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  • Alkoholschäden 2)
    Alkoholschäden
    • 2)

    als periphere Schäden Alkoholpolyneuropathie, Myopathien (Muskelschwellungen, proximal betonte Schwäche u. Atrophie der Gliedmaßenmuskulatur; zugleich meist deutlicher tox. Leberschaden), Neuromyopathie (Kombination von Alkoholpolyneuropathie u. alkohol. Myopathie).

  • Alkoholschäden 3)
    Alkoholschäden
    • 3)

    Schäden bei Kindern von Eltern mit chronischem Alkoholismus: Alkoholembryopathie.

  • Alkoholschmerz
    • Alkohol|schmerz

    s.u. Hodgkin-Krankheit.

  • Alkoholspiegel im Blut
    • Alkohol|spiegel im Blut

    Blutalkohol.

  • Alkoholtremor
    • Alkohol|tremor

    • Englischer Begriff: alcoholic tremor

    der für den chronischen Alkoholismus typische Tremor (v.a. Händezittern als Ruhe-, Intentionstremor). Ist Teilsymptom des Alkoholdelirs.

  • Alkyl
    • Alkyl

    • Englischer Begriff: alkyl

    Bez. für aliphatische Radikale, z.B. für die Methyl-, Äthyl-Gruppe.

  • Alkylanzien
    • Alkylanzien

    • Synonyme: alkylierende Substanzen

    • Englischer Begriff: alkylating agents

    als Zytostatika eingesetzte Stoffe, die mit ihren aktiven Gruppen mit zahlreichen Makromolekülen im Zellplasma u. Zellkern reagieren (diese alkylieren = Alkylgruppen einführen). Wirkung: Durch Vernetzung der DNS-Stränge u. Veränderung der Purinbasen der DNS werden der Zellmetabolismus gestört u. die Verdoppelung der DNS in der S-Phase behindert. Wirkst.: u.a. Busulfan, Chlorambucil, Cyclophosphamid, Ifosfamid, Estramustin, Melphalan. NW: u.a. Myelotoxizität, Übelkeit, Erbrechen, Alopezie, Zystitis durch Cyclophosphamid, Lungenfibrose durch Busulfan u. Melphalan

  • Alkyldimethylethylbenzylammoniumchlorid
    • Alkyl|dimethyl|ethyl|benzyl|ammoniumchlorid

    Desinfektionsmittel zur Flächendesinfektion.

  • Alkylphosphate
    • Alkyl|phosphate

    Phosphorsäureester.

  • ALL

      Abk. für akute lymphatische Leukämie.

    • all-trans-Retinsäure
      • Synonyme: ATRA (Abk.)

      Tretinoin als Hemmstoff der Angiogenese. Anw. versuchsweise zur Leukämiebehandlung.

    • Allachaesthesie, akustische
      All(ach)ästhesie
      • A., akustische

      • Englischer Begriff: auditory a.

      Störung des Richtungshörens durch Hördauer- oder Tonhöhendifferenzen zwischen li. u. re. Ohr.

    • Allachästhesie
      • All(ach)|äs|thesie

      • Englischer Begriff: all(ach)esthesia

      • Fach: Neurologie

      Sensibilitätsstörung mit der Unfähigkeit, Berührungs-, Schmerz- oder Temperaturreize örtlich korrekt zuzuordnen. Vorkommen z.B. bei Tabes dorsalis. S.a. Allocheirie.

      • A., akustische
        Störung des Richtungshörens durch Hördauer- oder Tonhöhendifferenzen zwischen... (mehr)
    • Allan-Herndon-Dudley-Syndrom
      • Allan-Herndon-Dudley-Syndrom

      X-gebunden-rezessiv erbliches (bei ♂ auftretendes) Krankheitsbild mit geistiger Behinderung, muskulärer Hypotonie u. Sprachverzögerung.

    • Allantiasis
      • Al|lan|tia|sis

      Wurstvergiftung (Botulismus).

    • Allantoin
      • Allantoin

      • Synonyme: 5-Ureidohydantoin

      • Englischer Begriff: allantoin

      pflanzlicher Naturstoff u. Endprodukt des intermediären Purin-Abbaues (Urikolyse) der Säuger (außer bei Primaten; auch nicht Menschen). pharm Anw. als Wundbehandlungsmittel, wirkt granulationsfördernd u. keratolytisch.

    • Allantois
      • Al|lan|to|is

      • Englischer Begriff: allantois

      Abbildung

      embryonaler Harnsack, Ausstülpung des hinteren Darmendes bei den Amnioten u.a. zur Sammlung des Urnierenharns. Bei den Plazentaliern ausgeformt als in den Haftstiel vorgetriebenes Bläschen, das hinter dem Dottersack angelagert ist (A.-Divertikel). Dieses dient der Gefäßbildung im Chorion (Allantochorion), dem entstehenden embryonalen A.-Kreislauf. Er besteht aus je zwei Arterien u. Venen (von denen eine als Vena umbilicalis in der Nabelschnur erhalten bleibt) und löst den Dottersackkreislauf ab (Abb.). S.a. Keimblatt.

    • Allel
      • Al|lel

      • Synonyme: Allelomorph

      • Englischer Begriff: allele

      • Fach: Genetik

      (Johannsen 1909) die mutationsbedingt abweichende (= alternative) Zustandsform eines Gens (das in der zuerst bekannten Konfiguration als Wildtyp- = Normal-Allel bezeichnet wird). Es bildet – an einen typischen Genort gebunden – bei diploiden Individuen mit dem ihm zugeordneten Partnergen des identischen Genlocus des homologen Chromosoms ein gleiches oder ungleiches Allelenpaar (Homo-, Heterozygotie). Es kommt innerhalb einer Population in vielfältiger Konfiguration vor (multiple Allele) u. führt zu identischen (= Pleiotropie) oder – z.B. als Blutgruppen-Allel – zu verschiedenen Erscheinungsformen = Phänotypen (Allelomorphismus).

    • Allemann-Syndrom
      • Allemann-Syndrom

      • Biogr.: Richard A., 1893–1958, Urologe, Zürich

      Doppelniere u. Trommelschlägelfinger als seltene erbliche Bildungsstörung.

    • Allen
      • Allen

      • Biogr.: 1) Dudley Peter A., 1852–1915, Cleveland; 2) Willard Myron A., geb. 1904, Gynäkologe, St. Louis

    • Allen-Masters-Syndrom
      Allen
      • A.-Masters-Syndrom

      • Englischer Begriff: Allen-Masters syndrome

      • Biogr.: Willard Myron A.

      Masters-Allen-Syndrom.

    • Allen-Syndrom
      • (van-)Allen-Syndrom

      • Englischer Begriff: van Allen syndrome

      der autosomal-dominant erbliche „Iowa-Typ“ (Typ III) der Amyloidpolyneuropathie; beginnt im mittleren Lebensalter an Armen u. Beinen (evtl. Tetraparese); ferner nephropathisch bedingte Hypertonie, Proteinurie u. Rest-N-Erhöhung, Hyperkaliämie, erscheinungsfreie Hepatomegalie, peptisches Duodenalulkus.

    • Allen-Test
      Allen
      • A.-Test

      • Biogr.: Dudley Peter A.

      Abbildung

      Untersuchungsmethode zur Diagnostik akraler Durchblutungsstörungen der Hand. Wird bei der Faustschlussprobe jeweils nur die Arteria radialis oder ulnaris bei weiter bestehender Kompression der jeweils anderen Arterie freigegeben, so lässt sich zwischen akralen Durchblutungsstörungen im Gebiet der A. radialis bzw. A. ulnaris unterscheiden. Bei Verschluss des nicht komprimierten Gefäßes kommt es zum diffusen Abblassen der Handinnenfläche. Der Test sollte vor einer Gefäßkatheterisierung von der A. radialis aus durchgeführt werden, um eine ausreichende Versorgung der Hand im Falle eines Verschlusses der A. radialis zu gewährleisten. S.a. Abb.

    • Allenthese
      • All|en|these

      alloplastische Endoprothese.

    • Allergen
      • All|er|gen

      • Englischer Begriff: allergen

      Allergie auslösender Stoff, der vom Immunsystem als fremd erkannt wird u. dadurch eine Überempfindlichkeit des Körpers verursacht. Je nach Herkunft unterscheidet man tierische, pflanzliche u. chemische A., wobei fast jede Umweltsubstanz eine Allergie auslösen kann. Zu den häufigsten A. gehören Aeroallergene sowie Nahrungsmittel- oder Kontaktallergene.

    • Allergenextrakt
      • Allergen|extrakt

      • Englischer Begriff: allergenic extract

      durch Extrahierung relevanter Fraktionen aus Allergenträgern gewonnene Test- u. Hyposensibilisierungssubstanzen.

    • Allergenkarenz
      • Allergen|karenz

      • Englischer Begriff: avoidance of allergen(s)

      Meidung, Ausschaltung von Allergenen, z.B. Eliminationsdiät, Aufenthalt in allergenfreier Umgebung.

    • Allergentestung
      • Allergen|testung

      • Englischer Begriff: allergen test(ing)

      Diagnostik zur Allergen-Analyse u./oder zum Antikörpernachweis; erfolgt durch Exposition des Organismus gegen Allergen(e); v.a. als Epikutan-, Skarifizierungs-, Intrakutan-, Provokationstest, Karenzprobe, Prausnitz-Küstner-Reaktion. Als große Allergenprobe (Hansen) eine Hauttestung mit 25–30 Allergen-Extrakten. Ferner Reagenzglastests, z.B. als RAST, ferner als Lymphozytentransformations-, Makrophagenmigrationshemm-, Basophilen-, Mastzellendegranulationstest.

    • Allergie
      • All|er|gie

      • Englischer Begriff: allergy

      Abbildung

      (Pirquet 1906) spezifische Änderung der Immunitätslage im Sinne einer krank machenden Überempfindlichkeit, meist gegen exogene, nicht infektiöse Stoffe. A. richten sich gegen meist unschädliche Umweltstoffe, die von außen mit dem Körper in Kontakt treten (Allergen). Können sich in nahezu allen Organen manifestieren, am häufigsten betroffen sind Haut u. Schleimhäute. Verschiedene klinische Zustandsbilder sind z.B. anaphylaktischer Schock, allergische Rhinokonjunktivitis, Urtikaria, Serumkrankheit, allergische Vaskulitis u. Alveolitis, Kontaktekzem, allergisches Asthma, Arzneimittelallergien. Formen: vier Typen nach Coombs u. Gell: IgE-vermittelte Soforttypreaktion (Typ I); zytotoxische Reaktion (Typ II); Immunkomplexreaktion (Typ III); zelluläre Überempfindlichkeit (Typ IV); s. Abb.; Reaktionstypen.

    • Allergie-Diät
      • Allergie-Diät

      • Englischer Begriff: hypoallergenic diet

      gezielte Auswahl von Nahrungsmitteln in der Ernährung zur Diagnostik, Therapie oder Prophylaxe von Nahrungsmittel-Überempfindlichkeiten. Durch diagnostische Diäten kann ermittelt werden, ob sich Beschwerden durch Weglassen von Nahrungsmitteln bessern (Eliminationsdiät) u. durch langsame Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel wieder auftreten (Suchdiät).

    • Allergie-Screening

        Testverfahren zur Diagnostik von Allergien; dabei wird die Reaktion auf mehrere Allergene gleichzeitig getestet (z.B. Inhalationsallergene, Nahrungsmittelallerge).

      • Allergiediagnostik

          Sicherung der Diagnose u. Aufdeckung der ursächlichen u. auslösenden Stoffe einer allergischen Krankheit. Die A. umfasst vier Schritte, die aufeinander aufbauen (Allergietestung): 1. Anamnese (Vorgeschichte); 2. Hauttestverfahren; 3. In-vitro-Allergiediagnostik (Laborverfahren an Patientenmaterial, z.B. Blut); 4. Provokationstests.

        • Allergieimpfung
        • Allergiepass

            Unterlage nach abgeschlossener Allergiediagnostik, z.B. zur Dokumentation von gesichert positiven Epikutantest-Reaktionen u. Arzneimittel-Unverträglichkeiten.

          • Allergiesyndrom, orales

              Juckreiz u. Schwellung der Lippen, in Mundhöhle oder Rachen direkt nach Einnahme von Nahrungsmitteln. Häufig bei Patienten mit Pollenallergie u. Kreuzreaktion auf Nahrungsmittel, insbesondere Früchte u. Gemüse (pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie) durch eine allergische Soforttypreaktion.

            • Allergietestung

                Diagnostik zum Nachweis einer Allergie durch In-vivo- oder In-vitro-(Labor-)Methoden. Verschiedene Laborverfahren, z.B. Hauttestungen (Prick-, Intrakutan-, Epikutantest), Nachweis von IgE-Antikörpern (PRIST, RAST) u. Provokationstestungen, bauen als wichtige Nachweismethoden aufeinander auf und ergänzen sich. Alle Allergietestungen werden auf Grundlage der Anamnese durchgeführt.

              • allergisch
                • all|ergisch

                • Englischer Begriff: allergic

                i.S. der Allergie „überempfindlich“, durch Allergie bedingt; z.B. a. Krankheit; a. bronchopulmonale Mykose (ABPM).

              • Allergisierung
                • All|ergisierung

                • Englischer Begriff: sensitization; allergization

                Erzeugung einer Allergie, meist durch wiederholten Allergen- bzw. Antigenkontakt.

              • Allergoide
                • Englischer Begriff: allergoids

                veränderte Allergene mit abgeschwächter allergieauslösender Eigenschaft u. erhaltener immunologischer Wirkung. A. werden zur Hyposensibilisierung (immunologische Umstimmung des Organismus) eingesetzt.

              • Allergologie
                • Allergo|logie

                • Englischer Begriff: allergology

                medizinischer Bereich, der sich mit der Entstehung, der Prävention, Diagnostik u. Behandlung von Allergien befasst und in dem Ärzte nach entsprechender Weiterbildung eine Zusatzbezeichnung erwerben können.

              • Alles-oder-Nichts-Gesetz
                • Englischer Begriff: all-or-none law

                • Fach: Physiologie

                Abbildung

                Die zur Erregungsleitung befähigten Strukturen beantworten (außer in der Refraktärphase) überschwellige (die erforderliche Reizschwelle übersteigende) Reize unabhängig von jeder weiteren Erhöhung der Reizstärke stets mit maximalen Erregungen, wohingegen bei unterschwelligen Reizen keine Erregung erfolgt, sondern nur eine lokale Antwort (z.B. als synaptischer Membranprozess). – Allgemein gültig nur an Einzelfasern von Muskeln (u.a. im Herzmuskel) u. Nerven. Am Gesamtnerv tritt ein mit der Reizstärke zunehmendes Summen-Aktionspotential auf. S.a. Abb.

              • Allescheria boydii
                • All|es|che|ria boy|dii

                • Synonyme: Petriellidium

                die perfekte Form von Monosporium apiospermum (= die imperfekte Form dieses Pilzes); ein saprophytärer Pilz [Aspergillaceae]; in (Sub-)Tropen gelegentlich Erreger eines (Eu-)Myzetoms.

              • Allethrin I
                • Englischer Begriff: allethrin I

                ein Insektizid (Pyrethroid); Anw. als antiparasitäres Mittel.

              • Allgemeinarzt
                • Allgemein|arzt

                • Synonyme: Facharzt für Allgemeinmedizin

                • Englischer Begriff: general practitioner

                auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin tätiger Arzt, der nach 5-jähriger Weiterbildung u. Prüfung ermächtigt ist, diese Facharztbezeichnung zu tragen. Das Führen weiterer Facharztbezeichnungen ist nicht statthaft.

              • Allgemeinbefinden
                • Allgemein|befinden

                • Englischer Begriff: general sensation

                Ergebnis der (Selbst-)Einschätzung des (Patienten-)Befindens. S.a. Allgemeinzustand.

              • Allgemeininfektion
                • Allgemein|infektion

                die Sepsis.

              • Allgemeininfektion, schleichende
                Allgemeininfektion
                • A., schleichende

                die Fokaltoxikose.

              • Allgemeinmedizin
                • Allgemein|medizin

                medizinisches Fachgebiet, das sich fächerübergreifend mit der lebensbegleitenden hausärztlichen Betreuung von Menschen jeden Alters bei gesundheitlichen Leiden, Problemen oder Gefährdungen unter Berücksichtigung biologischer, psychischer u. sozialer Dimensionen befasst. Zu den Aufgaben des Allgemeinarztes gehören die Betreuung von akut oder chronisch Erkrankten, die Vorsorge u. Gesundheitsberatung, die Früherkennung von Krankheiten, das Einleiten von Rehabilitationsmaßnahmen, die Zusammenarbeit mit u. das Hinzuziehen von anderen Ärzten, Angehörigen anderer Fachberufe u. Institutionen, die für die gesundheitliche Betreuung Bedeutung haben, die Unterstützung gesundheitsfördernder Aktivitäten sowie das Zusammenführen der medizinisch wichtigen Patientendaten.

              • Allgemeinname
                • Allgemeinname

                • Fach: Pharmazie

                generic name, International Non-proprietary Name (INN).

              • Allgemeinnarkose
                • Allgemein|narkose

                • Englischer Begriff: general anesthesia

                Narkose durch Anw. von Mitteln, die zur Ausschaltung des Bewusstseins führen; Ggs. Lokalanästhesie.

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