Erkältung – I bis L

Dieser Abschnitt des Erkältungs-ABCs widmet sich den Buchstaben I bis L. Im Folgenden beleuchten wir daher die Themen Infekt, Joggen, Kopfschmerzen und Lindenblütentee und erklären Ihnen, was diese mit einer Erkältung zu haben.

I – Infekt

Eine Infektion wird meistens von Bakterien oder Viren ausgelöst. Als grippalen Infekt bezeichnet man meist jede Erkrankung der oberen Atemwege, die mit Fieber einhergeht. Die Ursache für einen grippalen Infekt sind in der Regel Viren. Kälte kommt nur als unterstützender Faktor hinzu. Niesen, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf- und Gliederschmerzen und natürlich Fieber sind die charakteristischen Symptome. Die Beschwerden sind geringer als bei einer echten Grippe.

Treten dennoch Komplikationen wie hohes Fieber (über 39 Grad), Atemnot, extreme Schwäche oder kein Abklingen der Krankheitserscheinungen nach einer Woche ein, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei einem unproblematischen Verlauf sollten Sie das Bett hüten, um den Körper zu schonen. Viel Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung, bei Bedarf leichte Schmerzmittel und viel Schlaf fördern den Genesungsprozess.

J – Joggen

Neben gesunder Ernährung ist ein Ausdauersport an der frischen Luft – wie Joggen – der beste Schutz vor Erkältungen, da so das Immunsystem gestärkt wird und Atemwegserkrankungen schweres Spiel haben. Wer jedoch bereits erkältet ist, sollte jede Anstrengung meiden. Der Körper benötigt seine Kräfte, um die Krankheitserreger zu bekämpfen und wird durch sportliche Betätigung nur unnötig geschwächt. Viren können sich somit leichter ausbreiten und zu schlimmeren Erkrankungen führen, wie zum Beispiel einer Herzmuskelentzündung.

Wer zwei bis drei Tage medikamenten- und beschwerdefrei war, kann mit langsamen Spaziergängen beginnen, bevor er sich allmählich zum üblichen Jogging-Pensum steigert. Lieber eine Pause mehr einlegen oder das Tempo zurückschrauben, als eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes riskieren!

K – Kopfschmerzen

Fachleute unterscheiden 180 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Die bei Erkältungen auftretenden Kopfschmerzen gehören zu den sogenannten Bagatellschmerzen.

Oft tritt Kopfschmerz oder ein Druckgefühl in der Stirn während eines grippalen Infekts durch verstopfte Nebenhöhlen auf. Löst sich der Schleim, lassen in der Regel auch die Kopfschmerzen nach. Hier hilft Inhalieren oder ein Dampfbad. Auch eine Packung aus zerdrückten, heißen Pellkartoffeln, die eingewickelt in ein Leinentuch auf die Stirn gelegt werden, bewährt sich als Hausmittel.

Wer lieber auf die Schulmedizin setzt, kann sich mit leichteren Schmerzmitteln Linderung verschaffen, wobei jedoch Studien ergeben haben, dass das Einreiben von Stirn und Schläfe mit Pfefferminzöl die gleiche Wirkung hat wie Schmerztabletten. (Vorsicht bei kleinen Kindern, empfindlicher Haut und Allergien!) Ansonsten gilt auch hier: Viel Ruhe, Anstrengung vermeiden und dem Körper so viel Schlaf wie möglich gönnen.

L – Lindenblütentee

Schon im Mittelalter war man sich der heilenden Wirkung von Lindenblüten bewusst. Die in den Lindenblüten enthaltenen ätherischen Öle, Pflanzensäuren und Flavonoide wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Die schmerzstillende und krampflösende Wirkung von Lindenblütentee macht ihn zu einem altbekannten Hausmittel gegen fiebrige Infekte. Nicht nur Kopfschmerzen werden durch Lindenblütentee gemildert, durch die Schleimstoffe wird zudem der Hustenreiz vermindert und der Hals weniger gereizt.

Da wertvolle Nährstoffe bei der Weiterverarbeitung zu Teebeuteln verloren gehen, entwickelt ein Tee aus losen, getrockneten Blättern mehr Wirkung (erhältlich im Reformhaus). Auch ein Lindenblütenzusatz für das Badewasser tut dem Erkälteten gut – die beruhigende Wirkung fördert das Einschlafen.

Aktualisiert: 03.12.2019 - Autor: Daniela Heinisch, Medizinautorin

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