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  • Adiponecrosis subcutanea neonatorum
    Adiponecrosis
    • A. subcutanea neonatorum

    • Englischer Begriff: subcutaneous a. in infants

    die „symmetrische Fettgewebssklerose des jungen Säuglings“. Nekrose des subkutanen Fettgewebes bei reifen (meist bei hohem Geburtsgewicht) Neugeborenen. Ab der 2.–3. Wo. entstehen an Körperstellen, die bei der Geburt hohem Druck ausgesetzt waren (oft obere Rückenpartien), plattenförmig verbackene, schmerzlose Infiltrate des Unterhautgewebes (Granulom mit Fettsäurenadeln). Spontane Rückbildung.

  • Adiposalgia
    • Adipos|algia

    • Englischer Begriff: adiposalgia

    Schmerzhaftigkeit des Unterhautfettgewebes; z.B. bei Adipositas dolorosa.

  • Adipositas
    • Adipo|sitas

    • Synonyme: Obesitas; Fettleibigkeit

    • Englischer Begriff: obesity; adiposity; adipositas

    meist generalisierte Vermehrung des Fettgewebes u. übermäßige Körpergewichtserhöhung infolge positiver Energiebilanz. Richtwerte für das Körpergewicht orientierten sich früher an der Broca-Formel; heute am Bodymass-Index (BMI): Übergewicht 25,0–29,9 kg/m2; Adipositas > 29,9 kg/m2. Ätiol.: multifaktoriell; kann Folge übermäßiger Nahrungsaufnahme, psychosomatisch bedingt, Symptom genetisch bedingter Stoffwechselerkrankungen sein (u.a. Prader-Labhardt-Willi-Syndrom, Laurence-Moon-Biedl-Syndrom). Als bevorzugte Fettablagerung der viszeralen Organe Bestandteil des metabolischen Syndroms (Syndrom X). Klinik: Bei übermäßiger Zufuhr von Nahrungsfett u. Fettsäuren kommt es zu Leberzellverfettung, Fettleber sowie sekundären Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Serumlipoproteinkonzentrationen. Ther.: zunächst Einschränkung der Kalorienzufuhr unter Sicherstellung des essentiellen Nährstoffbedarfs; langfristig Ernährungsumstellung mit Reduktion der Fettzufuhr u. Steigerung der körperl. Aktivität. Begleitend evtl. Verhaltensmodifikationstraining. Bei der sek. Form Behandlung der Grundkrankheit. Kompl.: Bei einem BMI > 37 sind Begleit- u. Folgekrankheiten häufig. Sie betreffen Stoffwechsel (Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie, Hyperurikämie), Herz-Kreislauf-System (Hypertonie, Herzinsuffizienz, chron. ischämische Herzkrankheit, Varikosis, Thrombophlebitis), Bewegungsapparat (Arthrose), Atmungsorgane (alveoläre Hypoventilation, Schlaf-Apnoesyndrom).

  • Adipositas cordis
    Adipositas
    • A. cor|dis

    • Englischer Begriff: fatty heart

    Lipomatosis cordis.

  • Adipositas dolorosa
    Adipositas
    • A. dolo|rosa

    • Synonyme: A. tuberosa simplex; Dercum-Krankheit

    • Englischer Begriff: Dercum's disease

    schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste (knotenähnlich) des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Adynamie, depressiven Störungen. V.a. bei Frauen in der Menopause.

  • Adipositas e vacuo
    Adipositas
    • A. e vacuo

    • Englischer Begriff: adipositas ex vacuo

    Vakatfettwucherung.

  • Adipositas-Gen
    • Englischer Begriff: obese gene; ob gene

    s.u. Leptin.

  • Adipositas-Hyperthermie-Oligomenorrhö-Parotis-Komplex

      in der Regio infundibularis des Hypothalamus lokalisierbare Regulationsstörung mit den durch die Bez. ausgedrückten Symptomen.

    • Adiposom
      • Adipo|som

      Liposom.

    • adiposus
      • adi|po|sus

      • Synonyme: adipös

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: adipose; obese

      fettreich, verfettet (Lipomatose), fettleibig (Adipositas).

    • Adipozele
      • Adipo|zele

      • Englischer Begriff: adipocele

      Eingeweidebruch mit Fettgewebe als alleinigem Bruchinhalt; s.a. Liparozele.

    • Adipozyt
      • Adipo|zyt

      • Englischer Begriff: adipocyte; fat cell

      • Fach: Zytologie

      Fettzelle.

    • Adipsie
      • Adip|sie

      • Englischer Begriff: adipsia; adipsy

      • Fach: Neurologie

      „Durstlosigkeit“, fehlendes Bedürfnis nach Flüssigkeitsaufnahme.

    • Aditus
      • Adi|tus

      • Englischer Begriff: aditus

      Zugang.

    • Adiuretika
      • Adiuretika

      • Fach: Pharmazie

      ältere Bez. für Antidiuretika; die Harnflut (z.B. bei Diabetes insipidus) hemmende Stoffe (z.B. Vasopressin = Adiuretin).

    • Adiuretin
      • Adi|ure|tin

      • Englischer Begriff: antidiuretic hormone

      Vasopressin.

    • Adjuvans
      • Adjuvans

      • 1)
        in Arzneimittelpräparaten ein selbst unwirksamer, aber die Wirkung der... (mehr)
      • 2)
        eine die immunogene (sensibilisierende) Wirkung eines Antigens verstärkende... (mehr)
    • Adjuvans 1)
      Adjuvans
      • 1)

      in Arzneimittelpräparaten ein selbst unwirksamer, aber die Wirkung der anderen Komponenten fördernder Bestandteil.

    • Adjuvans 2)
      Adjuvans
      • 2)

      • Englischer Begriff: adjuvant

      eine die immunogene (sensibilisierende) Wirkung eines Antigens verstärkende Substanz; z.B. Freund-Adjuvans.

    • adjuvant
      • adjuvant

      unterstützend.

      • a. Therapie
        alle tumorwirksamen Maßnahmen, die zusätzlich zu den falltypischen Krebsoperationen... (mehr)
    • adjuvante Therapie
      adjuvant
      • a. Therapie

      alle tumorwirksamen Maßnahmen, die zusätzlich zu den falltypischen Krebsoperationen zur Anw. kommen, v.a. die medikamentösen, systemischen Maßnahmen zytostatischer oder endokriner Art (s.u. Chemo- bzw. Hormontherapie), aber auch Strahlentherapie; Ziel ist die Vernichtung von Mikrometastasen, die sich wegen ihrer Kleinheit der Diagnostik entziehen, jedoch bei Patienten aus Risikokollektiven statistisch wahrscheinlich sind (z.B. beim Mammakarzinom).

    • Adler-Theorie
      • Adler-Theorie

      • Englischer Begriff: Adler's theory

      • Biogr.: Alfred A., 1870–1937, Neurologe, Wien

      Individualpsychologie.

    • ADM

        Abk. für Adriamycin (Doxorubicin).

      • Adminiculum
        • Ad|miniculum

        • Englischer Begriff: adminiculum

        zusätzliches Sehnenband an bestimmten Muskelansätzen, z.B. zwischen Linea alba der Rektusscheide u. der Symphyse.

      • Adnektomie
        • Ad|nektomie

        • Fach: Gynäkologie

        Adnexektomie.

      • Adnexa
        • Ad|nexa

        • Synonyme: Adnexe

        • Englischer Begriff: appendages

        Anhangsgebilde.

        • A., männliche
          für Samenbläschen, Samenleiter, Prostata, Hoden, Nebenhoden... (mehr)
        • A. oculi
          Augenanhangsgebilde (äußere Augenmuskeln, Lider, Tränenapparat)... (mehr)
        • A., weibliche
          Eileiter, Eierstock, Epoophoron einschließlich ihrer Bänder u. Peritoneumanteile... (mehr)
      • Adnexa oculi
        Adnexa
        • A. oculi

        • Englischer Begriff: ocular adnexae

        Augenanhangsgebilde (äußere Augenmuskeln, Lider, Tränenapparat).

      • Adnexalgie
        • Ad|nex|algie

        • Fach: Gynäkologie

        Pelipathia vegetativa.

      • Adnexe, maennliche
        Adnexa
        • A., männliche

        für Samenbläschen, Samenleiter, Prostata, Hoden, Nebenhoden.

      • Adnexe, weibliche
        Adnexa
        • A., weibliche

        Eileiter, Eierstock, Epoophoron einschließlich ihrer Bänder u. Peritoneumanteile.

      • Adnexektomie
        • Ad|nex|ektomie

        • Synonyme: Adnektomie

        • Englischer Begriff: adnexectomy; salpingo-oophorectomy

        • Fach: Gynäkologie

        die ein- oder beidseitige operative Entfernung der weiblichen Adnexe, komplett als Salpingo-Oophorektomie.

      • Adnexektomie, pelviskopische
        Adnexektomie
        • A., pelviskopische

        A. als Eingriff unter Anw. der Pelviskopie.

      • Adnexitis
        • Ad|ne|xi|tis

        • Englischer Begriff: adnexitis

        Abbildung

        ein- oder beidseitige Entzündung der weiblichen Adnexe. Meist durch aufsteigende bakterielle Infektion z.B. durch Clamydien (Abb.), als spezifische A. insbesondere die Adnextuberkulose. Die akute A. mit Fieber, Spontan- u. Druckschmerz, peritonealen Reizerscheinungen; die chronische A. mit Menorrhagien, krampfartigen Schmerzen, Ausfluss (Fluor), evtl. auch Sterilität.

      • Adnexitis des Mannes
        Adnexitis
        • A. des Mannes

        v.a. die Entzündung von Prostata und Samenblasen (Spermatozystitis).

      • Adnextuberkulose
        • Adnex|tuberkulose

        • Englischer Begriff: adnexal tuberculosis

        produktive oder exsudative Tuberkulose der weiblichen Adnexe (= tuberkulöse Adnexitis) als häufige Teilerscheinung der „oberen“ Genitaltuberkulose, meist als beidseitige Endosalpingitis (tuberculosa); v.a. hämatogen (bei Lungen-Tbk), selten lymphogen (vom Darm her). – Gefahr der Sterilität.

      • Adnextumor
        • Adnex|tumor

        • Englischer Begriff: adnexal tumor

        • Fach: Gynäkologie

        geschwulstartige Vergrößerung der weiblichen Adnexe (z.B. als Pyo-, Hämatosalpinx) mit aufgehobener Abgrenzbarkeit des Eileiters u. Eierstockes als Tastbefund; entzündlich bedingt, aber auch bei Endometriose, Neoplasma.

      • Adoleszentenkyphose
        • Adoles|zenten|kyphose

        • Englischer Begriff: juvenile kyphosis

        • Fach: Orthopädie

        Scheuermann-Krankheit.

      • Adoleszentenskoliose
        • Adoles|zenten|skoliose

        Skoliose, die zwischen der Pubertät u. dem Ende des Skelettwachstums auftritt; wird vorwiegend bei Mädchen beobachtet.

      • Adoleszentenstruma
        • Adoles|zenten|struma

        • Englischer Begriff: juvenile goiter

        in der Adoleszenz auftretende euthyreote Struma diffusa (parenchymatös oder mikrofollikulär) infolge Jodmangels: Manifestation als Folge der Adoleszenz. Behandlung durch Jodidsubstitution erforderlich.

      • Adoleszenz
        • Adoles|zenz

        • Englischer Begriff: adolescence

        Lebensphase des Heranwachsens, das „Jugendalter“ zwischen Pubertätsbeginn u. Erwachsenenalter (♂ 14.–25., ♀ 12.–21. Lebensjahr).

      • Adonis vernalis
        • Adonis vernalis

        • Synonyme: Frühlingsadonisröschen

        • Englischer Begriff: adonis (plant)

        Abbildung

        Art aus der Gattung Adonisröschen, einem Hahnenkrautgewächs [Ranunculaceae]. Seine während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile (Adoniskraut = Herba Adonidis vern.) enthalten über 20 herzwirksame Glykoside (z.B. Adonidin, Adonitoxin [mit Convallatoxin isomer], Cymarin). Anw. bei Herzinsuffizienz leichten Grades (NYHA I–II). Kontraind.: Therapie mit Digitalisglykosiden, Kaliummangel; Interaktionen mit Chinidin, Calcium, Saluretika, Laxanzien u. Glucocorticoiden.

      • Adonisröschen
        • Adonis|rös|chen

        • Synonyme: Adonis

        s.u. Adonis vernalis.

      • ADP
        • ADP 1)
          ADP
          • 1)

          • Fach: Biochemie

          Abk. für Adenosindiphosphat.

        • ADP 2)
          ADP
          • 2)

          • Fach: Endokrinologie

          Abk. für antidiuretisches Prinzip (der Hypophyse).

        • adrenal
          • ad|renal

          • Englischer Begriff: adrenal

          die Nebenniere betreffend.

        • Adrenalektomie
          • Ad|renal|ektomie

          • Synonyme: Epinephrektomie

          ein- oder beidseitige operative Nebennierenentfernung bei Nebennierenadenom, -karzinom. Bilaterale A. bei ACTH-abhängigem Cushing-Syndrom, wenn die op. Sanierung des Hypophysenadenoms nicht möglich ist.

          • A., chemische
            die Drosselung der Nebennierenfunktion durch hoch dosierte Cortison- oder... (mehr)
        • Adrenalektomie, chemische
          Adrenalektomie
          • A., chemische

          • Synonyme: unblutige A.

          • Englischer Begriff: adrenalectomy

          die Drosselung der Nebennierenfunktion durch hoch dosierte Cortison- oder Prednisongaben (die ACTH-Hemmung u. NNR-Atrophie bewirken).

        • Adrenalin
          • Ad|re|na|lin

          • Synonyme: Epinephrin

          • Etymol.: latein.

          • Englischer Begriff: adrenaline; epinephrine

          Hormon, das in chromaffinen Zellen u.a. des Nebennierenmarks gebildet wird und wie das Noradrenalin zu den Catecholaminen gehört. Bindet an adrenerge Rezeptoren (Alpharezeptoren, Betarezeptoren) des Sympathikus und löst je nach Rezeptortyp unterschiedliche Effekte an verschiedenen Organsystemen aus, z.B. Regulation des Gefäßtonus (dosis- u. organabhängig) mit Blutdruckerhöhung, Herzfrequenz- u. Herzkraftsteigerung; Stoffwechselbeeinflussung (Beschleunigung der Glykogenolyse u. Lipolyse in Leber u. Skelettmuskel). Biosynthese: Aus L-Tyrosin entsteht über Dopa (Tyrosinhydroxylase) u. Dopamin (Dopadecarboxylase) Noradrenalin (Dopaminbetadecarboxylase), das von einer N-Methyltransferase (die von Glucocorticoiden induzierte Phenyläthanolamin-N-Methyltransferase) in Adrenalin umgesetzt wird. Die Freisetzung in das Blut (bei Stress bzw. als Notfallreaktion gesteigert) erfolgt aus dem Nebennierenmark durch Erregung von Nervenfasern. Der Abbau des in das Blut abgegebenen A. wie auch des Noradrenalins erfolgt durch Catechol-O-Methyltransferase (COMT) u. Monoaminooxidase (MAO), d.h. durch O-Methylierung bzw. Desaminierung zu Vanillinmandelsäure (3-Methoxy-4-hydroxymandelsäure), die im Harn auftritt; es wird aber auch in geringen Mengen unverändert durch die Nieren ausgeschieden. Pathol.: Beim Phäochromozytom wird A. (u. Noradrenalin) in großen Mengen gebildet. Therapeut. Anw.: stark verdünnt beim Herz-Kreislauf-Stillstand sowie bei anaphylaktoiden u. anaphylaktischen Reaktionen mit Schocksymptomatik; ferner zur Vermeidung von Blutungen (Vasokonstriktion) z.B. als Zusatz zu Lokalanästhetika (v.a. im Mund-/Kieferbereich; verlangsamt durch Vasokonstriktion die Resorption des Lokalanästhetikums in das Blut). S.a. Sympathomimetika.

        • Adrenalinämie
          • Ad|renalin|ämie

          Hyperadrenalinämie.

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