Bärlauch: Gesundes Rezept und Tipps zum Sammeln

Der warme März leitet die Bärlauch-Saison ein. Deshalb ist jetzt die richtige Zeit zum Bärlauch-Sammeln! So gesund ist Bärlauch, diese giftigen Doppelgänger gibt es und so machen Sie Bärlauch-Kartoffel-Bällchen!

Bärlauch © Getty Images/8vFanI

Erfahren Sie, warum Bärlauch so gesund ist und wie Sie Bärlauch von den giftigen Doppelgängern unterscheiden. Außerdem finden Sie hier das Rezept für leckere Bärlauch-Kartoffel-Bällchen.

Bärlauch: Das gesunde Würzkraut

Das Lauchgewächs, das im Geschmack dem Knoblauch ähnelt, verfügt über zahlreiche schwefelhaltige Substanzen, die für den typischen Geruch und diese gesundheitsfördernden Eigenschaften verantwortlich sind:

  • Reinigt von innen: Der hohe Anteil an Vitamin C stärkt das Immunsystem und unterstützt die Abwehrkräfte, zudem wirkt das Lauchgewächs wie ein natürliches Antibiotikum gegen Bakterien oder Pilzinfektionen. Auch für den Magen-Darm-Trakt ist Bärlauch besonders wohltuend. Er kann Blähungen, Bauchschmerzen und andere Beschwerden des Verdauungssystems lindern.
  • Unterstützt die Wundheilung: Bärlauch hat nicht nur einen positiven Einfluss auf das Magen-Darm-System. Auch das größte Organ, die Haut, unterstützt der Bärlauch dank seiner antibiotischen und durchblutungsfördernden Wirkung. Während der Verzehr von innen reinigt, hilft ein frisch gepresstes oder zerdrücktes Blatt der Pflanze zur Desinfektion kleinerer Wunden.
  • Natürlicher Schutz für Herz und Kreislauf: Die Stoffe des Bärlauchs helfen beim Abbau von Kalkablagerungen in den Blutgefäßen. Das erleichtert den Blutfluss und senkt so den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Dies beugt besonders Herzinfarkten und Schlaganfällen vor.

In der Pflanzenheilkunde wird Bärlauch zudem bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Allergien eingesetzt.

Bärlauch oder Maiglöckchen: Gefährliche Nebenwirkungen

Einer der beiden Bärlauch-Doppelgänger ist das Maiglöckchen. Der Verzehr endet selten tödlich, kann aber folgende Beschwerden verursachen:

Maiglöckchen blühen oft später als Bärlauch. Ein wichtiger Punkt sind zudem die Blätter: Die Blattnerven der Maiglöckchen liegen enger zusammen als beim Bärlauch, dessen Unterseite matt ist. Die Blätter des Maiglöckchens glänzen zudem.

Ein weiteres und das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der Riech-Test: Bärlauch riecht beim Zerreiben zwischen den Fingern stark nach Knoblauch.

Bärlauch-Doppelgänger: Herbstzeitlose birgt Todesgefahr

Der Verzehr von Herbstzeitlosen macht sich erst später bemerkbar, kann dafür aber umso schlimmer, bis hin zum Tod, ausfallen. Merkmale sind:

Die Herbstzeitlose unterscheidet sich deutlich am Stängel vom Bärlauch: Beim Bärlauch hat jedes Blatt einen eigenen Stiel, bei der Herbstzeitlosen hingegen wachsen mehrere Blätter aus einer Knolle.

Bärlauchzwiebeln können auch im Spätsommer oder Herbst im eigenen Garten gepflanzt und somit die Verwechslungsgefahr vermieden werden.

Rezept für Bärlauch-Kartoffel-Bällchen

Nach dem Bärlauch-Sammeln ist vor dem Kochen: Die leckeren Bärlauch-Kartoffel-Bällchen eignen sich perfekt als Mittagessen oder abends. Egal ob als Beilage zu Fisch oder Fleisch oder als leckere Hauptspeise. Hier finden Sie das Rezept für zwei Personen, in nur 35 Minuten zubereitet.

Zutaten für das Bärlauch-Rezept

Folgende Zutaten benötigen Sie:

  • 300 g mehlige Kartoffeln
  • 50 ml Milch
  • 10 g Butter
  • 50 g Bärlauch
  • Salz
  • Muskatnuss frische gerieben
  • Bärlauch-Blätter für die Garnitur

Zubereitungsschritte

So geht's:

  1. Die Kartoffeln waschen und in der Schale zirka eine halbe Stunde gar dämpfen. Schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und mit heißer Milch und kalter Butter zu einem sämigen Püree verrühren. Falls nötig noch Milch ergänzen.
  2. Die Bärlauchblätter waschen, trocknen, entstielen und sehr fein hacken. Unter das Püree mengen, mit Salz und Muskat abschmecken und mit einem Löffel kleine Bällchen formen. Nach Belieben zum Servieren auf Bärlauchblätter setzen.

Aktualisiert: 22.03.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin