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Embolus

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  • Em|bolus

  • Synonyme: Gefäßpfropf

  • Englischer Begriff: embolus

jedes Gebilde bzw. Material, das – durch die Blutbahn verschleppt – zum Verschluss eines Gefäßes führt (Embolie); z.B. Thrombusteile, Zellhaufen (Parenchym-, Tumorzellen), Parasiten, Bakterien, Pilzmyzel, Fremdkörper (z.B. Gefäßkatheterteile), Fett, Luft. Die Pathogen. der Embolie ist nur teilweise geklärt. Nur frischere Thromben scheinen mobil zu sein. Rasch entstandene Thromben haben die höchste Emboliefrequenz infolge ihres hohen Anteils an lockerem Fibrin. Höhere Emboliefrequenz im höheren Alter, da Thrombusorganisation verzögert abläuft. Frauen sind häufiger betroffen, durch Fettleibigkeit begünstigt. Ursächlich bedeutsam sind in über 90 % Herzkrankheiten, 70–80% rheumatische Herzkrankheiten besonders bei Vorhofflimmern, 10% Herzinfarkt mit wandständigen Thromben, 5% Endokarditis, 1% Aneurysmen.

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