Cortisol

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  • Synonyme: C21H30O5; Hydrocortison; Kortisol; 17α-Hydroxycorticosteron

  • Englischer Begriff: hydrocortisone; cortisol

Abbildung

Hormon der Nebennierenrinde, das als Hauptvertreter der Glucocorticoide im Blut nachweisbar ist. Stoffwechsel: wird synthetisiert in der Zona fasciculata der Nebennierenrinde aus Cholesterin, Pregnenolon, Progesteron und 17α-Hydroxydesoxycorticosteron (s.a. Corticosteroide). Seine Sekretion wird angeregt durch Corticotropin (ACTH). Ist im Blutplasma zu 75% gebunden an corticosteroidbindendes Globulin (Transcortin), zu 15% an Albumin, 10% in freier Form. Wird durch die Niere ausgeschieden als freies C. sowie als Glucuronid bzw. – nach Abbau – als Hydroxy-, Tetrahydrocortisol, 11-Hydroxyandrosteron u. -ätiocholanon. Funktion: Hauptwirkungen sind Gluconeogenese, Stimulation des Proteinstoffwechsels, Immunsuppression. Pathophysiol.: Sekretion ist erhöht bei ACTH-abhängigem Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom [1]) u. bei ACTH-unabhängigem Hypercortisolismus (z.B. NNR-Adenome, -Karzinome, mikro- u. makronoduläre Hyperplasie, Pseudo-Cushing-Syndrom bei psychiatrischen Erkrankungen oder Alkoholkrankheit), aber auch bei Hypercortisolismus ohne Cushing-Syndrom (Steroidhormonresistenz); vermindert bei Addison-Krankheit bzw. sekundärer Nebennierenrindeninsuffizienz bei ACTH-Mangel. Bei Überfunktion der NNR u.a. Hyperglykämie, Proteinkatabolismus, Störungen des Fettstoffwechsels.

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