endokrine Ophthalmopathie

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  • endokrine Ophthalmo|pathie

  • Synonyme: endokrine Orbitopathie; EO (Abk.)

  • Englischer Begriff: endocrine ophthalmopathy

Abbildung

Autoimmunerkrankung, die häufig (40–60%) von autoimmunen Hyperthyreosen (Basedow-Erkrankung) begleitet wird, jedoch auch bei euthyreoter oder hypothyreoter Stoffwechsellage auftreten kann. Kausaler Zusammenhang zwischen Orbitopathie u. Schilddrüsenerkrankung ist nicht bewiesen. Pathol.: gekennzeichnet durch immunologisch vermittelte Entzündungsreaktion unter Beteiligung einzelner oder aller äußerer Augenmuskeln sowie entzündliche Infiltration des orbitalen Fettgewebes; später Fibrose der Augenmuskeln. Klinik: Leitsymptom ist der ein- oder beidseitige entzündliche Exophthalmus. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 30 u. 50 Jahren. Spätkomplikationen sind Hornhautulzera (maligner Exophthalmus bei fehlendem Lidschlussvermögen) u. irreversibler Sehverlust (durch Kompression des N. opticus). Ther.: keine kausale Behandl. möglich, symptomatisch durch Gabe von Tränenersatzmitteln, in schweren Fällen systemische Gabe von Kortikosteroiden, evtl. auch Orbitaspitzenbestrahlung (Wirkung fraglich); operativ (transpalpebrale u./oder ossäre Dekompression). S.a. Abb.

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