Hypophysenadenom

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  • Hypo|physen|adenom

  • Englischer Begriff: pituitary adenoma

Abbildung

Adenom als Tumor des Hypophysenvorderlappens (HVL). Klassifik.: histol. unterschieden als basophiles H. (aus Betazellen), chromophobes H. (aus Gammazellen), eosinophiles H. (aus Alphazellen). Die morphologische Zuordnung erlaubt keine funktionelle Zuordnung. Klinik: Hormonaktive H. werden i.d.R. an den Zeichen der Hormonwirkung erkannt, z.B. ACTH bildendes Adenom mit Cushing-Syndrom, Wachstumshormon-bildendes mit Akromegalie, Prolactin bildendes mit Galaktorrhö, Amenorrhö bzw. Hypogonadismus-Zeichen; hormonell inaktive Tumoren machen sich im Allg. durch Zeichen der Raumforderung bemerkbar. Häufigstes Symptom sind Sehstörungen. Es entwickelt sich eine heteronyme, meist bitemporale (seltener binasale) Hemianopsie, die zunächst meist inkomplett ist. Diagn.: Röntgenologisch lassen sich Veränderungen der Sellaregion nachweisen; ein Chiasmasyndrom mit langsamer Entwicklung der typischen beidseitigen primären Optikusatrophie tritt auf. Ferner endokrinologische Untersuchungen, Computer-, Kernspintomographie (s. Abb.), präoperative Angiographie. Ther.: operative Tumorentfernung; bei frühzeitiger Operation ist die Rückbildung von Gesichtsfeldausfällen möglich.

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