Fit dank Beachvolleyball

Beachvolleyball © mastermind76

Wer Fitness und Strand miteinander verbinden will, für den ist der Sport Beachvolleyball die ideale Wahl. Der Klassiker der Sportarten am Strand kommt ursprünglich aus Kalifornien und ist seit 1996 olympische Disziplin. Bei keiner anderen Sportart lassen sich Technik, Athletik, Fitness und Spaß derart gut verbinden wie beim Beachvolleyball.

Etablierung von Beachvolleyball in Deutschland

Dabei wird Beachvolleyball längst nicht mehr nur am Strand gespielt. In den vergangenen Jahren sind in fast allen deutschen Großstädten Felder für Beachvolleyball entstanden. Strandbars, Freibäder und andere Sportanlagen bieten ebenfalls oft einzelne Plätze, um Beachvolleyball begeisterte Kunden anzuziehen.

In Metropolen wie Berlin, Hamburg und München gibt es sogar Möglichkeiten Beachvolleyball indoor zu spielen, teils auch auf regelmäßigen Turnieren.

Regeln beim Beachvolleyball

Im Gegensatz zum klassischen Sport Volleyball besteht ein Team beim Beachvolleyball aus nur zwei Spielern. Die Regeln stimmen weitestgehend mit denen im klassischen Volleyball überein. Um das Spiel schnell und attraktiv zu machen, darf nur das Zuspiel innerhalb eines Teams von oben gespielt werden (pritschen). Alle anderen Bälle müssen gebaggert oder im Angriff gespielt werden. Nach sieben Punkten wird die Spielfeldseite gewechselt.

Das Feld ist mit 16 x 8 Meter kleiner, das Netz mit 2,43 Meter (für Männer) beziehungsweise 2,24 Meter (für Frauen) etwas niedriger und die Fortbewegung in feinstem Sand dafür um einiges anstrengender und schwerfälliger. Doch das macht Beachvolleyball so attraktiv für alle, die sich gern verausgaben und zugleich Sonne und Strand genießen wollen.

Beachvolleyball spielen macht fit

Denn Beachvolleyballer benötigen für die vielen schnellen Antritte im Sand und die Angriffssprünge eine gute Kondition, Kraft und Ausdauer. Gerade Anfänger werden schnell bemerken, dass Beachvolleyball leichter aussieht als es ist.

Um sich auf Beachvolleyball vorzubereiten und den Körper entsprechend zu stärken, bietet sich gezieltes Krafttraining für die Oberschenkelmuskulatur, Rumpfmuskulatur und Arm- sowie Schultermuskulatur an. Auch Sprint Übungen im Sand sowie Ausdauertraining sind wichtig für diesen Sport, um seine Leistungen auf dem Feld im Beachvolleyball zu steigern.

Pro Stunde verbrennt ein Beachvolleyballer zwischen 500 Kalorien (Frauen) und 600 Kalorien (Männer). Die Sportart trainiert viele Muskelpartien, da die Bewegungsabläufe im Beachvolleyball relativ komplex und schnell sind.

Obwohl Beachvolleyball zu den Sportarten ohne direkten Gegnerkontakt gehört, ist der Sport nicht ganz ungefährlich. Den meisten Verletzungen lässt sich beim Beachvolleyball durch Aufwärmen, gezieltes Training sowie vor allem durch das Lernen der richtigen Spieltechniken vorbeugen. Dennoch gibt es einige Risiken.

Verletzungen beim Beachvolleyball

Wie auch beim klassischen Volleyball gehören die Finger durch das ständige Blocken, Pritschen und die teilweise sehr hohen Ballgeschwindigkeit zu den Körperteilen, die am gefährdetsten sind. Verstauchungen, Sehnenrisse und Brüche sind zwar nicht an der Tagesordnung, können aber vorkommen. Richtiges Dehnen und ordentliches Aufwärmen der Finger und Hände vor dem Beachvolleyball Spielen, verringert das Risiko solcher Verletzungen.

Ist ein Finger leicht lädiert, hilft auch medizinisches Tape, um den Finger oder das Gelenk zu bandagieren. Ob man dennoch weiterspielen kann, sollte mit einem Arzt abgeklärt werden.

Dank des weichen, sandigen Spielfeldes werden Knie- und Sprunggelenke sowie die Wirbelsäule nicht ganz so beansprucht wie in der Halle. Dennoch lauern auch beim Beachvolleyball Gefahren wie Bänderrisse oder Meniskusschäden. Gründliches Aufwärmen ist hier ebenfalls die beste Vorsorge in diesem Sport.

Grundlegendes Training wichtig

Trotz der starken Beanspruchung der Schultergelenke sind akute Verletzungen der Schulter im Beachvolleyball selten. Häufiger sind hingegen chronische Schmerzen, wenn die Rumpf- und Schultermuskulatur nicht ausreichend trainiert und erwärmt ist.

Auf ein konsequentes Training dieser Muskelpartien sollte daher bei dieser Sportart Wert gelegt werden. Denn die vom Wind verwehten und darum nicht richtig getroffenen Bälle können recht schmerzhaft sein, wenn der Schwung nicht abgebremst werden kann.

Für die Wirbelsäule ist Beachvolleyball je nach Fitness und Anspruch des Spielers eher eine ungünstige Sportart. Die viele Sprünge, Drehungen und das Zurückbeugen beim Angriffsschlag können ebenfalls akute und chronische Verletzungen hervorrufen, wenn untrainiert gespielt wird. Vor allem die Bandschiebe ist davon betroffen. Jedoch kann auch hier Aufwärmen und Krafttraining zur Stärkung der Rückenmuskulatur vorbeugend wirken.

Schutz vor Sonne beim Beachvolleyball

Zu beachten sind aber nicht nur die unmittelbar durch den Sport verursachten Schmerzen und Probleme. Für eine Sportart wie Beachvolleyball, die an der frischen Luft betrieben wird, sollte sich jeder entsprechend vorbereiten: Wer bei Sonne und hohen Temperaturen Beachvolleyball spielt, der sollte die Gefahr der UV Strahlung für die Haut nicht vernachlässigen.

Wie bei allen anderen Outdoor Sportarten gilt auch hier: Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor (LSF) für die Haut verwenden, helle Kleidung, Sonnenbrille sowie Kopfbedeckung tragen und die Spielpausen im Schatten verbringen. Außerdem ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit, am besten ungesüßte Getränke oder Wasser, zu sich zu nehmen, da man bei hohen Temperaturen und sportlicher Aktivität noch wesentlich mehr Flüssigkeit als bei Indoor-Sportarten verliert.

Übrigens benötigt man für den Beginn nicht unbedingt einen sandigen Untergrund. Für Anfänger im Beachvolleyball ist es durchaus ratsam, erst einmal in einem Park die grundlegenden Techniken wie Pritschen und Baggern zu üben und dann auf den Sand zu wechseln. Denn durch die richtige Spieltechnik verringert sich die Verletzungsgefahr und man gewöhnt sich Schritt für Schritt an den neuen Sport.

Aktualisiert: 29.06.2017 – Autor: Astrid Zehbe

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