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Zwei Minuten Kleider-Check gegen Erkältung

Frau in Winterkleidung © juraj varga

"Zieh dich warm an, sonst erkältest du dich!" Jeder kennt diesen Ratschlag. Besonders im Herbst und Spätsommer, wenn die Tage wieder kürzer und die Abende kälter werden, bewährt sich dieser Tipp. Dabei kommt es aber nicht unbedingt auf besonders warme Kleidung an. Wichtig ist, dass für einen plötzlichen Temperaturabfall ein zusätzliches Kleidungsstück zur Hand ist, denn Unterkühlung erhöht das Erkältungsrisiko. Besonders bewährt hat sich der "Zwiebellook". Die folgende Checkliste hilft, vor dem Verlassen des Hauses zu prüfen, ob die richtige Kleiderwahl getroffen wurde.

1) Oberkörper im "Zwiebellook"

Ein T-Shirt allein reicht jetzt nicht mehr. Allerdings: Wer sich zu warm anzieht, kommt ins Schwitzen und der Körper kühlt ebenfalls aus. Am besten, man kleidet sich nach dem Zwiebel-Prinzip und trägt mehrere dünne, atmungsaktive Kleidungsschichten flexibel übereinander: statt des dicken Wollpullovers lieber ein langärmliges Shirt mit einem dünnen Pullover darüber. Das Hemd nicht solo, sondern ein Unterhemd oder Shirt darunter tragen. Statt der warmen Winterjacke schützt eine Weste den Oberkörper vor Kälte.

2) Strumpfhose zum Rock

Um die Beine warm zu halten, ist es sinnvoll, zum Rock eine Strumpfhose zu tragen. Für den Fall der Fälle kann sie auch ganz einfach in der Handtasche mitgenommen werden.

3) Lange Hosen

Auch wenn die Shorts im Kleiderschrank noch ganz oben liegen, sollten jetzt wieder die langen Hosen hervorgeholt werden. Für den Tag reichen leichte Stoffe, am Abend empfehlen sich schon die wärmeren.

4) Geschlossene Schuhe

Um einer Erkältung aus dem Weg zu gehen, ist es besonders wichtig, kalte Füße zu vermeiden. Wählen Sie deshalb für den abendlichen Biergartenbesuch lieber geschlossene Schuhe anstelle der noch aus heißen Tagen gewohnten Flip-Flops.

5) Regenschirm mitnehmen

Wird man unterwegs von einem Regenschauer überrascht und kann sich nicht sofort umziehen, ist die Erkältung nicht weit. Deshalb einen Regenschirm oder wetterfeste Kleidung einpacken.

Extra-Tipps

  1. Haare föhnen: Feuchte Haare strapazieren die Abwehr. Die Temperaturen sind im Spätsommer nicht mehr so warm, dass die Haare im Nu von selber trocknen.
  2. Warmes ins Handgepäck: Auf dem Weg in den Urlaub? Das Flugzeug ist eine Kältefalle. Lieber den Pullover oder die Jacke nicht in den Koffer, sondern ins Handgepäck packen. Auch in der Bahn sollte ein zusätzliches Kleidungsstück griffbereit sein, damit man sich nicht verkühlt.
  3. Richtige Sportbekleidung: Besonders bei wechselhaftem Wetter ist es wichtig, draußen in der Natur – sei es beim Sport oder Wandern - die richtige Kleidung zu tragen, um sich vor Erkältungen zu schützen. Auch hier gilt das "Zwiebel-Prinzip": Es sollten mehrere dünne Schichten übereinander getragen werden. Dabei sollten die einzelnen Schichten aus atmungsaktivem Material bestehen. So wird ein Wärmestau verhindert und der Schweiß nach außen transportiert. Verschwitzte Kleidung am Ziel angekommen sofort ausziehen, sonst kühlt der Körper schnell aus und das Risiko für eine Erkältung steigt.

Aktualisiert: 28.07.2015

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