Selen: Gesundheitliche Bedeutung

Gesundheitliche Bedeutung von Selen

Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme und hilft (in Form des Enzyms Glutathionperoxidase) – den Körperzellen bei der Abwehr aggressiver Stoffwechselprodukte, den sogenannten freien Radikalen. In dieser Funktion gehört es – wie die Vitamine A, C und E – zu den so genannten Antioxidanzien. Die freien Sauerstoffradikale entstehen bei nahezu allen Stoffwechselvorgängen, können die Körperzellen und das darin enthaltene Erbgut (DNA) schädigen und dadurch zu Krebs führen.

Krebserkrankungen

Es wurde beobachtet, dass in Gebieten wo eine selenreiche Ernährung vorherrscht, Krebserkrankungen und Herzinfarkte seltener sind. Deshalb wird auch eine gewisse Schutzwirkung vor Krebs und Artherosklerose diskutiert. In experimentellen Studien zeigte sich, dass Selen möglicherweise Krebs vorbeugen kann. Zudem schützt Selen den Körper auch vor giftigen Schwermetallverbindungen (Kadmium, Blei, Arsen, Quecksilber) und schädlicher Strahlenbelastung wie UV-Licht oder Strahlen bei der Krebsbehandlung.

Bei Krebspatienten wurde festgestellt, dass eine ausreichende Versorgung mit Selen die Verträglichkeit von Krebsmedikamenten und die Nebenwirkungen der Strahlentherapie verbessert, ohne deren Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Heute gehört die Selengabe deshalb bereits zur unterstützenden Behandlung vieler Tumorerkrankungen. Außerdem haben internationale Studien gezeigt, dass Selen dazu beitragen kann, die Tumorbildung und deren Wachstum in Haut, Leber, Prostata und Dickdarm zu hemmen.

Schilddrüse

Studien zeigen, dass bei entzündlichen Erkrankungen der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow) die Selengabe das Allgemeinbefinden und manche der Beschwerden verbessern.

Abwehrkräfte und Immunsystem

Außerdem hat es einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Selen stärkt die Abwehrkräfte – besonders gut im Team mit Zink – und die zusätzliche Gabe kann den Körper bei einer Blutvergiftung oder bei einer HIV-Erkrankung unterstützen. Auch bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen des Darms, bei rheumatischen Erkrankungen oder allergischem Asthma kann der Krankheitsverlauf durch Selen günstig beeinflusst werden.

Tipp: Während der infektreichen Winterzeit braucht der Körper besonders viel Selen. Um diesen erhöhten Bedarf zu decken, kann das Spurenelement zusätzlich als Nahrungsergänzungsmittel, z. B. in Form von Selenhefe (erhältlich in der Apotheke) zugeführt werden. Ist eine Erkältung bereits im Anzug, kann die vermehrte Aufnahme sogar helfen, die Krankheitssymptome abzumildern und den Verlauf abzukürzen.

Aktualisiert: 10.02.2017 – Autor: Dagmar Reiche

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?