Adaptationssyndrom

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  • Ad|aptations|syndrom

  • Synonyme: Selye-Syndrom; allgemeines Anpassungssyndrom; AAS (Abk.)

  • Englischer Begriff: general adaptation syndrome

Bez. für die reaktiven Anpassungsvorgänge des Organismus auf starke Reizeinwirkungen (Stressor). Die Anpassung geschieht über Regelungsmechanismen des Zwischenhirns, des Hypophysenvorderlappens u. der Nebennierenrinde durch Hormonausschüttung: „adaptive Hormone“ des Zwischenhirn-Hypophysen-Systems (CRF bzw. ACTH u. STH u. Prolactin), antiphlogistische u. prophlogistische Corticoide der NNR. Allgemeinreaktionen v.a. bestimmt durch Nebennierenrindenaktivität, Ablauf erfolgt in drei Stadien: 1) Alarmreaktion: mit Schocksymptomen u. deren teilweiser Rückbildung in der „Gegenschock-Phase“ (= beginnende Adaptation); 2) Stadium der Resistenz: Abwehrstadium mit voller Adaptation, gekennzeichnet durch Eosinopenie, polymorphkernige Leukozytose, thymolymphatische Involution u. Anpassung der Bindegewebsreaktion; 3) Stadium der Erschöpfung: das (evtl. tödliche) Zusammenbrechen der Adaptation durch Versagen der Nebennierenrinde bei fehlender Heilung in Stadium 2 infolge zu schwerer oder zu lange anhaltender Reizeinwirkung. Abgrenzung zu Stress ist fließend.

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