Androgene

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  • Androgene

  • Synonyme: androgene Stoffe

  • Englischer Begriff: androgens

Abbildung

männliche Geschlechtshormone; meist C19-Steroide (Schema). Biosynthese u. Abbau: werden gebildet in den Leydig-Zwischenzellen des Hodens (Testosteron), der Nebennierenrinde (Androstendion u. dessen 11-Hydroxyform) u. im Eierstock. Im Blut werden sie an das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) gebunden (98%) transportiert u. wirken an den Zielorganen über Androgenrezeptoren. Sie werden v.a. in der Leber abgebaut u. im Harn (konjugiert) ausgeschieden. Funktion: fördern den Anabolismus u. wirken bei ♂ geschlechtsspezifisch (Geschlechtsentwicklung u. Sexualfunktion). Bei ♀ führen sie im Überangebot zur Virilisierung. Pathophysiol.: vermehrt z.B. bei NNR-Tumoren, vermindert bei HVL-Insuffizienz (s.a. testikuläre Feminisierung). pharm Anw. bei A.-Mangel u. zur gegengeschlechtl. Hormonbehandlung (z.B. beim Mammakarzinom), ferner spezielle A.-Derivate als Anabolika. S.a. Andro..., Antiandrogene.

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