Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Affektkraempfe, respiratorische
    Affektkrämpfe
    • A., respiratorische

    • Englischer Begriff: affective respiratory spasms

    bei Kindern zwischen Ende des 1. Lj. u. dem 4. Lj. als „hysterischer“ Anfall vorkommende Krämpfe im Gefolge einer zornigen Erregung mit Geschrei, gelegentlich aber auch nach Schreck. Dem anfänglichen „Schreiweinen“ folgt ein exspiratorischer Atemstillstand, verbunden mit Zyanose, Augenverdrehen u. Um-sich-Schlagen sowie mit Nach-hinten-Umfallen, kurzer Bewusstlosigkeit u. Krämpfen. Die recht bedrohlich erscheinenden Symptome schwinden jedoch rasch nach einer tiefen Inspiration. – Gefahr der psych. „Fixierung“.

  • Affektkrämpfe
    • Affekt|krämpfe

    Steigerung affektiver Reaktionen zu Lach-, Wein-, Schreikrämpfen etc.

  • Affektlabilität
    • Affekt|labilität

    • Englischer Begriff: emotional lability; labile affect

    unausgeglichene Affektivität, d.h. vermehrte seelische Ansprechbarkeit sowie rasche Stimmungswechsel.

  • Affenfurche
    • Affen|furche

    • Englischer Begriff: simian crease

    umgangssprachlich für Vierfingerfurche.

  • Affenlücke
    • Affen|lücke

    die nur für die Milchzahnreihe physiologische „atavistische“ Lücke (Diastema) beidseits zwischen dem seitlichen Schneide- u. dem Eckzahn bzw. (am Unterkiefer) zwischen Eckzahn u. 1. Milchzahnmolaren.

  • Affenpocken
    • Affen|pocken

    s.u. Monkeypox-Virus.

  • afferens
    • affe|rens

    • Synonyme: afferent

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: afferent

    zuführend, dem ZNS Impulse zuleitend. Bei Impulsleitung von den Eingeweiden oder deren Schleimhäuten sowie von Endorezeptoren als viszeroafferent bezeichnet, bei Impulsherkunft von Rezeptoren der Oberflächenstrukturen des Körpers als somatoafferent. S.a. Afferenz

  • Afferent-loop-Syndrom
    • Afferent-Loop-Syndrom

    • Synonyme: Afferen|titis; Afferentopathie

    Syndrom der zuführenden Schlinge.

  • Afferenz
    • Afferenz

    • Englischer Begriff: afference

    dem Zentralnervensystem (ZNS) zuströmende Erregung; auch die entsprechende Nervenleitungsbahn vom peripheren nervösen Empfindungsorgan (Rezeptor) zum ZNS.

  • Affinität
    • Affinität

    • Etymol.: latein. = [durch Heirat entstandene] Verwandtschaft

    • Englischer Begriff: affinity

    Neigung von Stoffen, sich anzulagern oder zu verbinden, z.B. chem von Atomen, Molekülen, immun einem Antigen u. dem spezif. Antikörper, histol von Farbstoffen u. bestimmten Geweben, pharm von Arzneimitteln u. Membranrezeptoren.

  • Affinitätschromatographie
    • Affinitäts|chromato|graphie

    • Englischer Begriff: affinity chromatography

    s.u. Chromatographie.

  • affixus
    • affixus

    • Etymol.: latein.

    angeheftet; z.B. Pars affixa = Area nuda der Leber.

  • affiziert
    • affiziert

    • Englischer Begriff: affected

    • Fach: Pathologie

    krankhaft befallen (u. verändert); psych emotional betroffen.

  • AFI
    • Etymol.: engl.

    • Fach: Geburtshilfe

    • 1)
      sonographisch ermittelter Parameter zur Beurteilung der Fruchtwassersmenge... (mehr)
    • 2)
      Amnionauffüllung... (mehr)
  • AFI 1)
    AFI
    • 1)

    • Synonyme: Abk. für amniotic fluid index

    sonographisch ermittelter Parameter zur Beurteilung der Fruchtwassersmenge. Wird im letzten Schwangerschaftsdrittel bestimmt und gibt Hinweise auf vermehrtes (Hydramnion) oder vermindertes Fruchwasser (Referenzbereich: 8–18 cm).

  • AFI 2)
    AFI
    • 2)

    • Synonyme: Abk. für amniotic fluid installation

    Amnionauffüllung.

  • Afibrinogenämie
    • Afibrinogen(äm)ie

    • Englischer Begriff: afibrinogenemia

    • Fach: Hämatologie

    ein Eiweißbildungsfehler (Defektproteinämie) mit Fehlen des Fibrinogens im Blut, klinisch manifestiert als Hämophilie-ähnliche Blutungsneigung mit stark verzögerter bis aufgehobener Blutgerinnung („Minuskoagulopathie“). Als angeborene A. (autosomal-rezessiv erbliche Störung; mit Mangel an Fibrinogen für die Plättchenaggregation und die Fibrinbildung) oder erworbene A., z.B. bei Störung der Fibrinogenbildung bei Leberparenchymschaden und Knochenmarktumoren oder bei vermehrtem peripherem Fibrinogenverbrauch, z.B. bei Blutungen, Verbrauchskoagulopathien. S.a. Hypofibrinogenämie.

  • Aflatoxine
    • Afla|toxine

    • Englischer Begriff: aflatoxins

    Gifte (Difuran-Cumarin-Derivate) des Pilzes Aspergillus flavus, die in verschimmelten Speisen vorkommen, im Körper nicht abbaubar sind u. in der Leber gespeichert werden; starke potentielle Kanzerogene.

  • AFND

      Abk. für akute febrile neutrophile Dermatose (Sweet-Syndrom).

    • AFP
      • Synonyme: Abk. für Alpha-Fetoprotein

      • Englischer Begriff: AFP

      ein Eiweißkörper (Glykoprotein), der als Tumormarker verwendet wird. Fetal gebildet in Dottersack, Leber, Magen-Darm-Trakt (hier auch beim Erwachsenen). Physiologische Blutspiegelerhöhung bei Schwangeren (auch im Fruchtwasser) u. Kindern im 1. Lj., pathologisch erhöht bei Tumoren, v.a. bei primärem Leberzellkarzinom u. bei Keimzelltumoren (Hoden, Ovar, extragonadal); leicht erhöhte Serumkonzentrationen bei allen Zuständen mit vermehrter Zellproliferation möglich (z.B. chron. Lebererkrankungen, Hämochromatose).

    • Afrikanischer Milchstern
    • After
      • After

      • Englischer Begriff: anus

      Anus; s.a. Anal..., Prokt...

    • After-drop
      • After-Drop

      • Etymol.: engl.

      Abfall der Körpertemperatur trotz externer Wiedererwärmungsmaßnahmen. Die daraufhin einsetzende Vasodilatation bewirkt einen erhöhten Fluss von kaltem Blut aus der Körperperipherie in den zentralen Kreislauf; kann Herzrhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern verursachen.

    • Afterbucht

        Einstülpung des Ektoderms am hinteren Pol der Embryonalanlage.

      • Afterjucken
        • After|jucken

        • Englischer Begriff: anal itching

        Pruritus ani.

      • Afterload
        • After|load

        • Etymol.: engl. = Nachlast, -belastung

        • Fach: Kardiologie

        die (gegen den Gefäßwiderstand) bei der Herzkammerentleerung (Austreibungsperiode) von der Ventrikelwand zu erbringende Kraft, deren Ausmaß v.a. vom diastol. Druck in der Aorta bzw. im Truncus pulmonalis abhängt, somit also vom peripheren Widerstand des großen bzw. kleinen Kreislaufs. – Ggs. Preload (Füllungsdruck).

      • Afterloading
        • After|loading

        • Etymol.: engl.

        • Fach: Radiologie

        Nachladetechnik in der Strahlentherapie.

      • Afterschließmuskel
        • After|schließmuskel

        Musculus sphincter ani (internus et externus).

      • AG
        • Synonyme: Ag

        • Fach: Serologie

        Abk. für Antigen.

      • Ag

          Kurzform für chem Argentum (= Silber), immun Antigen.

        • Agalaktie
          • A(ga)lak|tie

          • Synonyme: Aga|la|sie

          • Englischer Begriff: agalactia

          Fehlen der Milchsekretion in der Stillperiode (Laktation); bei Entwicklungsstörung der Brust sowie bei Zwischenhirn-Hypophysen-Störungen. Meist nur als scheinbare A. (Hypogalaktie) infolge Fehlens des Saugreizes.

        • Agalsidase
          • Englischer Begriff: agalsidase

          humane α-Galaktosidase A; Anw. zur Enzym-Ersatz-Ther. bei Fabry-Syndrom. A. alfa wird gentechnisch in einer menschlichen Zellreihe hergestellt, während A. beta in Hamster-Ovarialzellen hergestellt wird.

        • agam
          • agam

          • Englischer Begriff: agamic; agamogenetic

          ungeschlechtlich; sich asexuell vermehrend (Agamogenie).

        • Agammaglobulinaemie, kongenitale geschlechtsgebundene Typ Bruton
          Agammaglobulinämie
          • A., kongenitale (geschlechtsgebundene) (Typ Bruton)

          • Englischer Begriff: X-linked a.

          (1952) eine X-chromosomal rezessiv erbliche A. („plasmozytäre hereditäre Dysgenesie“); Immundefekt infolge einer Bildungsstörung aller Immunglobulinklassen mit Fehlen der für die Antikörperbildung wichtigen Plasmazellen; führt zu Abwehrschwäche (Antikörpermangelsyndrom) mit schwer verlaufenden (meist bakteriellen) Infekten; T-Zellen meist normal.

        • Agammaglobulinaemie, Schweizer Typ
          Agammaglobulinämie
          • A., Schweizer Typ

          • Englischer Begriff: Swiss type a.

          seltener, autosomal-rezessiv erblicher schwerer kombinierter Immundefekt mit völligem Fehlen der Gammaglobuline u. des lymphatischen Gewebes sowie der B- u. T-Lymphozyten; hohe Infektanfälligkeit v.a. für virale u. opportunistische Infektionen; Therapie: Knochenmarktransplantation. In den Familien können ungeklärte Todesfälle im 1. Lj. einen Hinweis geben.

        • Agammaglobulinämie
          • Agamma|globulin|ämie

          • Englischer Begriff: agammaglobulinemia

          teilweiser (Hypogammaglobulinämie) oder vollständiger Mangel an Gammaglobulin (Immunglobuline). Entweder erworben (sekundäre A.) oder als angeborene Störung der B-Lymphozyten- bzw. Plasmazellen-Reihe, evtl. kombiniert mit T-Zellen- bzw. Stammzellen-Defekt (dann als schwerer kombinierter Immundefekt, wichtigste Form ist die A., Schweizer Typ); ferner als Hypogammaglobulinämie beim Mangel an Transcobalamin II.

        • Agamogenie
          • Agamo|genie

          • Synonyme: Apomixis

          • Englischer Begriff: agamogenesis

          „ungeschlechtliche“ oder „vegetative“ Fortpflanzung, die Vermehrung ohne Befruchtung, im einfachsten Fall durch Kern- u. Zellteilung.

        • aganglionär
          • agan|glio|när

          • Englischer Begriff: aganglionic

          • Fach: Pathologie

          mit Ganglienzellmangel; s.u. Aganglionosis.

        • Aganglionosis
          • Agan|glio|nosis

          • Englischer Begriff: aganglionosis

          fehlende Entwicklung der Ganglien bzw. der entsprechenden Nervenplexus einer Hohlorganwand. Vorkommen z.B. als „aganglionäres Darmsegment“, ein Darmabschnitt mit angeborenem Defekt der Ganglien des Plexus myentericus u. submucosus, das durch Erhöhung des Muskeltonus relativ eng gestellt u. ohne Peristaltik ist; z.B. im unteren Dickdarm bei aganglionärem Megakolon (= Hirschsprung-Krankheit). – Analoge Defekte auch in der Speiseröhrenwand (Aperistalsis oesophagi), Harnleiterwand (Megaureter) etc.

        • Agar-Agar
          • Agar(-Agar)

          • Englischer Begriff: agar (-agar)

          (malaiisch) getrockneter, in Fäden geschnittener Schleim aus roten Meeresalgen [Rhodophyceae]; hochmolekulare Galaktoside; löst sich nach Quellen unter Erwärmen in Wasser u. erstarrt nach Abkühlen transparent noch in 0,5%iger Lsg. zu einem Gel. Anw. als Abführ- u. Füllmittel, Arzneiträger, Nährboden (Nähragar), Medium für Agar-Diffusionstest.

        • Agar-Gel-Diffusionstest
          • Agar(-Gel)-Diffusionstest

          • Englischer Begriff: agar diffusion test

          immun Verfahren mit Agar-Gel oder Agarose-Gel als Diffusionsmedium, z.B. als Hemmhoftest, Guthrie-Test, als eindimensionale u. als zweidimensionale Immunodiffusion; s.a. Ouchterlony-Technik (Agar-Gel-Doppeldiffusion, AGD).

        • Agarose
          • Aga|rose

          • Englischer Begriff: agarose

          ein gelierfähiges Polysaccharid aus Agar.

        • AGE
          • Synonyme: Abk. für advanced glycosylation end-products

          • Etymol.: engl.

          heterogene Gruppe von Verbindungen, die unter Einwirkung reduzierender Zucker aus Eiweiß oder Aminosäuren entstehen u. mit Alterungsprozessen, Niereninsuffizienz u. diabetischen Spätkomplikationen in Zusammenhang gebracht werden.

        • Agenesia
          • Age|ne|sia

          • Synonyme: Agenesie; Agenesis

          • Englischer Begriff: agenesis

          völliges Fehlen eines Organs infolge nicht vorhandener Organanlage. Extreme Form der Entwicklungshemmung, liegt zeitlich vor der Aplasie. Unterscheidung notwendig, da z.T. andere Fehlbildungskombinationen möglich.

        • Agenesis abdominalis
        • Agenesis corporis callosi
          Agenesia
          • A. corporis callosi

          • Englischer Begriff: callosal a.

          Balkenmangel.

        • Agenesis corticalis
          Agenesia
          • A. corticalis

          Hirnrinden-, insbes. Pyramidenzellenmangel; ist Ursache der infantilen zerebralen Paralyse.

        • Agenesis ovarii
          Agenesia
          • A. ovarii

          • Englischer Begriff: ovarian a.

          ein meist Chromatin-negativer, äußerlich weiblicher Intersextyp (s.u. Intersexualität), bei dem keine Eierstöcke ausgebildet (Anovarie) und die Eileiter, Gebärmutter u. Scheide unterentwickelt sind. Beim Ullrich-Turner-Syndrom mit Kleinwuchs u. Fehlbildungen.

        • Agenitalismus
          • Agenita|lismus

          • Englischer Begriff: agenitalism

          Fehlen der Geschlechtsorgane. S.a. Agonadismus.

        • Agens
          • Agens

          • Englischer Begriff: agent

          (Pl.: Agentia, Agenzien) wirkendes Mittel, wirksames Prinzip; auch Krankheitserreger, krankheitserregender Stoff/Wirkung.

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