Kräuter in der Küche

Küchenkräuter © Anna Quaglia

Viele kennen die leidige Erfahrung mit Kräutern in der Küche: Man kauft ein Töpfchen Basilikum, rupft ein paar Blätter für Mozzarella mit Tomaten ab und der Rest hängt nach wenigen Tagen entweder trostlos nach unten oder fängt an zu schimmeln. Aller Anfang ist zwar schwer - aber mit ein paar Tipps und ein wenig Erfahrung kann jeder sein eigenes Kräuterparadies in der Küche zaubern. Und das lohnt sich: Denn Kräuter verfeinern nicht nur viele Speisen. Ein Kräutergarten in der Küche sieht auch schön aus, verbreitet einen angenehmen Duft, und über das Gefühl, selbst etwas zu ernten, freut sicher jeden Hobbygärtner.

Vitamine und Mineralstoffe in Kräutern

Nicht zuletzt stecken Kräuter voller Vitamine und Mineralstoffe und haben durch ihre ätherischen Öle positive Wirkungen auf den Organismus. Damit diese erhalten bleiben, gilt es, Kräuter immer so frisch wie möglich zu ernten und beim Kochen erst ganz am Ende den Speisen hinzuzufügen.

Im Frühsommer gibt es eine große Auswahl an Topfkräutern, die sich zum Anbauen eignen. Für die Haltung in der Küche sind Dill, Petersilie und Schnittlauch besonders geeignet.

Andere Sorten wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin sorgen für mediterranes Flair auf dem Balkon oder in der Gartenecke. Pfefferminze und Koriander, die einen orientalischen Geschmack ins Essen bringen, sind genauso wie Zitronenmelisse, die manch eine Süßspeise verfeinert, ebenfalls für den eigenen Anbau geeignet. Sie wachsen etwas buschiger als die Vertreter aus dem Mittelmeerraum.

Kräuter pflanzen: Balkon, Küche oder Garten

Entscheidend bei der Auswahl der Kräuter sind natürlich zunächst die eigene Geschmacksvorlieben, aber auch, welcher Standort zum Anpflanzen zur Verfügung steht. Ein windgeschützter Platz mit Sonneneinstrahlung ist perfekt für das Anpflanzen von Kräutern. Wer einen Balkon oder ein Stückchen Grün mit vielen Sonnenstunden hat, kann quasi alle Kräuter pflanzen – auch die Sorten aus südlichen Gefilden, die es gerne heiß und eher trocken mögen. Dazu gehören alle typischen Kräuter aus den Mittelmeerländern wie Rosmarin, Oregano, Salbei oder Lavendel.

Aber auch ohne Südlage braucht man Kräuterträume nicht über Bord zu werfen. Denn an etwas schattigeren Plätzen gedeihen Sorten wie Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminze, Kerbel, Liebstöckel oder Sauerampfer besonders gut.

Natürlich kann durch entsprechende Arrangements auch die Sonnendauer auf die jeweiligen Pflanzen beeinflusst werden: Spezielle Kräuter-Etageren können hier genauso hilfreich sein wie einfache Regale, in denen die Sonnenanbeter auf oberster Ebene richtig stehen. Beschattet davon finden andere Kräuter weiter unten ein passendes Plätzchen. An Gitterwänden oder Geländer können außerdem Hängekörbe befestigt werden, die nicht nur die Standortauswahl vergrößern, sondern auch die Pflanzfläche.

Vorsicht ist beim Kombinieren mehrerer Pflanzen in einem großen Topf geboten: Die Pflänzchen sollten nicht nur hübsch zueinander passen, sondern auch ähnliche Ansprüche an Licht, Feuchtigkeit und Erde haben.

Aktualisiert: 07.05.2018 - Autor: Dagmar Reiche

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