Kalium

Kalium reguliert den Wasserhaushalt © JESHOOTS

Der Mineralstoff Kalium kommt überwiegend im Inneren von Körperzellen vor und ist für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich. Zudem spielt Kalium eine zentrale Rolle bei der Weiterleitung von Reizen entlang eines Nervs. Dieser wichtige Mineralstoff ist ebenfalls an der Muskeltätigkeit beteiligt und reguliert den Blutdruck eines Menschen. Als Bestandteil von Verdauungssäften spielt Kalium eine entscheidende Rolle im Magen-Darm-Trakt und bei der Energieproduktion.

Bedeutung von Kalium für den Körper

Kalium hat im Körper verschiedene Wirkungen. Die wohl wichtigste Rolle spielt der Mineralstoff bei der Übertragung von elektrischen Impulsen an Muskel- oder Nervenzellen. Dabei wird der Kaliumspiegel vom Körper streng reguliert. Ist der Kaliumspiegel zu hoch oder zu niedrig, kann es zu Fehlfunktionen der Muskulatur kommen.

Gemeinsam mit Natrium ist Kalium auch für die Tätigkeit des Herzmuskels verantwortlich. Dabei ist ein ausgeglichener Natrium- sowie Kalium-Haushalt wichtig. Je mehr Natrium aufgenommen wird, desto mehr Kalium scheidet der Körper aus.

Eine weitere wichtige Aufgabe von Kalium liegt in der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen und somit an der Regulation des Flüssigkeitshaushalts im Körper.

Kalium in Lebensmitteln

Da Kalium in den meisten Lebensmitteln enthalten ist, wird der tägliche Bedarf an Kalium in der Regel bei einer normalen, ausgewogenen Ernährungsweise gedeckt. Besonders reich an Kalium sind Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen, Spinat, Salat, Hülsenfrüchte, Kohl, Avocados und Nüsse.

Sowohl Männer als auch Frauen haben einen täglichen Kaliumbedarf von etwa 2.000 mg. Diese Tagesdosis an Kalium ist in einigen Lebensmitteln enthalten.

Zu diesen Lebensmitteln zählen:

  • 150 g Weizenkleie
  • 150 g Bohnen
  • 300 g Spinat
  • 400 g Pilze
  • 500 g Fisch
  • 500 g Gemüse
5 Fakten über Kalium (Infografik)

5 Fakten über Kalium – © rawpixel

Kalium-Wert: Wie viel ist normal?

Bei Erwachsenen beträgt der normale Kaliumwert im Blut (genauer gesagt im Serum) 3,8 bis etwa 5,2 mmol/l (Millimol pro Liter). Im Urin sollte der Kaliumspiegel (gemessen im 24-Stunden Sammelurin) 30 bis 100 mmol/24h betragen. Durch längeres Fasten kann der Kaliumwert im Urin absinken.

Kaliummangelerscheinungen

Kalium ist in praktisch allen Lebensmitteln enthalten, weshalb bei gesunden Menschen kaum Mangelerscheinungen auftreten können. Durch starken Durchfall, Verwendung von Abführmitteln und wassertreibenden Mitteln (Diuretika) sowie bei exzessivem Konsum von Lakritz oder Salz kann jedoch ein Kaliummangel (Hypokaliämie) entstehen.

Die Symptome eines Kaliummangels können Folgende sein:

  • Lähmungserscheinungen der Muskulatur
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Reizleitungsstörungen am Herzen

In der Regel lässt sich ein Kaliummangel durch den Verzehr vor stark kaliumhaltigen Lebensmitteln schnell wieder ausgleichen. Kalium-Präparate wie Tabletten oder Kapseln sollten hingegen nur auf ärztlichen Rat eingenommen werden, da es ansonsten schnell zu einem gefährlichen Kalium-Überschuss kommen kann. In akuten Fällen von Hypokaliämie wird Kaliumchlorid intravenös verabreicht.

Kalium: Überdosierung und Überschuss

Bei Übersäuerung oder bei Niereninsuffizienz kann es zur lebensbedrohlichen Hyperkaliämie (Kalium-Überdosierung) kommen. Auch Bluttransfusionen, Verbrennungen, Infektionen oder Nierenerkrankungen sind oft die Ursache für zu viel Kalium im Körper. Ist der Kaliumwert erhöht, besteht die Gefahr von Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern.

Weitere Symptome einer Kalium-Überdosierung sind Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Krämpfe. Da Kalium die Nieren zur Harnproduktion anregt, kann es bei einem Überschuss auch zu verstärktem Harndrang kommen.

Ist der Wert an Kalium chronisch erhöht, wird eine kaliumarme Ernährung zur Senkung des Kaliumspiegels eingesetzt.

Aktualisiert: 27.03.2019 – Autor: Kristina Klement

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?