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Hirnödem

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  • Hirn|ödem

  • Englischer Begriff: brain edema; cerebral edema

„feuchte Volumenzunahme“ des Gehirns = Hirnschwellung, u. zwar allgemein oder örtlich begrenzt (z.B. – perifokal – um Tumoren, ischämische Insulte etc.). Als vasogenes oder gliovasales H. eine Schwellung der Astroglia (Astrozytenfortsätze) u. Erweiterung der Extrazellularräume (sog. interstitielles H. mit Ansammlung eiweißarmer oder -reicher Flüssigkeit nach Trauma). Das Gehirn ist blass, zeigt abgeflachte Hirnwindungen, verschmälerte Furchen, evtl. auch örtliche Gewebsuntergänge („Ödemnekrosen“); wird verursacht durch erhöhte Gefäßdurchlässigkeit infolge Schädigung der Blut-Hirn-Schranke durch Hirnischämie (Hirnhypoxie); verursacht Hirndruck. Als zytotoxisches H. (intrazelluläres H.; gliales H.) ein H. mit Schwellung der Astroglia vorwiegend der grauen Hirnsubstanz ohne Erweiterung des extrazellulären Raumes; wird verursacht durch Störung des Zellstoffwechsels mit Hemmung der Ionenpumpe (z.B. bei Urämie, Dialyse-Anw., Wasserintoxikation, bei Hirnischämie [H., ischämisches]), eine elektive Störung der Blut-Hirn-Schranke der Glia (Hemmung der „Ionenpumpe“; z.B. bei Anoxie, Azidose); evtl. als reines Markscheidenödem (Aufsplitterung der Myelinlamellen). S.a. Hirnschwellung.

  • H., ischämisches
    H. im Zusammenhang mit einer Hirnischämie zunächst als zytotoxische Hirnvolumenzunahme... (mehr)

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