Hibernation, künstliche

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Hibernation
  • H., künstliche

  • Englischer Begriff: artificial hibernation

  • Fach: Anästhesiologie

(Laborit 1950) medikamentöse (durch Phenothiazine, Cocktail, lytischer) Dämpfung des Organismus, um bei einer „Aggression“ im Zusammenhang mit einer Verletzung, Operation, Infektion usw. durch zentrale u. periphere Hemmung autonomer Regulationsmechanismen (einschließlich Anlähmung des Wärmezentrums) eine homöostatische Regulation des Organismus zu gewährleisten: Abschwächung der durch Stressoren bedingten, oft überschießenden Kreislauf- u. Stoffwechselreaktionen (die sich z.B. in Schock, Fieber manifestieren) durch Senken von Blutdruck, Sauerstoffverbrauch u. Körpertemperatur (bis ca. 35 °C) auf ein Minimalniveau („Vita minima“). Die Anw. erfolgt z.B. als potenzierte Narkose, evtl. in Kombination mit Unterkühlung durch physikalische Mittel wie Eiswasserbad etc. (kontrollierte Hypothermie als Voll- oder Teilhibernation).

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