Sportlich aktiv sein ohne Verletzung – gute Vorbereitung ist das A und O

Fahrradfahrer © istockphoto, itsskin

Sport tut Körper und Psyche gut und macht Spaß. Doch schnell ist dem persönlichen Ehrgeiz ein Ende gesetzt, wenn eine Verletzung zur Pause zwingt. Gut vorbereitet lässt sich das Risiko dafür wesentlich verringern. Die ersten Sonnenstrahlen locken die Freizeitsportler wieder ins Freie. Mancher nutzt das Frühjahr, um nun endlich seinen guten Vorsatz umzusetzen und mit dem Sport anzufangen. Doch für einige von ihnen endet die erste Trainingseinheit beim Orthopäden, Sportmediziner, Hausarzt oder in der Notfallversorgung.

Sportunfälle das ganze Jahr über

Die Liste der möglichen Verletzungen beim Sport ist lang. In den letzten drei Jahren erlitt jeder fünfte Deutsche in seiner Freizeit einen Sportunfall. Prellungen, Verstauchungen sowie Muskel- und Sehnenrisse machen fast 80 Prozent aller Sportverletzungen aus.

Der Grund für das schmerzhafte Frühlingserwachen mit Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen oder sogar Brüchen ist meist, dass man sich übernimmt. In 70 Prozent der Fälle ist eine schlechte Vorbereitung die Ursache für Verletzungen.

Auch wer im letzten Herbst noch in Bestform war, kann nach der Winterpause nicht davon ausgehen, dass er mit den gleichen Ansprüchen an die eigene Leistung wieder starten kann. Risiken bleiben selbst bei jenen, die im Winter beim Schwimmen, Langlauf oder im Fitnessstudio aktiv waren – die Frühjahrs- und Sommersportarten belasten Muskulatur und Gelenke anders. Profis wissen das und trainieren gezielt, um Sportverletzungen zu vermeiden.

Der Trend zum Risiko

In Deutschland treiben schätzungsweise knapp 40 Millionen Menschen Sport, rund ein Drittel davon in den über 90.000 Vereinen.

Doch leider verletzen sich jedes Jahr rund anderthalb bis zwei Millionen Menschen bundesweit beim Sport – und die Tendenz ist steigend. Ursachen dafür sind die wachsende Zahl von untrainierten Freizeitsportlern, der Trend zu Modesportarten wie Snowboarding und Inlineskating oder zu Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr wie Mountainbiking, Bungeejumping oder Freeclimbing.

Hinzu kommt eine allgemein erhöhte Risikobereitschaft bei vielen Sportlern. Außerdem sind die Bewegungsabläufe häufig ungenügend erlernt, Vorsichtsmaßnahmen werden nicht oder nur ungenügend beachtet und die empfohlene Schutzkleidung wird nicht getragen.

Top 10 der verletzten Körperregionen

In diesen 10 Körperregionen kommt es zu den meisten Sportverletzungen:

  1. Sprunggelenk
  2. Knie
  3. Schulter
  4. Handgelenk
  5. Ellenbogen
  6. Daumen
  7. Schädel
  8. Brustkorb
  9. Wirbelsäule
  10. Achillessehne

Aktualisiert: 03.05.2017

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