Kirschen – Gesund und rund

Kirschen © Karolina Grabowska / Kaboompics

Sommerzeit ist Kirschenzeit! Das heißt Kirschen essen an der frischen Luft bei Sonnenschein. Während im April und Mai noch die blühenden Kirschbäume mit ihrem Anblick verzaubern, gibt es in der Kirschen-Erntezeit zwischen Juni und August die reifen, saftigen Vitaminbomben überall zu kaufen. Leckere Kirschen-Rezepte stehen hoch im Kurs. Ob als Marmelade, Kompott, Saft, Schnaps, im Kuchen, mit Zucker veredelt, gekocht zu Waffeln oder einfach nur roh und frisch vom Baum – Kirschen schmecken nicht nur köstlich süß, sondern sind auch noch gesund, fettarm und voller Vitamine.

Kirschen: Kalorien und Nährstoffe

Kalorien stecken hingegen kaum in Kirschen: 100 Gramm Sauerkirschen haben gerade einmal 22 Kilokalorien, Süßkirschen 52 Kilokalorien.

Unter der Haut der Kirschen steckt viel Gesundes. Folgende Nährstoffe zeichnen Kirschen besonders aus:

Außerdem liefern Kirschen sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken.

Lagerung und Verzehr von Kirschen

Kirschen reifen nicht nach, daher werden sie zur Erntezeit reif gepflückt, verkauft und sollten dann möglichst rasch verzehrt werden. Zwei bis drei Tage halten sie sich im Kühlschrank, dann werden sie braun und ungenießbar.

Vor dem Essen sollten die Kirschen in stehendem Wasser vorsichtig gewaschen werden, da die dünne Haut unter dem fließendem Wasserstrahl schnell aufplatzt. 

Mit Kirschen kein Wasser trinken – stimmt das?

Wer mag, kann zu den Kirschen übrigens problemlos Wasser trinken. Das alte Gerücht, Kirschen und Wasser würden Bauchschmerzen verursachen, ist mittlerweile längst widerlegt. Bauchweh kriegt höchstens, wer zu viele Kirschen isst, denn wie jedes Obst und Gemüse verursachen sie in großen Mengen Blähungen.

Kirschen: Gesund und rund

Als Steinobst haben Kirschen einen harten, rosinengroßen Kern, der einfach ausgespuckt oder vor dem Verzehr entfernt werden sollte.

Auch hier gibt es haltlose Vorurteile: Angeblich sollte der Kern auf keinen Fall verschluckt werden, da er in einer Ausbuchtung des Darms hängenbleiben könnte. Dies ist nichts anderes als ein Ammenmärchen.

Ebenso die Warnung, beim Zerbeißen des Kerns würde lebensgefährliche Blausäure freigesetzt. In einem Kirschkern steckt zwar etwas Blausäure, jedoch in einer so geringen Dosis, dass sie keinen Einfluss auf unseren Organismus hat.

Kirschkernkissen

Unangenehm könnte das Zerbeißen eines Kirschkerns lediglich für die Zähne werden. Besser ist es da, die ausgespuckten Kerne zu sammeln, in heißem Wasser abzuwaschen und in ein kleines Kissen einzunähen.

Dieses sogenannte Kirschkernkissen kann dann bei Bedarf im Backofen erwärmt oder im Kühlschrank gekühlt werden und so wahlweise als Wärmekissen oder Kühlbeutel Linderung an schmerzenden Stellen verschaffen.

Kirschen eindicken und Kirschen veredeln

Wer seine frischen Kirschen nicht alle auf einmal essen will, kann auch (mit oder ohne Kern) Kirschen einfrieren, einkochen, kandiert veredeln oder Marmelade daraus machen.

Beim Kochen sollte man die Kirschen eindicken, dann schmecken sie besonders gut zu Waffeln oder Vanilleeis.

  1. Dazu die eingelegten Kirschen aus dem Glas in einen Topf geben und drei bis vier Esslöffel vom Kirschsaft zurückbehalten.
  2. Den Kirschen nach Geschmack etwas Zucker und Kirschwasser hinzufügen und aufkochen lassen.
  3. Den aufgehobenen Saft mit ein bis zwei Esslöffeln Speisestärke anrühren, zu den Kirschen geben, umrühren und etwas köcheln lassen.
  4. Die fertige Masse einfach über die Waffeln oder das Eis geben, etwas Puderzucker darüber streuen, fertig.

Kirschen: Rezept für Kirschkuchen

Mit diesem Rezept für einen leckeren Kirschkuchen lassen sich Kirschen veredeln:

Zutaten: 

  • 200 Gramm Butter
  • 175 Gramm Zucker
  • Ein Päckchen Vanillezucker
  • Drei Eier
  • 200 Gramm Mehl
  • Zwei Teelöffel Backpulver
  • Zwei Esslöffel Milch

Zubereitung:

  • Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier schaumig rühren
  • Mehl, Backpulver und Milch unterrühren
  • Teigmasse in eine gefettete Springform füllen
  • Teigmasse mit Kirschen belegen
  • Bei 180 Grad 50 Minuten backen
  • Etwas Zucker und Mandelblättchen über den Kuchen streuen
  • Nochmal 10 Minuten backen
  • Auskühlen lassen und mit frischer Schlagsahne genießen

Aktualisiert: 04.08.2017 – Autor: Kristina Klement

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