Aktualisiert: 11.08.2020 - Autor: Annika Lutter, Medizinredakteurin

Aktualisiert: 26.06.2020 - Autor: Annika Lutter, Medizinredakteurin

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Zwiebeln und Knoblauch mehr

Zwiebeln und andere Liliengewächse wie Knoblauch, Schalotten und Schnittlauch enthalten schwefel- und sulfidhaltige Substanzen, die vor Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Magenkrebs ist eine häufige Krebsart, deren Auftreten eng mit der aufgenommenen Nahrung im Zusammenhang steht. In Anbaugebieten für Zwiebeln und Knoblauch, in denen der Verzehr dieser Liliengewächse überdurchschnittlich hoch liegt, war die Mortalitätsrate bei Magenkrebs jeweils signifikant niedriger. Schutz vor Magenkrebs und Darmkrebs In einer kontrollierten, prospektiven Kohortenstudie wurde bei dem Verzehr von mehr als einer halben Zwiebel pro Tag eine deutliche Verringerung des Magenkrebsrisikos nachgewiesen. Auch ein verringertes Risiko für Dickdarmkrebs wird bei einem hohen Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln beobachtet. Für diese schützende Wirkung sind wahrscheinlich vor allem die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe der Zwiebeln und des Knoblauchs verantwortlich. Allerdings ist die Frage, ob die Liliengewächse nur in rohem Zustand diesen Effekt haben oder auch gekocht oder gebraten, bisher nicht ausreichend geklärt. Zwiebeln und Knoblauch gegen aggressive Radikale Aber Zwiebeln haben noch weitere positive Eigenschaften: Sie haben einen hohen Gehalt des Flavonoids Quercetin. Quercetin wirkt antioxidativ, hilft also dem Körper bei der Abwehr der aggressiven freien Sauerstoffradikale. Auch Quercetin wirkt antikanzerogen und antimikrobiell. Flavonoide sind hitzestabil, so dass auch in gebratenen Zwiebeln noch ein hoher Anteil davon enthalten ist. Wegen ihrer antimikrobiellen Eigenschaften waren Zwiebeln schon bei den Ägyptern um 1500 v. Chr. zur Behandlung entzündeter Wunden geschätzt. Hierfür sind vor allem die Thiosulfinate verantwortlich, die den Arachidonsäurestoffwechsel und damit die Bildung von Entzündungsvermittlern hemmen. Auf dieser Wirkung basieren auch diverse Hausrezepte, etwa mit Zucker gekochte Zwiebeln gegen Halsschmerzen und Husten. Alliin als Herzschützer Zwiebeln sind auch wahre Herzschützer: Ihre schwefelhaltigen Verbindungen hemmen die Verklumpung von Blutplättchen und beugen so der Bildung von Blutgerinnseln vor. Das Blut wird "dünner", die gesamte Durchblutung verbessert sich. Als besonders wirksame Substanzen haben sich hierbei Ajoen und Allicin erwiesen. Ajoen hat einen ähnlich starken Einfluss auf die Blutplättchenaggregation wie Aspirin. Der Nachweis von Ajoen gelang bisher nur in frischem Knoblauch, nicht aber in Tabletten, Ölen oder sonstigen Knoblauchauszügen. Wer also die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Ajoen ausnutzen möchte, muss Knoblauch frisch verzehren und in Kauf nehmen, dass die spezielle Duftmarke, die man dann über Atem und Haut verströmt, anderen Menschen nicht immer gefällt. Allicin entsteht erst beim Zerkleinern des Knoblauchs durch die enzymatische Spaltung des Stoffes Alliin und ist auch für den charakteristischen Geruch des Knoblauchs verantwortlich. Alliin ist übrigens auch für die Tränen beim Zwiebelschneiden verantwortlich. Das Alliin der Zwiebeln hat allerdings eine etwas veränderte Struktur und wird durch ein anderes Enzym umgesetzt. Dabei entsteht dann der tränenreizende Stoff der Zwiebel: Propanthialsulfoxid. Die Zwiebelkuchenzeit kann man also genießen und damit sogar noch etwas für die Gesundheit tun. Aber Vorsicht: Durch den hohen Fettgehalt von Zwiebelkuchen kann sich das schnell auf das Körpergewicht auswirken. Eine gute Ergänzung ist da ein bunter Salat - mit viel frischen Zwiebeln. mehr

Was ist Kurkuma? mehr

Die Kurkuma (auch Curcuma longa genannt) ist eine aus Südostasien stammende Unterart der Curcuma-Pflanze. Sie gehört zu den Ingwergewächsen und wird besonders in Indien angebaut. Vielleicht haben Sie schon einmal Bilder eines indischen Händlers mit seinen knallbunten Gewürzen gesehen? Darunter könnte auch das Kurkuma-Gewürz gewesen sein. Kurkuma: Gewürz mit Heilwirkung Wegen ihrer leuchtend gelben Farbe, die die Wurzel der Kurkuma-Pflanze vor allem ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen verdankt, wird sie häufig zum Färben benutzt, da sie eine weitaus kostengünstigere Alternative zu Safran darstellt. In unseren Breiten kennt man sie eher als Gelbwurz und weniger als einzelne Zutat, sondern aufgrund ihres bitter-scharfen Geschmacks vor allem als Beigabe in Gewürzmischungen mit Curry. In Indien werden von jeher unzählige Rezepte mit Kurkuma zubereitet. Doch Kurkuma-Gewürz allein als Verfeinerung von Speisen anzupreisen, würde der Wirkung von Kurkuma als Heilpflanze nicht gerecht werden. Ihre heilende Wirkung wird auch von westlichen Medizinern mehr und mehr betont – zumal sie kaum Nebenwirkungen hervorruft. Lediglich Patienten, die an einer Gallenblasenerkrankung leiden, sollten Kurkuma, ob als Gewürz oder in Form von Kapseln, mit Vorsicht genießen. Kurkuma: Wirkung schon lange bekannt Ist die Kurkuma-Pflanze in Deutschland immer noch relativ unbekannt, so nimmt das Kurkuma-Gewürz in Indien bereits seit Jahrtausenden einen festen Platz auf dem Speiseplan ein. Dort weiß man schon seit zirka 4000 Jahren um die heilende Wirkung und nutzt sie für die Ayurveda-Medizin. Doch auch westliche Wissenschaftler wurden in den letzten Jahren neugierig. Breite Anerkennung findet Kurkuma insbesondere durch die positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden. Da Kurkuma entkrampfend wirkt, die Produktion der Galle steigert und somit Speisen leichter verdaut werden, vermindert die Einnahme von Kurkuma-Kapseln Beschwerden wie zum Beispiel: Sodbrennen Blähungen Verstopfung Durchfall Magenkrämpfe Völlegefühle Zusätzlich senkt sie den Cholesterinspiegel und kann damit indirekt einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen. In Indonesien wird Kurkuma insbesondere bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Bei Experimenten mit Mäusen wurde eine positive Wirkung bei Mukoviszidose festgestellt. Ebenso konnte bei Tierversuchen ein positiver Einfluss auf die Leber erkannt werden. Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird der Kurkuma-Pflanze zugesprochen, wodurch sie mehr und mehr Anerkennung in der Behandlung von Rheuma-Erkrankungen findet. Kurkuma: Krebs heilen möglich? Immer mehr Forscher-Teams untersuchen eine mögliche heilende Wirkung von Kurkuma bei Krebs. Dabei gab es in der Tat Versuche, die ein langsameres Wachsen von Tumoren bestätigten. Zudem konnte man nachweisen, dass sie freie Radikale stabilisiert. Zwar kann man mit Kurkuma-Kapseln keinen Krebs heilen, doch wird in Fachkreisen ein unterstützender Einsatz in der Krebstherapie befürwortet. Auch zur Krebsvorsorge kann eine hochdosierte Gabe von Kurkuma beitragen, allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Zunehmend wird vermutet, dass Kurkuma auch vorbeugend gegen Alzheimer wirken kann. Der Verdacht erhärtet sich dadurch, dass in Indien weitaus weniger Menschen an Alzheimer erkranken. Kurkuma: Kapseln oder Pulver Doch mit welcher Darreichungsform erreicht man die beste Wirkung? Zwar gibt es Kurkuma-Pulver, doch die wenigsten Menschen werden täglich zwei Teelöffel pur zu sich nehmen wollen. Wer sich gesundheitsbewusst ernährt, kann sich an einem Rezept mit Kurkuma-Gewürz aus der Ayurveda-Küche erproben. Sicher macht es Spaß, die unterschiedlichsten leckeren Kurkuma-Rezepte einmal auszuprobieren – schließlich gehört zum indischen Linsen-Gericht Kurkuma-Gewürz einfach dazu – doch wer nicht täglich ein neues Kurkuma-Rezept kochen möchte, könnte nach Rücksprache mit dem Arzt auf die Wirkung der hochkonzentrierten Kurkuma-Kapseln setzen; denn lediglich einmal wöchentlich den Hühnchen-Reis-Topf mit Kurkuma-Gewürz zu verfeinern, zeigt kaum heilende Wirkung. mehr