Grillsaison: Tipps für gesundes Grillen

Grillen kann vielseitig und gesund sein: Besonders im Frühling und Sommer heizen viele Menschen gerne den heimischen Grill im Garten oder auf dem Balkon an. Besonders beliebt beim Grillen sind Fleisch, Fisch und Wurst, aber auch vegetarische Grillrezepte und gegrilltes Gemüse erfreuen sich einer immer größeren Popularität.

Gesundes Grillgut © Getty Images/10'000 Hours

So geht gesundes und umweltfreundliches Grillen. Leckere Tipps, Tricks und Ideen für den Grill.

Fleisch grillen: Auf regionales Bio-Fleisch achten

Viele Bauernhöfe setzen vermehrt auf Bio-Qualität und Freilandhaltung. Regional erzeugtes Fleisch ist meist umweltfreundlicher und gesünder produziert. So wird bei regionalen Produkten mehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Fleisch aus Massentierhaltung kann der Umwelt erheblich schaden, da die Treibhausgasemissionen, Ammoniak in der Luft und Nitrat im Grundwasser negative Nebeneffekte der Massentierhaltung sein können.

Um die Tiere aus Massentierhaltung vor Krankheiten zu schützen, werden diese zudem mit Antibiotika und anderen Medikamenten behandelt, die der Mensch durch regelmäßigen Fleischkonsum ebenfalls aufnehmen kann.

Um diese negativen Nebeneffekte zu reduzieren, sollte nach Möglichkeit Bio-Fleisch von heimischen und regionalen Bauern verwendet werden. Viele Bio-Betriebe schlachten noch selbst oder arbeiten mit regionalen Metzgern zusammen.

Das Fleisch sollte direkt nach dem Einkauf und während des Grillvorgangs gekühlt werden, da es bei warmen Temperaturen im Frühling und Sommer schneller verderben kann.

Tipps für Kurzentschlossene: Viele Metzgereien bieten auch an Sonn- und Feiertagen in Fleischautomaten vor dem Geschäft Fleisch und Grillwürste an. Ähnlich wie beim Getränkeautomaten wird das Fleisch durchgehend gekühlt und kann so rund um die Uhr gekauft werden.

Vegetarisch Grillen: Gegrillte Zucchini oder Fleischersatzprodukte

Gegrilltes Gemüse oder Fleischersatzprodukte sind die perfekte Alternative zu gegrilltem Fleisch und Würstchen. Gemüse mit etwas Speiseöl bepinseln, salzen und pfeffern und mit Paprika oder Chili würzen.

Dieses Gemüse schmeckt gegrillt besonders gut:

  • Zucchini
  • grüner Spargel
  • Aubergine
  • Paprika
  • Mais
  • Champignons
  • Zwiebeln
  • Fleischtomaten

Tipp: Das Gemüse kann auch als gegrillter Gemüsespieß genossen werden. Dafür einfach verschiedene Sorten klein schneiden und abwechselnd auf dem Grillspieß schichten.

Neben gegrilltem Gemüse schmecken auch Grillkäse, Feta oder vegetarische Fleischersatzprodukte aus Soja. Vegane Burger-Patties lassen sich auch ganz einfach selbst machen. Meist bestehen diese aus Linsen, Bohnen oder Leinsamen.

Fisch grillen: Es muss nicht immer Fleisch sein

Neben Fleisch und gegrilltem Gemüse machen auch Fisch und Meeresfrüchte eine gute Figur auf dem Grillrost. Regionale Fische wie Makrelen und Forellen schmecken vom Grill ebenso wie gegrillter Lachs. Riesengarnelen und Meeresfrüchte können ebenfalls gegrillt werden. Auch hier können Verbraucher auf Regionalität und Bio-Siegel sowie Siegel für nachhaltige Fischerei achten, da beispielsweise herkömmlich gezüchteter Lachs ebenfalls mit Antibiotika gefüttert wird.

Den gegrillten Fisch einfach mit etwas Olivenöl, Knoblauch und Zitrone einpinseln und genießen.

Gesund grillen: Das ist zu beachten

Neben der Wahl des Grillguts an sich gibt es noch weitere Aspekte, die man beim gesunden Grillen beachten sollte:

  1. Krebserregende Stoffe meiden: Viele grillen Bauchspeck oder Würstchen lieber etwas dunkler, doch schwarze Krusten und verbranntes Fleisch enthalten krebserregende Stoffe. Fett oder Bier in der Glut und der aufsteigende Rauch begünstigen die Anreicherung dieser Stoffe auf dem Fleisch.
    Tipp: Verwenden Sie spezielle Grillschalen und wenn möglich einen Gas- oder Elektrogrill.
  2. Keramikschalen verwenden: Da das Aluminium der Grillschalen besonders im Zusammenhang mit säurehaltigen Lebensmitteln (Tomaten) oder Grillkäse in Salzlake aufgenommen werden kann, empfehlen sich wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik.
  3. Holzkohlenasche auskühlen lassen und im Restmüll entsorgen: Asche eignet sich nur in sehr geringen Umfang für die Entsorgung im Garten und auf dem Kompost. Organische Schadstoffe und Schwermetalle können die Umwelt zusätzlich belasten.

Gemeinsam mit verschiedenen Salatvariationen und abwechslungsreichem Grillgut in Form von regionalem Fleisch, Würstchen und Gemüse kann gesund, lecker und vielseitig gegrillt werden.

Tipp: Ritzen Sie eine Banane mit Schale an einer Seite ein und füllen Sie diese mit Schokolade. Legen Sie die Banane für kurze Zeit auf den Grill und Sie können einen warmen Bananensplit genießen.

Aktualisiert: 08.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin