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12 Tipps gegen Küchenkeime

Küchenkeime im Spülschwamm © istockphoto, Weekend Images Inc.

Hygiene muss sein. Das gilt vor allem in der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln. Gefahrenquellen in Sachen Hygiene sind vor allem Kühlschrank, Schwamm und Wischlappen. Nachfolgend finden Sie einige wichtige Tipps zur Sauberkeit in der Küche. Wissenschaftler haben untersucht, wie hoch die Keimzahlen in einer Küche sind. Das Ergebnis: Pro Quadratzentimeter wurden in einer Spüle bis zu 10.000 Bakterien gefunden, ebenfalls 10.000 Keime auf nur einem Quadratzentimeter Arbeitsplatte, 100.000 auf dem Küchenboden und 100 Millionen auf einem Quadratzentimeter Küchenschwamm.

Regelmäßiges Desinfizieren nicht nötig

Schwamm oder Lappen sind also die Keimschleudern schlechthin in der Küche. Mit dem Schwamm verteilt man nämlich Keime überall auf allen Arbeitsflächen; beim Trockenwischen gelangen sie dann auch auf das Geschirrtuch. Sollte deshalb die gesamte Küche regelmäßig desinfiziert werden? Das ist in keinem Fall nötig, denn Desinfektionsmittel können Allergien auslösen. Heißes Wasser, Spülmittel und Allzweckreiniger reichen zum Saubermachen vollkommen aus.

Schwamm und Wischlappen

  • Geschirrtuch und Handtuch alle zwei bis drei Tage wechseln.
  • Handtücher und Reinigungsutensilien bei 60 Grad waschen, Spüllappen am besten bei 90 Grad. Statt in die Waschmaschine kann man sie auch in die Spülmaschine legen, allerdings macht das nur Sinn, wenn wenigstens bei 60 Grad gespült wird.
  • Schwämme und Spültücher immer gut trocknen lassen.

Küchengeräte, Holzbretter

  • Küchengeräte und Arbeitsflächen sollten leicht zu reinigen sein. Feuchte Ritzen sind Keimbunker!
  • Messer etc. nach Kontakt mit rohem Fleisch erst reinigen und dann weiterverwenden.
  • Beim Geschirrspülen von Hand klar nachspülen. Nur so werden die ins Spülwasser geschwemmten Keime abgespült.
  • Gespülte Holzbretter zum Trocknen senkrecht stellen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Der Grund: Wenn Holzbrettchen mit warmem Wasser gespült werden, fängt das Holz an zu quellen, die Bakterien in den Spalten werden eingeschlossen. Mit der Spülbürste kommt man dann nicht mehr dran. Das heißt aber nicht, dass man deshalb auf Holzbretter verzichten sollte, denn Plastik ist auch nicht unbedingt besser.
  • Entkeimen kann man Bretter am besten in der Mikrowelle. Schneidebrettchen mit Schnittkerben durch neue ersetzen, da sich in den Ritzen Keime sehr lange halten können.
  • Für rohe und gekochte Lebensmittel nutzt man am besten unterschiedliche Schneidebretter.

Kühlschrank

  • Den Kühlschrank alle zehn Tage ausräumen und gründlich reinigen. Gerade auf Pflanzenresten können sich Keime gut vermehren.
  • Den Kühlschrank einmal monatlich mit Essigwasser putzen und regelmäßig abtauen. Arbeitsflächen mit heißem Spülmittelwasser abwischen.

Händewaschen nicht vergessen

Eigentlich selbstverständlich: Bevor man Lebensmittel verarbeitet, sollte man sich immer die Hände waschen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Keime über die Hände an Speisen gelangen. Mit gründlichem Händewaschen beugen Sie einer Keimübertragung und -verbreitung wirksam vor.

Aktualisiert: 23.06.2016 – Autor: gesundheit.de

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