Fruchtgummi & Co. - Zusatzstoffe sind problematisch

Zusatzstoffe sind problematisch

Viele Lebensmittel, besonders eben Süßigkeiten, sind meist stark verarbeitet und konzentriert. Damit sie bestimmte Geschmacksrichtungen erhalten, stabil und haltbar sind, werden Zusatzstoffe eingesetzt. Diese müssen in der Zutatenliste aufgeführt werden (E-Nummern). Grundsätzlich müssen Zusatzstoffe gesundheitlich unbedenklich sein. Bei bestimmten empfindlichen Personengruppen, z.B. bei Kindern, können aber einige Zusatzstoffe allergische Reaktionen auslösen.

Wechselwirkungen großteils unbekannt

Wie sich die Vielzahl an Zusatzstoffen auswirkt und welche Wechselwirkungen zwischen ihnen bestehen, ist ungeklärt. Auch deshalb sollten gerade Lebensmittel für Kinder möglichst wenig verschiedene Zusatzstoffe enthalten und auch nur solche, die nicht in der Kritik stehen.

E-Nummern und Geschmacksverstärker:

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. bewertet in einer Broschüre über E-Nummern auch deren Eignung für Kinder. Eine Studie der Universität Southampton hat im Fachblatt The Lancet einen Zusammenhang zwischen den von der EU geprüften Lebensmittelfarben E 102, E 104, E 110, E 122, E 124 und E 129 und Hyperaktivität bei Kindern nahegelegt.

Besonders kritisch werden Geschmacksverstärker, wie z.B. Glutamat, und Aromastoffe (v.a. künstliche) betrachtet, weil sich Kinder schon in früher Kindheit an den Einheitsgeschmack industriell gefertigter Lebensmittel gewöhnen. Das kann dazu führen, dass Kinder den Geschmack der natürlichen Lebensmittel nicht mehr kennen oder ihn nicht intensiv genug finden. So bleiben sie womöglich lebenslang "ihren" Marken treu.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor dem Zusatz von Citronensäure und anderen Säuren, vor allem in Getränken und Süßwaren, weil dadurch Zahnschäden besonders stark gefördert werden.

Empfehlungen: Weniger

Tatsache ist, dass den meisten Menschen solche Substanzen im Essen nichts ausmachen – dafür ist die Dosis viel zu gering, wenn man nur gelegentlich nascht. Doch vielfach sind die Zutatenlisten auf den Verpackungen deutscher Lebensmittel weiterhin unvollständig und verwirrend. Statistiker haben errechnet, dass jeder Deutsche im Jahr rund 36 Kilogramm Haushaltszucker verputzt.

30 Kilogramm davon gelangen gut getarnt über Getränke und Süßigkeiten, Backerzeugnisse und Milchprodukte, Eingelegtes und Konserven, Suppen und Soßen, Ketchup, Fertiggerichte etc. in den Körper. Umgerechnet macht das für jeden 33 Zuckerwürfel am Tag.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die folgende Gewichtung: 55 bis 60 Prozent Kohlenhydrate, 25 bis 30 Prozent Fett und 12 bis 15 Prozent Eiweiß. Wer täglich 2000 Kalorien zu sich nimmt, könnte nach dieser Empfehlung 275 bis 300 g Kohlenhydrate, 60 bis 75 g Eiweiß und 55 bis 65 g Fett verspeisen.

"5 am Tag"

Die DGE empfiehlt im Rahmen ihrer Kampagne "5 am Tag" fünf Portionen Gemüse und Obst für eine vollwertige Ernährung zum Schutz vor ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hält man sich daran, schaden kleinere Menge an Fruchtgummi sicher nicht.

Aktualisiert: 24.10.2017 - Autor: bo

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