuten sind die Zutaten gut durchgezogen – etwas Pinienkerne oder frisch gemahlener Pfeffer runden das Gesamtbild ab. Guten Appetit!

Aktualisiert: 07.05.2018

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