Herz-Lungen-Transplantation

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    die kombinierte („en bloc“) Implantation von Herz u. Lunge eines Spenders in den Körper eines Empfängers. Erstmals wurde dieser Eingriff 1981 von B. A. Reitz (Stanford, USA) durchgeführt. Voraussetzung ist der Erhalt der links u. rechts vom Herzen verlaufenden Nn. phrenici des Empfängers, wodurch die Zwerchfellatmung garantiert wird. Ind.: schwerer pulmonaler (fixierter) Hypertonus, sekundäre Schädigung des Herzmuskels, zystische Pankreasfibrose. Nach negativen Erfahrungen mit der isolierten Lungentransplantation (Lecks im Bereich der Bronchusstümpfe, Nahtinsuffizienzen etc.) wurde in den letzten Jahren der kombinierten Herz-Lungen-Transplantation der Vorzug gegeben. Die Ergebnisse sind deutlich besser als bei einfacher Lungentransplantation. Limitierende Faktoren u. Komplikationen entsprechen denen der Herztransplantation. Die H. ist ebenso wie die Herztransplantation heute aus dem Versuchsstadium herausgetreten u. stellt bei entsprechender Indikation die Therapie der Wahl dar.

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