Eisenmangel: Ursachen und Symptome

Frau leidet an Eisenmangel © istockphoto, tommaso79

Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen weltweit: Ewa 30 Prozent, also über zwei Milliarden Menschen, sind davon betroffen. Zu den Risikogruppen gehören vor allem Frauen. Doch auch der völlige Verzicht auf Fleisch- und Fischprodukte gefährdet die Versorgung mit dem wichtigen Spurenelement.

Wofür braucht der Körper Eisen?

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das der Körper nicht selber produzieren kann. Es ist vor allem wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und damit den Sauerstofftransport. Aber auch als Bestandteil der Kraftwerke in den Zellen und von Enzymen ist Eisen von großer Bedeutung für den Körper.

Wie viel Eisen braucht der Mensch?

Der Bedarf an Eisen pro Tag ergibt sich aus den täglichen Eisenverlusten über Schweiß, Urin und Stuhl und beträgt zwischen einem und zwei Milligramm. Frauen verlieren zusätzlich Eisen während ihrer Periode.

Allerdings genügt es nicht, pro Tag nur ein oder zwei Milligramm Eisen aufzunehmen. Denn der Körper kann nur etwa 10 bis 15 Prozent des Eisens in der Nahrung verwerten. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Jugendlichen und Erwachsenen eine tägliche Eisenzufuhr zwischen 10 bis 15 Milligramm täglich. Kinder sollten 8 bis 15 Milligramm Eisen am Tag zu sich nehmen, Schwangere 30 Milligramm und Stillende 20 Milligramm.

Ursachen eines Mangels an Eisen

Das Nahrungseisen deckt allenfalls den normalen Bedarf. Ist dieser erhöht, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder bei starker Regelblutung, kommt es zu einem Eisenmangel. Daneben kann ein Missverhältnis zwischen Eisenbedarf und Eisenangebot auch andere Ursachen haben.

  • Erhöhter Bedarf: Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der erhöhte Bedarf an Eisen in vielen Fällen nicht über die Nahrung auszugleichen. In diesem Falle ist die Einnahme von Eisentabletten nötig. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Pubertät benötigen mehr Eisen.
  • Zu geringe Eisenzufuhr: Menschen, die keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen, haben oft einen erniedrigten Eisenspiegel. In pflanzlichen Nahrungsmitteln ist zwar genügend Eisen enthalten, jedoch liegt es in einer Form vor, die der Körper nur schlecht verwerten kann.
  • Eisenverlust: Starke Periodenblutungen, länger andauernde Blutungen durch Geschwüre, chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder blutende Hämorrhoiden führen zu einem Eisenverlust. Bei hoher sportlicher Belastung steigt der Verlust an Mineralstoffen und Spurenelementen über die Nieren und den Schweiß.

Erste Symptome eines Eisenmangels

Der Körper kann einen Eisenmangel über einen bestimmten Zeitraum kompensieren, allerdings treten in dieser Phase bereits Symptome auf. Dazu gehört zum Beispiel:

  • spröde Haare und Nägel
  • trockene Haut
  • rissige Mundwinkel
  • Schleimhautveränderungen im Mund und der Speiseröhre
  • Zungenbrennen

Symptome bei Blutarmut

Wird die Anzahl der sauerstofftragenden roten Blutkörperchen immer weniger, verschlechtert sich auch die Sauerstoffversorgung der Zellen. Hat der Körper also über längere Zeit zu wenig Eisen, kommt es zur Blutarmut (Anämie) mit den typischen Symptomen:

  • andauernde Müdigkeit
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Blässe
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kribbeln in Händen und Beinen

Der Organismus wird allgemein anfälliger für Krankheiten.

5 Fakten über Eisen (Infografik)

5 Fakten über Eisen – © istockphoto, baibaz

So bekommen Sie genug Eisen – 5 Tipps!

Diese fünf Tipps können Ihnen helfen, Uhren Körper mit ausreichend Eisen zu versorgen:

  1. Drei- bis viermal die Woche eine Portion mageres Fleisch.
  2. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen oder weiße Bohnen liefern Eisen und andere wertvolle Mineralstoffe.
  3. Die Mahlzeiten mit Vitamin-C-reichen Gemüsen wie zum Beispiel Paprika, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln kombinieren oder ein Glas Orangensaft zum Essen genießen.
  4. Zu eisenreichen Mahlzeiten am Besten auf Kaffee, Tee und Milch verzichten. Mindestens eine halbe Stunde Abstand halten!
  5. Bei drohendem Eisenmangel Kräuterblutsaft ergänzend einnehmen!

Aktualisiert: 04.12.2018 – Autor: Yupik / Dagmar Reiche

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