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Schwindel: Begleitsymptome

Mann leidet an Schwindel © istockphoto, LightFieldStudios

Schwindel und Übelkeit

Schwindel geht in vielen Fällen mit Begleitsymptomen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit einher. Übelkeit und Erbrechen können beispielsweise beim gutartigen Lagerungsschwindel, aber auch bei gefährlichen Ursachen wie einem Schlaganfall auftreten. Ebenso können sie auf Morbus Menière oder einen entzündeten Gleichgewichtsnerv hindeuten. Da Übelkeit und Schwindel häufig gemeinsam auftreten, ist es nicht möglich, lediglich aufgrund dieses Begleitsymptoms Rückschlüsse auf die zugrunde liegende Ursache zu ziehen.

Schwindel und Kopfschmerzen

"Tritt Schwindel gemeinsam mit Kopfschmerzen auf, ist häufig eine Schwindelmigräne die Ursache. Dies ist insbesondere dann wahrscheinlich, wenn spontan mehrere Schwindelattacken ohne Hörstörungen auftreten", erklärt Strupp. "Tritt Schwindel erstmals gemeinsam mit Kopfschmerzen auf, sollte man jedoch unbedingt eine Blutung im Hirn ausschließen lassen", warnt der Experte.

Bei der Schwindelmigräne, die auch als vestibuläre Migräne bezeichnet wird, können die Schwindelattacken von einigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden andauern. Akut kann eine Schwindelmigräne mit Antiemetika, die die Übelkeit bekämpfen, sowie klassischen Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure bekämpft werden. Machen sich die Schwindelattacken häufiger bemerkbar, sollte über eine prophylaktische Behandlung zum Beispiel mit einem Betablocker nachgedacht werden.

In etwa einem Drittel der Fälle tritt eine Schwindelmigräne ohne Kopfschmerzen auf, was den Arzt bei der Diagnose vor eine Herausforderung stellt. In solchen Fällen können jedoch Begleitsymptome wie Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie frühere Migräneattacken Hinweise auf die richtige Diagnose geben.

Schwindelmigräne bei Kindern

Auch bei Kindern stellt die Schwindelmigräne eine häufige Ursache von Schwindel dar. "Leidet ein Kind mehr als dreimal pro Monat unter Schwindelattacken, sollte mit dem Kinderarzt über eine prophylaktische Behandlung gesprochen werden", empfiehlt Strupp. Um den Schwindelattacken des Kindes vorzubeugen, sei eine Therapie mit Betablockern geeignet. Häufig genüge aber auch bereits die Gabe von Magnesium.

 

Aktualisiert: 23.07.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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