Was ist der pH-Wert?

Die wissenschaftliche Definition dieses Wertes lautet: "Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration" und somit ein Maß für die Säurekonzentration in wässrigen Lösungen. Der pH-Wert gibt also an, wie sauer oder alkalisch eine Lösung ist. Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14.

Säuren haben einen pH-Wert kleiner 7 und Basen einen größer 7, der Mittelwert von pH 7 wird als neutral bezeichnet. Messen kann man den pH-Wert mit Indikatorlösungen, Indikatorpapieren oder mit einem pH-Meter.

Beispiele für verschiedene pH-Werte (gerundet)

  • 1 - Magensaft, Batteriesäure
  • 2 - Zitronensaft
  • 3 - Essig
  • 4 - Cola, Sauerkraut
  • 5 - Haut, Mineralwasser
  • 6 - Milch
  • 7 - destilliertes Wasser, Blut
  • 8 - Darmsaft
  • 9 - Seife
  • 11 - Waschmittel, Ammoniak

Bedeutung für die Haut

Auch der Haut lässt sich ein ph-Wert zuordnen, da der Hydrolipidfilm auf der Hautoberfläche Wasser enthält. Bereits vor hundert Jahren wusste man, dass die Haut leicht sauer ist. Mit modernen Messmethoden konnte man feststellen, dass der durchschnittliche ph-Wert der Haut zwischen 5,4 und 5,9 liegt.

Wie kommt dieser Wert zustande?

Hornschuppen, Talg, Schweiß und Mikropartikeln bilden zusammen ein saures Milieu. Man spricht auch vom sogenannten Säureschutzmantel der Haut. Dieser Schutzmantel hilft dabei, schädliche Mikroorganismen sowie negative Umwelteinflüsse abzuwehren und so die Haut vor Infektionen, Reizungen, Allergien und Austrocknung zu schützen.

Bei jeder Reinigung mit Seife geht nun dieser Schutzmantel verloren und das physiologische Gleichgewicht der Haut wird gestört. Der ph-Wert der Haut wird für kurze Zeit auf etwa 9 angehoben. Eine gesunde Haut schafft es jedoch wieder innerhalb von 30 bis 200 Minuten, den Wert auf Normalniveau abzusenken.

Aktualisiert: 11.12.2018

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