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Aldosteron

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  • Aldo|steron

  • Englischer Begriff: aldosterone

in der Zona glomerulosa der Nebennierenrinde produziertes Mineralocorticoid. Stoffwechsel: Seine Bildung wird v.a. durch das Renin-Angiotensin-System angeregt, vermehrt bei Hypovolämie, Blutdruckabfall, renaler Mangeldurchblutung, Hyponatriämie u. Hypokaliämie. Weniger bedeutsam für die Bildung sind ferner z.B. ACTH, Serotonin, Thyroxin, Ammoniak, Östrogene. Funktion: A. regelt zusammen mit dem Renin-Angiotensin-System den Natrium- u. Kalium-Haushalt und ist an der Steuerung des Flüssigkeits- u. Elektrolythaushaltes beteiligt. Seine Hauptwirkung besteht in einem Austausch von Kalium- u. Wasserstoffionen (H+) gegen Natriumionen im distalen Tubulus, ferner geringer Glucocorticoid-Effekt. Diagn.: Bestimmung der A.-Konzentration im Serum u. 24-Std.-Sammelurin v.a. bei Verdacht auf Hyperaldosteronismus. Normalwert im Blut (im Liegen abgenommen) 2–15 ng/100 ml (55–416 pmol/l). Blutwerte erniedrigt bei Nebennierenrindeninsuffizienz, Schock, Hypophyseninsuffizienz, Medikamenten (z.B. β-Blocker, Antacida, Heparin, Corticosteroide); erhöht bei Stress, nach Operationen, bei prim. u. sek. Aldosteronismus, Phäochromozytom, Hyperthyreose, Schwangerschaft, Anorexia nervosa, Medikamenten (z.B. Diuretika, Abführmittel, Ovulationshemmer, Lithium).

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