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Erkältungs-ABC

Erkältete Frau trinkt heiße Zitrone © pixabay, silviarita

Rund um eine Erkältung gibt es zahlreiche Ratschläge – egal ob zur Vorbeugung der Krankheit oder zur Linderung der Symptome, wenn Schnupfen, Husten und Halsweh schon da sind. Die wichtigsten Tipps und Infos haben wir in unserem Erkältungs-ABC für Sie zusammengestellt.

A – Abwehrkräfte

Am besten schützen Sie sich vor einer Erkältung, indem Sie das Immunsystem stärken. Ausreichende Bewegung an der frischen Luft (auch bei Wind und Wetter), regelmäßiger Ausdauersport und eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien mobilisieren die Abwehrkräfte. Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2l Wasser am Tag. Wahre Wunderwerke zur Stärkung der Abwehrkräfte sind auch Ingwer und Ginseng Wurzeln.
Zusätzlich sollten Sie Stressfaktoren reduzieren, auf ausreichend Schlaf achten und möglichst Nikotin- und Alkoholkonsum einstellen. Nutzen Sie die kalten Tage, um sich mit Saunagängen, Kneipp Anwendungen und Entspannungsübungen wie Yoga oder Tai Chi zu verwöhnen. Auch Zusatzpräparate aus der Apotheke oder dem Reformhaus können die Abwehrkräfte stärken.

B – Bronchitis

Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchen, also der verzweigten Atemwege. Eine akute Bronchitis tritt häufig im Zusammenhang mit einer Erkältung auf. Die Bronchitis äußert sich durch starkes, zunächst meist trockenes Husten, bis allmählich Schleim produziert wird. Oft plagen den Patienten auch Schmerzen im Brustkorb. Die Entzündung der Schleimhäute wird fast immer von Viren ausgelöst, aber auch Bakterien können die Ursache sein.

Bei jungen Menschen klingen die Bronchitis-Symptome in der Regel nach spätestens zehn Tagen wieder ab. Vor allem bei älteren und geschwächten Personen kann eine Bronchitis jedoch chronisch werden. Sind die Beschwerden nach 14 Tagen nicht abgeklungen, sollte spätesten jetzt ein Arzt aufgesucht werden. Die Behandlung einer Bronchitis erfolgt meist durch hustenlösende Medikamente; auch Brustwickel mit Öl oder Inhalation mit Kochsalzlösung sind bewährte Hausmittel, die allerdings nur mit Vorsicht bei Fieber anzuwenden sind (am besten den Hausarzt fragen). Ansonsten gilt es, viel zu trinken, möglichst viel Schonung und unbedingt - etwa durch Zigaretten oder Abgase - verunreinigte Luft meiden. Vorsicht: Raucher sind besonders gefährdet, an einer Bronchitis zu erkranken.

C – Vitamin C

Vitamin C - auch als Ascorbinsäure bekannt - gilt als klassischer Erkältungsschutz schlechthin. Deshalb sollte eine Vitamin-C-reiche Ernährung zur Erkältungsabwehr nicht fehlen. Neben Zitrusfrüchten sind besonders Sanddorn, Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Kiwis und Erdbeeren reich an Vitamin C. Doch nicht nur viel frisches Obst ist wichtig, auch Gemüse kann ein wahrer Vitamin-C-Spender sein. Grünkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Paprika und Spinat gehören deshalb auch auf den Speiseplan. Ein kleiner Tipp: Würzen Sie Ihren Salat doch einmal mit frischer Petersilie, denn auch sie besitzt einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt.

Der Körper benötigt zudem für viele weitere Funktionen Vitamin C, etwa um Kollagen zu bilden oder die Körperzellen vor freien Radikalen zu schützen. Vitamin C ist weiterhin wichtig für Zahnfleisch, Stressbewältigung, Konzentrationsfähigkeit, Nerven und Blutgefäße und wirkt sich zudem auch noch positiv auf die Stimmungslage aus. Vitamin C wirkt sich somit auf das gesamte Wohlbefinden aus und macht es einem Virenangriff gleich viel schwerer.

D – Dampfbad

Schon die Römer entspannten gerne im Dampfbad. Das klassische römische Caldarium ist ein Raum mit meist kreisförmigen Bänken, dessen Zimmertemperatur durch Wasserkampf auf 40-45 Grad aufgeheizt wird. Das besondere am römischen Dampfbad ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Wird dem Wasserdampf ein Zusatz, etwa mit Minze oder Eukalyptus zugeführt, stellt sich eine befreiende Wirkung für die Nebenhöhlen ein. Ein römisches Dampfbad ist heute in vielen Saunaanlagen zu finden. Auch das türkische Dampfbad ist beliebt. Durch die Wärme lösen sich Muskelverspannungen und die Durchblutung wird gefördert.

Während die hier beschriebenen Dampfbäder eher zur Erkältungs-Vorbeugung besucht werden sollten, kann sich ein Erkrankter zu Hause durch ein kleines Dampfbad auch selbst etwas Gutes tun. Einfach Kräuter, wie zum Beispiel Salbei, in eine hitzefeste Schüssel geben, mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen und den Kopf über die Schüssel halten. Dabei sollte ein großes Handtuch über Schultern und Kopf gelegt werden, da sonst die Hitze verloren geht.

Aktualisiert: 01.08.2017 – Autor: Daniela Heinisch

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