Kaki: So gesund ist die exotische Frucht

Kaki © Daria-Yakovleva

Kakis sind orangefarbene, etwa tomatengroße Früchte, die ursprünglich aus Asien kommen. Sie haben in Deutschland hauptsächlich im Winter Saison – meist sind sie in der Zeit von Oktober bis Dezember erhältlich. Kakis eignen sich im Winter perfekt als gesunder Snack. Sie enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe – besonders empfehlenswert sind sie aufgrund ihres hohen Vitamin A-Gehaltes. Lesen Sie hier mehr über die gesunde Wirkung der exotischen Frucht und erfahren Sie, wie man Kakis richtig isst. 

Kaki: Gesunde Inhaltsstoffe

Reife Kakis schmecken herrlich süß und erinnern an eine Mischung aus Aprikose und Tomate. Unreife Früchte sind dagegen eher herb. Dies liegt daran, dass sie relativ viele Gerbstoffe – genauer gesagt Tannine – enthalten. Je reifer die Frucht ist, desto geringer ist ihr Gehalt an Gerbstoffen. Tannine haben eine adstringierende Wirkung und sind für den pelzigen Geschmack, den unreife Kakis im Mund hinterlassen, verantwortlich. 

Neben Tanninen stecken aber noch viele andere Inhaltsstoffe in der exotischen Frucht. Kakis gelten besonders aufgrund ihrer vielen Vitamine als gesund. Zwar enthalten sie mit 16 Milligramm pro 100 Gramm im Vergleich zu anderen Früchten eher weniger Vitamin C, dafür sind sie aber ein guter Vitamin A Lieferant: 100 Gramm enthalten etwa 270 Mikrogramm Provitamin A. Vitamin A ist vor allem für unsere Augen, aber auch für gesunde Haut- und Schleimhautzellen wichtig. 

Kaloriengehalt von Kakis

Kakis enthalten relativ wenige Kalorien. 100 Gramm haben 71 Kalorien, eine ganze Frucht bringt es auf etwa 107 Kalorien. Im Vergleich zu manch anderen Obstsorten sind Kakis allerdings etwas kalorienreicher. So enthalten andere Winterobstsorten pro 100 Gramm leicht weniger Kalorien, beispielsweise:

  • Kiwis (50 kcal)
  • Orangen (47 kcal)
  • Mandarinen (50 kcal)
  • Pomelos (25 bis 50 kcal)

Kakis bestehen zu etwa 80 Prozent aus Wasser. Neben Wasser stecken in ihnen mit 16 Gramm außerdem noch relativ viele Kohlenhydrate. Durch diesen für Obst relativ hohen Kohlenhydrat-Gehalt erklärt sich auch der etwas höhere Kaloriengehalt. Außerdem enthalten Kakis etwa zwei bis drei Prozent Ballaststoffe, die dafür sorgen, dass sich der Verzehr der süßen Frucht auch positiv auf die Verdauung auswirkt. 

Gesundheitliche Wirkung

Im asiatischen Raum – der Heimat der Kaki – werden der Frucht verschiedenste Heilkräfte nachgesagt:

  • So soll Sie beispielsweise bei Durchfall helfen, die Beschwerden zu lindern.
  • Zudem soll sich der Saft von unreifen Früchten positiv auf den Blutdruck auswirken.
  • Der Fruchtstiel dagegen soll angeblich Husten lindern.

Bislang konnten diese Wirkungen wissenschaftlich jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

Fest steht dagegen, dass das in der Kaki enthaltene Vitamin C gut für das Immunsystem ist und dass unsere Augen von dem hohen Gehalt an Vitamin A profitieren. Empfehlenswert sind Kakis außerdem besonders für Sportler, da sie viel Zucker enthalten. So können leere Glukosespeicher nach dem Training schnell wieder aufgefüllt werden. 

5 Fakten über Kakis (Infografik)

5 Fakten über Kakis – © Daria-Yakovleva

Sharonfrucht und Persimone

Sharonfrucht und Persimone sind Zuchtformen der Kaki und somit eng mit der Frucht verwandt. Die drei Früchte auseinander zu halten, ist nicht ganz einfach, bei genauem Hinsehen werden jedoch Unterschiede in der Form deutlich: Während die Kaki eine runde Form hat, ist die Persimone eher oval und die Sharonfrucht etwas flacher. Zudem haben Sharonfrucht und Persimone eine gelbliche Farbe, während Kakis orange sind. 

Die Früchte unterscheiden sich auch bezüglich ihrer Herkunft. Während die meisten Kakis aus China, Japan und Korea kommen, werden Sharons in erster Linie in Israel, Italien, Spanien sowie Südamerika angebaut. Sharonfrüchte sind für den Handel besonders attraktiv, da sie deutlich weniger Tannin enthalten als Kakis. Dadurch schmecken sie milder und lassen sich bereits im harten Zustand verspeisen. Geschmacklich erinnert die Sharon an eine Mischung aus Honigmelone und Pfirsich

Kakis richtig essen

Beim Kauf einer Kaki sollten Sie darauf achten, dass diese weder zu weich noch zu hart ist. Bei weichen Früchten entstehen schnell Druckstellen, während harte Kakis nicht unmittelbar gegessen werden können. Aufgrund der vielen Tannine schmecken sie nämlich sehr herb und führen zu einem pelzigen Belag auf der Zunge. Deswegen lassen Sie harte Kakis am besten einige Tage nachreifen. Ähnlich wie Kiwis wird die Frucht mit der Zeit nämlich weicher. 

Vor dem Verzehr sollten Sie zunächst die Blätter entfernen. Bei reifen Früchten kann die Schale mitgegessen werden, allerdings ist ihr Geschmack nicht jedermanns Sache. Ist dies der Fall, können Sie die Schale problemlos wie bei einem Apfel entfernen und die Frucht anschließend in Spalten schneiden. Alternativ können Sie die Kaki aber auch wie eine Kiwi auslöffeln.  

Aktualisiert: 17.10.2018 – Autor: Kathrin Mehner

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?