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Beatmungsgerät

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  • Beatmungs|gerät

  • Englischer Begriff: respirator; ventilator

technische Einrichtung zur künstlichen Beatmung; 1) Handbeatmungsgerät: u.a. zur kurzfristigen Behandlung einer respiratorischen Insuffizienz; bestehend aus einem Beutel als Frischgasreservoir, dem Atemventil u. Maske bzw. Adapter zum Anschluss an einen Endotrachealtubus; s.a. Ambu-Beutel, Ambu-Ventil. 2) Apparat zur maschinellen, künstlichen Beatmung bei allen Formen des Sauerstoffmangelzustandes (Respirator); verwendbar für die Langzeitbeatmung, wobei je nach dem Umschaltmechanismus von In- zu Exspiration drei Grundtypen unterschieden werden: a) druckgesteuertes B.: Die Inspirationsphase ist beendet, wenn im Gerät ein vorgegebener Beatmungsdruck erreicht ist. Die Exspiration erfolgt passiv. – b) volumengesteuertes B.: Die Inspiration ist beendet, wenn ein vorher eingestelltes Gasvolumen den Respirator verlassen hat. Die Exspiration erfolgt passiv. Im Exspirationsschenkel dieser Geräte ist ein Spirometer eingebaut, das das Atemzugvolumen des Patienten misst. Daneben besitzen diese Geräte meist akustische u./oder optische Alarmsignale. – c) zeitgesteuertes B.: Das Gasgemisch wird innerhalb einer vorher eingegebenen Zeit abgegeben. Die Beatmungsgeräte neueren Typs verfügen über technische (meist elektronisch gesteuerte) Einrichtungen, die einen patientengerechten Beatmungstyp erlauben; z.B. Verlängerung der Inspirationszeit bis auf das Dreifache der Exspirationszeit („inversed ratio“), Druckbeatmung sowie die Möglichkeit des „Triggerns“ durch den Patienten, wobei bereits schwache Atemzüge impulsgebend für die maschinelle Unterstützung sind.

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