Wie entsteht Nasenbluten?

Nasenbluten © istockphoto, ia_64

Kleine Verletzungen der feinen Gefäße in der Nasenschleimhaut führen zum Nasenbluten. Nasenbluten ist in der Regel harmlos und kann sogar ohne Grund auftreten. Der Blutverlust ist in den meisten Fällen minimal, jedoch störend wenn das Blut unverhofft auf die Kleidung kommt. Die Nasenschleimhaut ist ein sehr gut durchblutetes Gewebe, da sie eine enorme Arbeit leisten muss. Durchschnittlich 10 000 bis 15 000 Liter Atemluft werden von der Nase auf einer Strecke von ca. 7 cm auf eine Temperatur von 30 Grad Celsius erwärmt und zu über 90% mit Wasserdampf gesättigt.

Ursachen von Nasenbluten

Nasenbluten entsteht durch das Platzen eines Blutgefäßes in der Nasenschleimhaut. Die Gründe für die lästigen Blutungen sind dabei vielfältig:

  • Akute Infektionen wie Grippe
  • Verletzungen oder einen Schlag auf die Nase
  • Schnupfen, Heuschnupfen
  • Leichte Gefäßverletzung z. B. beim Naseputzen
  • Austrocknung durch Raumklimatisierung
  • Nebenwirkung von Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen

Was ist zu tun?

Oberkörper hochlagern, den Kopf nach vorne – nicht wie früher oft gesagt nach hinten – beugen und einen kalten Umschlag in den Nacken legen, um die Durchblutung der Nasenschleimhaut zu verringern. Zusätzlich die Nasenflügel für einige Minuten zusammendrücken. Sollte Blut den Rachen herunterfließen - nicht schlucken, sondern möglichst ausspucken. Hilfreich ist auch eine Nasentamponade oder eine Kompresse.

Ist die Blutung gestillt, sollte man einige Stunden lang nicht schnäuzen. Wer unter einer empfindlichen Nasenschleimhaut leidet und deshalb leicht zu Nasenbluten neigt, sollte besonders bei Schnupfen die Nase innen mit pflegenden Nasensalben einreiben und heftiges Schnäuzen vermeiden.

Nasenbluten – nicht immer harmlos

In einigen Fällen muss dennoch der Arzt aufgesucht werden: Wenn die Blutung nach 20 Minuten noch nicht aufgehört hat oder beidseitig ist oder bei häufigem Nasenbluten ohne Grund. Nasenbluten kann auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein. Dazu zählen z. B. Gefäß- und Kreislaufkrankheiten wie Bluthochdruck und Arteriosklerose, aber auch Blutungskrankheiten und Gerinnungsstörungen.

Aktualisiert: 06.03.2018

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