Embolie

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  • Em|bo|lie

  • Englischer Begriff: embolism

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plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes (meist Arterie) durch einen Embolus. I.w.S. der durch Funktionsausfälle der betroffenen Organe gekennzeichnete Folgezustand (s.a. Infarkt). Ätiol.: Häufigste Form ist die Thrombembolie, d.h. die E. durch Verschleppung von Thrombusteilen von Aneurysmen der Herzwand (seltener der vorgeschalteten Gefäße), aus den Vorhöfen bei absoluter Arrhythmie, bei Herzklappenerkrankung, Myokardinfarkt, Endokarditis, entzündlichen Gefäßerkrankungen (Thrombophlebitis, Arteriitis), u. zwar v.a. als Lungenembolie (nach Venenthrombose), als Hirnembolie, viszerale E. oder als E. der Gliedmaßenarterien (s. Abb.), insbes. an deren Verzweigungen. S.a. Embolie, gekreuzte. Klinik: beginnt häufig mit einem peitschenschlagartigen Schmerz als Folge der Verkrampfung des betroffenen Gefäßes u. seiner Kollateralen, evtl. auch mit Schock. Bei der Gliedmaßenembolie folgen Blässe der Extremität (s. Abb.), evtl. auch Marmorierung; Fehlen der peripher des Verschlusses sonst typisch tastbaren Pulse; später Ausfälle der Nerven (Sensibilitäts- u. Bewegungsstörungen; evtl. auch Lähmungen, Abschwächung bis Fehlen der Reflexe) sowie Störungen der Gewebsernährung in Form von Hautatrophie u. Gangrän. S.a. Fett-, Luft-, Fruchtwasser-, Parasitenembolie; Pseudoembolie.

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