Wasser – die Qual der Wahl

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Wasser - unser Körper und unsere Organe sind darauf angewiesen, ausreichend mit ihm versorgt zu werden. Wie viel Wasser bzw. Flüssigkeit wir täglich zu uns nehmen sollten, ist individuell verschieden. Da der Körper uns aber erst bei einem Engpass signalisiert, dass die Vorräte knapp werden, gilt die Faustregel: 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken pro Tag. Aber: Wasser ist nicht gleich Wasser ...

Kleines 1x1 der Wassersorten

Außer dem allseits bekannten Mineralwasser gibt es noch eine Reihe anderer Wassersorten, die sich alle deutlich voneinander unterscheiden: durch ihre Entstehung, ihre Zusammensetzung und den Geschmack. Wir haben also die Qual der Wahl:

Trinkwasser (Leitungswasser)

Leitungswasser wird nicht wie Mineralwasser aus Tiefenwasser, sondern aus Grund- oder Oberflächenwasser gewonnen. Die Qualität dieses Wassers ist nicht überall gleich, es variiert vielmehr von Ort zu Ort. Im Gegensatz zu Mineralwasser ist es nicht von natürlicher Reinheit. Je nachdem wie sauber es ist, muss es deshalb von den Wasserwerken aufbereitet und gereinigt werden. Es kann z.B. mit Chlor behandelt oder zusätzlich durch Aktivkohle gefiltert werden.

In Deutschland wird das Trinkwasser häufig und gründlich kontrolliert. Man kann also von einer guten Qualität ausgehen. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn das Wasser aus veralteten Bleirohren fließt.

Natürliches Mineralwasser

Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt, das aus dem so genannten Tiefenwasser gewonnen wird. Dieses hat sich in vielen Jahrzehnten aus Niederschlagswasser gebildet. Es wird natürlich gereinigt und gefiltert, indem es durch Erd- und Gesteinsschichten sickert. Auf diesem Weg nimmt das Wasser außerdem Kohlensäure und Mineralstoffe auf. Je mehr Kohlensäure ein Wasser enthält, desto mehr Mineralien werden aus den umgebenden Gesteinsschichten gelöst.

Mineralwasser muss aus einer unterirdischen Quelle stammen und von natürlicher Reinheit sein. Es wird direkt am Quellort abgefüllt und ist das einzige Lebensmittel, das amtlich anerkannt werden muss. Bei natürlichem Mineralwasser darf nichts zugesetzt werden. Lediglich die Entfernung von Eisen und die Regulierung des Gehaltes an Kohlensäure sind zulässig. Außerdem muss auf dem Etikett vermerkt sein: Behandlungsverfahren, Quellname, Abfüllort, Datum und Ergebnis der amtlich anerkannten Analyse.

Heilwasser

Natürliches Heilwasser muss noch höheren Ansprüchen gerecht werden. Es muss aus speziellen Heilquellen stammen und unterliegt den strengen Richtlinien des Arzneimittelgesetzes.

Als sogenannte Fertigarzneimittel müssen Heilwässer eine medizinische Wirksamkeit aufweisen, also beispielsweise Krankheiten vorbeugen, lindern oder sogar heilen können. Mögliche Anwendungsgebiete sind z.B. chronische Magen-Darm-Erkrankungen, verschiedenen Nierenleiden und Osteoporose.

Quellwasser

Auch Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen. Es muss aber keine nachweisbaren Wirkungen auf die Gesundheit haben, keine gleichbleibende Menge an Mineralien enthalten und wird nicht amtlich anerkannt.

An die Zusammensetzung von Quellwasser werden die gleichen Maßstäbe wie an Leitungswasser angelegt.

Tafelwasser

Tafelwasser muss nicht natürlichen Ursprungs sein. Es ist eine künstliche Mischung aus Leitungswasser und anderen Zutaten wie Salzwasser oder Mineralwasser.

Da Tafelwasser nicht an eine bestimmte Quelle gebunden ist, darf es an jedem Ort hergestellt und abgefüllt werden und auch "lose", also über Zapfanlagen, angeboten werden. Im Gegensatz zu Mineralwasser muss es nicht amtlich anerkannt werden.

Zu wenig Wasser lässt schwindeln

Wenn das Klima heiß und drückend ist, können Beschwerden wie Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme mit Schwindelgefühlen ein Hinweis auf einen Wassermangel im Körper sein. Viele Menschen trinken zwar genug, aber nicht das Richtige. Alkoholika, zuckerhaltige Limonaden, Milchmischgetränke oder Säfte sind keine guten Durstlöscher, im Gegenteil.

Viel besser geeignet sind Mineralwasser oder gutes Trinkwasser. Wer es pur nicht mag, kann es auch mit Saft mischen, wobei das Mischungsverhältnis ein Teil Saft und zwei Teile Mineralwasser betragen sollte. Da beim Schwitzen auch reichlich Salz verloren geht, ist ein Mineralwasser mit mindestens 250 Milligramm Natriumgehalt zu empfehlen. Wichtig ist außerdem, dass nicht zu viel auf einmal getrunken wird, sondern in kleinen Schlucken über den Tag verteilt. Denn zu schnell aufgenommenes Wasser wird auch schnell wieder von den Nieren ausgeschieden bzw. an heißen Tagen ausgeschwitzt.

Die richtige Trinkmenge ist jedoch nicht nur für den Wasserhaushalt des Körpers wichtig, sondern auch für die Verdauung. Denn der Körper resorbiert das Wasser aus dem Darm. Wer bei warmem Wetter plötzlich unter Verstopfung leidet, sollte unbedingt die tägliche Zufuhr erhöhen. Denn ein zu fester Stuhlgang deutet auf eine deutlich zu geringe Trinkmenge hin.

Aktualisiert: 04.01.2017

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