Appendicitis

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  • Appen|dicitis

  • Synonyme: Appendizitis; Wurmfortsatzentzündung; „Blinddarmentzündung“

  • Englischer Begriff: appendicitis

Abbildung

Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis). Ätiol.: zumeist durch örtlich vorhandene Darmkeime ausgelöst (enterogen). S.a. Appendicite. Entsteht als akute A. (Abb.) obstruktiv, d.h. infolge Lichtungsverschlusses durch Kotsteine, Verwachsungen etc. oder seltener nichtobstruktiv-hämatogen (durch Keimabsiedlung auf dem Blutweg). Tritt v.a. im frühen Kindes- bis mittleren Lebensalter auf. Klinik: Beginn mit uncharakteristischen Beschwerden (Übelkeit, Appetitverlust, Erbrechen, diffuse Leibschmerzen). Meist nach kürzerem, symptomärmerem Intervall folgen die typischen, allgemein rechtsseitigen (s.a. Linksappendizitis) Symptome: Unterbauchschmerzen mit charakteristischen Appendizitisschmerzpunkten u. Appendizitiszeichen sowie Abwehrspannung der Bauchmuskeln, Temperaturanstieg (axillorektale Differenz!), Leukozytose, erhöhte BSG. Es entwickeln sich katarrhalische bis eitrige (A. purulenta) oder phlegmonöse Wandprozesse (Letztere mit Gefahr der Nekrose u. Perforation), begleitet von Exsudatbildung u. Infiltration der Nachbarschaft (u.a. als Perityphlitis, Peritonitis, Peritonealabszess); leicht fehldiagnostiziert bei Kindern nach Infektionskrankheiten, bei Erkrankung im hohen Alter („Greisen-A.“) u. in der Schwangerschaft. Ther.: Appendektomie, u. zwar als Früh-Operation innerhalb 48 Std. oder als Intervall-Op., d.h. nach Abklingen der Symptome, dann meist erst nach mehreren Wochen (z.B. bei subakuter bzw. chronischer A., v.a. aber bei verschleppten Fällen, z.B. bei periappendizitischem Abszess, Konglomerattumor, jedoch nach zuvor nötiger Abszessdrainage).

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