Erkältung – E bis H

Unser Erkältungs-ABC informiert über alles Wissenswerte rund um das Thema Erkältung. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den Buchstaben E bis H – von Ernährung bis Halsschmerzen.

E – Ernährung

Ein schwaches Immunsystem ist viel anfälliger für Erkältungen als ein gestärktes. Schon durch die Ernährung erhält der Körper eine wichtige Hilfestellung, um Krankheitserreger erfolgreich abwehren zu können. In der Erkältungszeit sollte man deshalb auf eine ausreichende Vitamin- und Proteinzufuhr achten.

Der Körper benötigt insbesondere Folsäure, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E. Wichtig sind nun vor allem Zitrusfrüchte, Fisch (hier besonders Makrele, Lachs und Hering), Vollkornprodukte und probiotischer Joghurt. Darüber hinaus enthalten auch Sauerkraut, Kefir und "normaler" Joghurt Laktobazillen, die die Abwehrkräfte stärken. Mehrmals täglich gehört frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.

Fettreiche Speisen sind dagegen zu meiden. Mageres Fleisch ist erlaubt. Passend zur kalten Jahreszeit kräftigen natürlich immer heiße Suppen, was den Nebeneffekt hat, dass dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt wird. Und wie schon Großmutter wusste, stärkt selbstgemachte Hühnersuppe bei Erkältungen besonders gut.

F – Fieber

Wenn körperfremde Mikroorganismen eindringen, warnt uns unser Körper mit Fieber. Die erhöhte Körpertemperatur kann auch ein Hinweis darauf sein, dass der Organismus die fremdartigen Stoffe bekämpft. Gerade bei kleinen Kindern kann ein sehr schneller Temperaturanstieg erfolgen. In der Regel erscheint Fieber als Begleiterscheinung einer Krankheit und nicht als solche selbst. Leichtes Fieber fördert den Genesungsprozess.

Man unterscheidet zwischen erhöhter Temperatur bis 38 Grad, mäßigem Fieber unter 39 Grad und hohem Fieber über 39 Grad (jeweils rektal gemessen). Normalerweise reguliert der Körper seine Temperatur selbst, doch bei hohem Fieber muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Zwar werden ab 40 Grad fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet, jedoch sollte man vor allem auch die Ursachenherde bekämpfen. Auch das typische Ausschwitzen eines Infekts ist bei Fieber gefährlich. Stattdessen gilt es, viel trinken, denn der Flüssigkeitsbedarf ist nun besonders hoch. Zudem sollte man strenge Bettruhe einhalten, bis das Fieber abgeklungen ist.

G – Grippe

Oft wird eine Grippe fälschlicherweise mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt gleichgesetzt. Dabei kann eine Grippe eine richtig gefährliche Krankheit werden, während eine Erkältung zwar unangenehm, doch harmlos ist. Die Grippe-Symptome treffen den Erkrankten meist ebenso plötzlich wie heftig. Das Krankheitsbild zeichnet sich typischerweise durch hohes Fieber, trockenen Husten, starke Kopf- und Gelenkschmerzen und Schüttelfrost aus.

Eine Grippe wird von Influenza-Viren ausgelöst. Diese können sich ständig verändern und zu immer neuen Epidemien führen, denn Influenza-Viren übertragen sich durch kleinste Tröpfchen und sind somit hochansteckend. Besonders Kinder, Jugendliche sowie ältere Menschen sind gefährdet.

Der sicherste Schutz vor einer Grippe ist die alljährliche Grippe-Impfung, fragen Sie dazu am besten Ihren Hausarzt. Die Grippe-Impfung sollte in der Zeit von September bis November erfolgen und wird besonders bestimmten Risikogruppen wie Rentnern, Asthmatikern, Diabetikern oder HIV-Patienten ans Herz gelegt. Menschen mit Hühner-Eiweiß-Allergie dürfen sich hingegen nicht impfen lassen.

H – Halsschmerzen

Halsschmerzen sind oft die ersten Vorboten einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Meist sind Halsschmerzen harmlos und vergehen nach wenigen Tagen ohne weitere Behandlung, sie können jedoch auch auf eine ernstere Erkrankung hinweisen. Zudem können Halsschmerzen auch infolge einer allergischen Reaktion oder Überbeanspruchung der Stimme auftreten. Ist das Immunsystem erst einmal durch eine Erkältung geschwächt, können Bakterien die Mundschleimhaut angreifen und zu einer Mandelentzündung (Angina) führen.

Wer ein erstes Kratzen im Hals verspürt, kann vielleicht schon mit einigen Hausmitteln den Ausbruch einer Erkältung verhindern. Viel Trinken, Wärme durch Schals oder Halswickel, Inhalieren und Gurgeln sind die bewährtesten Maßnahmen. Haben sich bereits weitere Erkältungsmerkmale eingestellt, mindern Lutschtabletten, Sprays oder auch schmerzlindernde Mittel wie Paracetamol die Halsschmerzen.

Tritt nach drei Tagen keine Besserung ein, sollte ein Arzt konsultiert werden. Das gleiche gilt bei zusätzlich auftretenden Komplikationen, insbesondere bei hohem Fieber und Atembeschwerden.

Aktualisiert: 03.12.2019 - Autor: Daniela Heinisch, Medizinautorin

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