Eunuch

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  • Eu|nuch

  • Englischer Begriff: eunuch

ein vor der Pubertät kastrierter Mann („Frühkastrat“), dessen Erscheinung durch konstitutionelle Veränderungen (Eunuchismus) geprägt ist: Hochwuchs mit betonter Unterlänge (als Folge verzögerten Epiphysenschlusses, v.a. an Becken u. Beinen), unterentwickelte Muskulatur (durch Eiweißstoffwechselstörung), zarte, blasse Haut, kindliche Stimme (Reifungshemmung des Kehlkopfes) sowie – infolge Androgenmangels – kindliche Gesichtszüge, ausgeprägtes Fettpolster im Hüft-, Gesäß-, Brustbereich, Osteoporose, Fehlen der sekundären Geschlechtsmerkmale; ferner fehlende Potenz, Kleinheit der Prostata u. Samenblasen u. „Kastrationshypophyse“. – Ähnliche, u.U. weniger ausgeprägte Veränderungen bei Eunuchoidismus.

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