Lifeline Logo

Fructose

Roche Lexikon Logo
  • Synonyme: d-Fructose; Lävulose; C6H12O6; Fruchtzucker

  • Englischer Begriff: fructose

Abbildung   Abbildung

natürliches, durch Hefe vergärbares Monosaccharid (Ketohexosetyp), das frei (kristallin) als Fructopyranose, gebunden vorwiegend als Fructofuranose (s. Abb.) vorliegt. Eigenschaften u. Vorkommen: ergibt bei Reduktion d-Sorbit u. d-Mannit (1:1), ist optisch aktiv, u. zwar linksdrehend; kommt vor in Früchten, Honig sowie – gebunden – als Glykosid, mit Glucose als Saccharose, polymer in Fructosanen (z.B. Inulin). Stoffwechsel: F. ist Energielieferant für Spermatozoen (vermindert bei Unterfunktion der Leydig-Zwischenzellen; s.a. Fructolyse-Test). Wird nur langsam im Darm resorbiert, kann auch im Körper synthetisiert werden. Wird zu Glykogen umgebaut oder insulinabhängig u. nach Phosphorylierung in der Leber abgebaut (s. Abb.). Dabei katalysiert Aldolase die Umsetzung zu Dihydroxyacetonphosphat (mit nachfolgender Einmündung in die Glykolyse) u. zu d-Glycerinaldehyd, das zu 2-Phosphoglycerinsäure oder zu Glycerinaldehyd-3-Phosphat umgewandelt wird, wodurch der Anschluss an den Kohlenhydratstoffwechsel hergestellt wird. Diagn.: Der Nachweis erfolgt u.a. durch Reduktionsproben u. Vergärung (wie bei Glucose); enzymatisch. Im Harn nachweisbar nach Verzehr, bei Fructosurie, bei Fructoseintoleranz-Syndrom, schwerem Diabetes mellitus. – Dient als Süßmittel für Diabetiker.

Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Roche Lexikon – ein Service von Urban & Fischer/Reed Elsevier

Das Roche Lexikon Medizin gibt es auch als Buch, CD-Rom, Kombiausgabe und mit Rechtschreibprüfung.