Gastrostomie

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  • Gastro|stomie

  • Englischer Begriff: gastrostomy

das operative Anlegen einer äußeren Magenfistel („Gastrostoma“) zur künstlichen Ernährung unter Umgehung der Speiseröhre (seltener zur retrograden Ösophagusbougierung); die Ernährungsfistel z.B. unter Verwendung eines Schlauches, Katheters (= Kathetergastrostomie), um den der Fistelkanal aus der an die Bauchwand herangezogenen vorderen Magenwand gebildet wird (u. der gerade oder schräg verläuft, z.B. als Kader-Fistel bzw. Witzel-Fistel [dort Abb.]) bzw. aus einem gestielten Magenwand- oder Magenschleimhautzipfel („Mukosafistel“), der zu einem Rohr modelliert wird (evtl. unter Bildung einer als Ventil wirksamen Klappe = „tubovalvuläre Fistel“; z.B. nach Depage-Janeway-Spirack); evtl. auch Zwischenschaltung eines Dünndarmsegments (Jejunuminterposition [Tavel]).

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