Grüner Spargel: Kalorienarmer Genuss

Grüner Spargel © jackmac34

Spargel gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland und gilt in vielen Ländern der Welt als Delikatesse. Hierzulande weit verbreitet ist der weiße Spargel. Daneben gibt es Grünspargel und violetten Spargel. Im Vergleich zu seinen weißen und violetten Verwandten zeichnet sich der Grünspargel durch einen intensiveren herzhaften Geschmack aus. Er ist zudem eine wertvolle und kalorienarme Quelle für Vitamine und Ballaststoffe. Die Grünspargel-Saison dauert in der Regel gut zwei Monate von Mitte April bis Ende Juni.

Grün versus Weiß

Die Spargelsorten erhalten ihre unterschiedliche Farbe durch die Art und Weise des Anbaus. So wächst der Grünspargel zum Beispiel in der Sonne. Durch die Sonnenstrahlen wird der Pflanzenfarbstoff Chlorophyl produziert, der die Stangen grün färbt. Im Gegensatz dazu wächst weißer Spargel unter der Erde, wodurch er kein direktes Sonnenlicht erhält und weiß bleibt.

Grünspargel unterscheidet sich vom weißen Spargel nicht nur in der Farbe. So sind die Stangen des Grünspargels dünner und haben eine feinere Haut, die meist nur im unteren Drittel holzig ist. Vor dem Kochen können die holzigen Teile geschält werden, allerdings ist dies beim Grünspargel manchmal gar nicht nötig. Wie holzig die Haut ist, erkennen Sie an der Farbe: Wenn der untere Teil deutlich heller ist, sollte er entfernt werden. 

Gesunder Spargel

Grünspargel ist nicht nur lecker, er eignet sich auch besonders gut für eine figurbewusste Ernährung. Mit einem Fettgehalt von 0,1 Gramm pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von 93 %, kommt der Grünspargel auf nur 18 kcal. Er ist außerdem reich an Ballaststoffen, welche die Verdauung auf ganz natürliche Weise anregen. Der grüne Spargel wirkt harntreibend und regt die Nierenfunktion an.

Übrigens: Nicht nur die Farbe wird vom Sonnenlicht beeinflusst. Dank des Sonnenlichts ist der grüne Spargel reicher an Vitamin C und Betacarotin im Vergleich zu der weißen Sorte. Darüber hinaus enthält er Vitamin K, Vitamin E sowie Biotin. Grünspargel ist außerdem reich an Magnesium, Eisen, Kupfer und Mangan. Diese Mineralstoffe vitalisieren die Zellen und helfen beim Zellstoffwechsel. 

Durch seine harntreibende Wirkung ist Spargel für Menschen mit einer Niereninsuffizienz nicht gut geeignet. Zudem kann es bei Gichtpatienten zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. Daher sollten Gichtpatienten den Verzehr von Spargel im Voraus mit einem Arzt abklären.

Der sehr eigene Uringeruch, der nach dem Verzehr von Spargel auftreten kann, ist übrigens nichts Ungewöhnliches. Durch den Urin werden schwefelhaltige Abbauprodukte des Grünspargels ausgeschieden, welche wiederum den unangenehmen Geruch verursachen. 

Tipps für Aufbewahrung und Zubereitung

Grünspargel hält sich nach der Ernte nur zwei bis drei Tage. Es ist daher empfehlenswert, beim Erzeuger direkt einzukaufen. Zuhause sollte Spargel in einem feuchten Küchentuch eingewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Grünspargel kann auch im Wasser aufbewahrt werden, wobei nur die unteren Enden der Stangen in ein bis zwei Zentimeter Wasser gestellt und dann im Kühlschrank aufbewahrt werden. 

Grünspargel lässt sich übrigens gut einfrieren. Dazu werden die Stangen geschält und gewaschen. Nach dem Abtrocknen mit einem Küchentuch können sie in Plastiktüten im Gefrierfach verstaut werden. Beim Auftauen verliert der Grünspargel seinen Geschmack und sollte deswegen im noch gefrorenen Zustand gekocht werden. 

Frisch oder gefroren, Grünspargel lässt sich je nach Geschmack auf vielen Arten zubereiten. Gekochter Grünspargel wird oft mit Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln verzehrt. Je nach Dicke der Stangen beträgt die Kochzeit vom grünen Spargel zwischen fünf und acht Minuten. Neben einem halben Teelöffel Salz können Sie auch eine Prise Zucker ins Wasser geben, so werden eventuell enthaltene Bitterstoffe gemildert.

Wer sich mit einer Spargelbeilage zu Fisch oder Fleisch verwöhnen will, kann den Grünspargel in der Pfanne zubereiten. Dabei werden die Stangen in groben Stücken geschnitten und in heißem Öl vier Minuten scharf angebraten. Dazu gibt man Knoblauch, Salz und Pfeffer und lässt das Ganze noch ein paar Minuten bei schwacher Hitze brutzeln.

Wie erkenne ich frischen Grünspargel?

Der Geschmack vom Grünspargel hängt von seiner Frische ab. Folgende Tipps helfen Ihnen beim Einkauf:

  • Frischer Grünspargel zeichnet sich durch feste Spitzen aus, die leicht geöffnet sein können. Allerdings sollten sie keine Verfärbungen aufweisen. 
  • Wenn Grünspargel kürzlich geerntet wurde, kommt beim Drücken der Schnittenden eine angenehm schmeckende Flüssigkeit raus.
  • Sie können zudem die Stangen aneinander reiben: Frischer Grünspargel gibt dabei ein quietschendes Geräusch.

Aktualisiert: 30.05.2016 – Autor: Raya-Maria Krumova

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