Lifeline Logo

Pilze: Tipps und Infos zu Speisepilzen

Tipps zum Sammeln und Verwerten von Speisepilzen

Sammelns Sie nur die Pilze, die Sie zweifelsfrei kennen, selbst wenn das nur zwei oder drei Sorten sind. Suchen Sie im Zweifel einen Pilzberater auf – der ist meist kompetenter als der Nachbar. Bestimmungsbücher mit guten Abbildungen und genauen Beschreibungen von Speisepilzen und ihren giftigen Doppelgängern sollte man grundsätzlich dabeihaben. So dramatisch klingende Namen wie Satansröhrling, Hexenröhrling oder Graublättriger Schwefelkopf sind übrigens kein Hinweis auf die Giftigkeit.

Lamellenpilze sind häufig giftig

Rat kann man sich - kostenlos - von den Pilzberatern holen, deren Namen und Adressen beim Gesundheitsamt oder den Gemeinden zu erfahren sind. Viele Volkshochschulen bieten Kurse für die Pilzbestimmung an.

Anfänger unter den Pilzsammlern sollten sich auf die Familie der Röhrlinge konzentrieren - diese haben unter dem Hut einen sogenannten Schwamm. Fast alle Röhrlinge wie den Steinpilz kann man essen, selbst die ungenießbaren verursachen meist nur geringe Vergiftungserscheinungen.

Lamellenpilze hingegen, dazu gehören die Champignons und die Knollenblätterpilze, sind häufig giftig.

Wichtig beim Sammeln ist, den ganzen Fruchtkörper (also inklusive Stiel und dem Teil, der sich in der Erde befindet) zu ernten, denn nur dadurch lässt sich die Art eindeutig bestimmen. Pilze sollten spätestens 24 Stunden nach der Ernte am besten gekocht oder gebraten verzehrt werden, rohe Pilze verursachen häufig Verdauungsbeschwerden.

Was haben Pilze zu bieten?

Pilze sind eine schmackhafte, kalorienarme Bereicherung auf unserem Speiseplan. Noch dazu haben einige Arten, z.B. Austernpilze und Pfifferlinge, einen hohen Ballaststoffgehalt, der sich günstig auf unsere Verdauung auswirkt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Gehalt der Vitamine Niacin und Folsäure bei vielen Pilzsorten über dem anderer Gemüse, und somit können sie zur Versorgung einen wichtigen Beitrag leisten.

Da manche Pilzsorten Schwermetalle wie Kadmium und Quecksilber anreichern, empfiehlt die DGE, nicht mehr als 250 g Wildpilze pro Woche zu verzehren. Weil diese jedoch nicht das ganze Jahr über gegessen werden, ist es unbedenklich, wenn die Menge in der Pilzsaison vorübergehend überschritten wird.

Pilzragout - lecker und einfach

Zutaten:

Zubereitung: Die feingehackte Zwiebel in Butter glasig dünsten, dann darin die geschnittenen Pilze anbraten. Petersilie darüber streuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Guten Appetit!

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: Dagmar Reiche

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?