Gluconeogenese

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  • Gluco|neogenese

  • Englischer Begriff: gluconeogenesis

Abbildung

hormonell gesteuerte Neubildung von Glucose aus nicht zu den Kohlenhydraten gehörenden Stoffen (Lactat, glykogene Aminosäuren, Intermediate des Zitronensäurezyklus, Glycerol) in Leber u. Nieren. Hauptquellen der G. der Leber sind Lactat u. Alanin aus der Muskulatur (Glukose-Lactat-Zyklus, Glucose-Alanin-Zyklus) u. Glycerol aus dem Fettgewebe (Fettabbau); Glutamin dient der G. in der Niere. Bei der G. werden die reversiblen Reaktionen der Glykolyse in umgekehrter Richtung durchlaufen; die quasi-irreversiblen Reaktionen (Hexokinase, Phosphofructokinase, Pyruvatkinase) werden durch alternative Reaktionen umgangen, die durch die Schlüsselenzyme der G. (Pyruvatcarboxylase, Phosphoenolpyruvatcarboxykinase, Fructose-1,6-bisphosphatase, Glucose-6-phosphatase) katalysiert werden. Die G. verläuft zum großen Teil über die Zwischenstufen der Glykolyse (s. Abb.). Sie wird gehemmt durch Insulin, gesteigert durch Glucocorticoide, Glucagon u. Adrenalin.

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