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Essen am Arbeitsplatz - Der Kantinenschnelltest

Die Leistung einer Kantine wird vom Tischgast zu allererst an den produzierten Speisen beurteilt. Aber auch der Tischgast hat, um das Ziel einer vollwertigen Ernährung zu erreichen, einige Aufgaben zu erledigen. Es ist seine Aufgabe, für seine eigene Speiseplangestaltung vernünftig aus den Auswahlmenüs oder den einzelnen Komponenten auszuwählen (nicht jeden Tag Fleisch, mindestens einmal pro Woche Seefisch, reichlich Gemüse und frische Salate). Es kann auch in der besten Kantine "falsch" gegessen werden, wenn täglich das gleiche und immer zuviel verzehrt wird.

Nachtisch oder Vorspeise

Wird beruflich einer leichten körperlichen Arbeit nachgegangen (z. B. Büroangestellte, PKW-Fahrer, Laboranten) sollte täglich zwischen einer Vorspeise oder einem Nachtisch als Ergänzung zur Hauptspeise gewählt werden. Wenn man die eigene Kantine einem ersten Qualitätstest unterziehen möchte, sollte man sich folgende Fragen stellen. Kann eine dieser Fragen nicht mit ja beantwortet werden, bestehen Möglichkeiten, das Angebot zu verbessern.

Der "Kantinenschnelltest"

  • Gibt es mehrere Gerichte/Menüs bzw. Speisekomponenten zur Auswahl?
  • Werden auch fleischlose Gerichte angeboten?
  • Gibt es regelmäßig Pell- oder Folienkartoffeln?
  • Wird zwischen Kartoffeln, Reis und Nudeln abgewechselt?
  • Werden täglich Gemüse und frischer Salat angeboten?
  • Gibt es mindestens einmal pro Woche Seefisch?
  • Bietet Ihre Kantine frisches Obst sowie Milch und Milchprodukte an?
  • Gibt es ein reichhaltiges Angebot an alkoholfreien Getränken (z.B. Mineralwasser, Fruchtsäfte und Schorlen)?
  • Werden reichlich Kräuter (am besten frisch) bei der Speisenzubereitung eingesetzt?
  • Wird grundsätzlich Jodsalz (aber sparsam!) verwendet?
  • Werden auf der Speisenkarte Nährstoffangaben gemacht? (Ein während der Arbeitszeit eingenommenes Mittagessen sollte 1000 kcal nicht überschreiten).
  • Besteht die Möglichkeit, sich über die verwendeten Zusatzstoffe in jeder einzelnen Komponente zu informieren?

Bei der Aufstellung der Speisepläne kommt es nicht darauf an, dass täglich alle benötigten Nährstoffe in ausreichenden Mengen angeboten werden. Nährstofflücken bzw. Überschüsse eine Tages können ohne weiteres innerhalb eines größeren Zeitraumes (z.B. 4-Wochen-Speiseplan) ausgeglichen werden. Wichtig ist auch, dass Tischgäste dem Küchenpersonal sagen können, was Ihnen besonders gut oder nicht so gut geschmeckt hat. Jede Kantine sollte über einen Briefkasten oder eine e-Mail Adresse verfügen, mit der sie in Kontakt mit den Tischgästen treten können. Damit gute Vorschläge auch ihr Ziel erreichen. Bei größeren Problemen sollten sich die Tischgäste an ihren Betriebs- bzw. Personalrat wenden. Das Referat Gemeinschaftsverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bietet eine neutrale, auf spezielle Probleme der Gemeinschaftsverpflegung eingehende Beratung an. Sie wird von sachverständigen Beratern der Gesellschaft durchgeführt.

Aktualisiert: 30.10.2017 – Autor: DGE

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