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Aronia – Die Apfelbeere

Aronia-Beeren © istockphoto, Nadezhda_Nesterova

Die Aronia melanocurpa ist hier zu Lande wenig bekannt. Vielleicht ist sie einigen Menschen unter dem Namen schwarze Apfelbeere (oder kahle Apfelbeere) eher geläufig. Dabei schätzt man sie in Osteuropa seit einigen Jahrzehnten als wirksame Heilpflanze. Optisch eher unauffällig, könnte man die Aroniabeere fast mit der Heidelbeere verwechseln – dabei haben die Beeren der Aronia-Pflanze eine gesündere Wirkung. Was in Aroniabeeren steckt, verraten wir Ihnen hier.

Aronia: gesunde Wirkung

Die Apfelbeere eignete sich nicht nur besonders gut gegen Bluthochdruck, auch Medikamente gegen Kapillartoxikosen, bestimmte Gastritis-Formen und Blutungen werden aus der Aroniabeere gewonnen.

Des Weiteren findet die Aronia-Pflanze Verwendung als Heilmittel bei:

  • Allergien
  • Magenbeschwerden
  • Leber- und Gallenerkrankungen
  • Kinderkrankheiten

Auch zeigt sie eine positive Wirkung auf das Abwehrsystem, die Blutbildung und die Regenerierung von Knochen- sowie Muskelgewebe.

Inhaltsstoffe von Aroniabeeren

Die Aronia-Pflanze ist ein vielseitig einsetzbares Heilmittel, denn sie ist ein Spender von:

Apfelbeere schützt vor freien Radikalen

Viele Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft werden durch instabile Sauerstoffmoleküle, die wir als freie Radikale bezeichnen, ausgelöst. Sie beeinflussen den Zellstoffwechsel und verursachen oxidativen Stress, der zu schweren Folgeerkrankungen führen kann. Außerdem beschleunigt er den Alterungsprozess.

Die Aronia ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, die all dem entgegenwirken. Die freien Radikalen werden vom hohen Anteil an Antioxidantien gebunden. Da freie Radikale auch die Entstehung von Krebserkrankungen beeinflussen können, kann der regelmäßige Verzehr von Apfelbeeren krebsvorbeugend wirken.

Auch ist die Aroniabeere ein Mittel gegen Schädigungen durch Sonnenstrahlung und bei Hautkrankheiten – selbst bei der Strahlenkrankheit wird die Apfelbeere eingesetzt. Damit hat die Aronia das Potenzial zum Anti-Aging-Elixier.

Umweltbewusste Menschen können mit dem Genuss von Aronia auch Arterienverkalkung und Nervenschäden vorbeugen. Bisweilen wird der Apfelbeere auch ein positiver Einfluss auf psychische Erkrankungen nachgesagt.

Aroniasaft oder Aroniamarmelade?

Ein kleines Manko hat die Aronia allerdings: Apfelbeeren haben trotz ihres relativ hohen Zuckergehalts einen säuerlich-herben Geschmack, sodass viele Menschen lieber Aroniasaft trinken oder sich Aronia-Marmelade auf das Brot streichen. Oft werden die Beeren für die Konfitüre mit Orangen kombiniert.

Dabei sollte man es allerdings auch nicht übertreiben: Ein mit Wasser verdünntes Glas Aroniasaft (Aroniasaft pur hat immer noch einen relativ herben Geschmack) täglich reicht aus. Denn bei erhöhtem Verzehr können auch Magenprobleme auftreten.

Aroniabeeren enthalten einen geringen Gehalt an Blausäure, jedoch gilt der Genuss kleiner Mengen als unbedenklich. Der Blausäuregehalt kann durch Erhitzen reduziert werden.

Weitere Möglichkeiten der Verwendung

Statt mit Wasser lässt sich der Aroniasaft auch mit anderen Fruchtsäften vermischen oder durch Weiterverarbeitung als Limonade genießen. In ihrer gemahlenen Form, als Pulver, dienen sie auch häufig als Zutat für Smoothies.

Aroniabeeren können jedoch auch getrocknet (wie Rosinen) verwendet werden. In der Sowjetunion wurde die Aroniabeere auch für die Verarbeitung von Süßigkeiten gebraucht.

Da fertige Produkte der Apfelbeere in Deutschland nur selten erhältlich sind, können Sie auch selbst einige Aronia-Rezepte ausprobieren.

Rezepte: Aronia-Milchshake und Aronia-Eis

Für einen Aronia-Milchshake eignet sich dieses einfache Rezept:

  • 400 g Aroniabeeren
  • 1 l Vollmilch
  • 200 g Sahne
  • nach Belieben mit Honig oder Zucker süßen

Die gewaschenen Aroniabeeren werden mit einem Mixer oder Pürierstab zu Mus verarbeitet. Das Mus durch ein feines Sieb geben, mit steifgeschlagener Sahne und Milch verrühren. Alles noch einmal schaumig schlagen und nach Geschmack süßen.

Dieses und andere Aronia-Rezepte peppen jede Sommerparty auf; aus Aroniabeeren, Sahnejoghurt, Eigelb, Puderzucker und Vanillin Zucker lässt sich auch ein erfrischendes Aronia-Eis zaubern.

Kleiner Tipp: Die tiefgefrorene Apfelbeere verliert ihren intensiv-herben Geschmack.

Herkunft der Aronia-Pflanze

Ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika stammend, kam die Aronia-Pflanze im 19. Jahrhundert nach Russland. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie in der damaligen Sowjetunion auch zu Heilzwecken genutzt. 

Aroniabeeren sind schwarz mit rotem Fruchtfleisch, erbsengroß und haben von Mitte August bis Oktober Saison. Die Beeren dienen in der Lebensmittelindustrie häufig als roter Lebensmittelfarbstoff.

Aktualisiert: 14.08.2019 – Autor: Daniela Heinisch

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