Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Anaktinose
    • An|ak|ti|no|se

    Krankheit infolge Mangels an UV-Licht.

  • Anakusis
    • An|akusis

    • Englischer Begriff: anacusis

    angeborene oder erworbene Taubheit, i.e.S. infolge Schädigung des Hörnervs oder des Corti-Organs.

  • anal
    • anal

    • Synonyme: ana|lis

    • Englischer Begriff: anal

    zum After (Anus) gehörend, den After betreffend; s.a. Anal..., Ano...

  • Analabszess
    • Anal|abszess

    • Englischer Begriff: anal abscess

    anorektaler bzw. periproktitischer Abszess.

  • Analatresie
    • Anal|atresie

    • Englischer Begriff: anal atresia

    Atresia ani.

  • Analbuminämie
    • An|albumin|ämie

    • Englischer Begriff: analbuminemia

    das Fehlen der Serumalbumine (meist als Hypalbuminämie). Als familiäre A. (Bennhold) eine A. mit Gesamteiweiß unter 5,0 g% u. ohne Ödeme.

  • anale Phase
    anal
    • an. Phase

    • Englischer Begriff: anal phase

    s.u. Phasenschema.

  • Analekzem
    • Anal|ekzem

    • Englischer Begriff: anal eczema

    Tabelle

    akute oder chronische Erkrankung der Epidermis der Analregion, verursacht meist durch exo- oder endogene Faktoren (s. Tab.).

    • A., akutes
      als unspezifische kutane Reizantwort oder lokale Standortvariante von... (mehr)
    • A., chronisches
      Verdickung u. Lichenifikation der Haut, Rhagaden u. evtl... (mehr)
  • Analekzem, akutes
    Analekzem
    • A., akutes

    als unspezifische kutane Reizantwort oder lokale Standortvariante von Dermatosen (isomorpher Reizeffekt) mit mehr oder weniger flammender Rötung, Rhagadenbildung in der Rima ani, ausgeprägtem Pruritus ani mit Kratzspuren, sekundärer Superinfektion u. Schuppung.

  • Analekzem, chronisches
    Analekzem
    • A., chronisches

    Verdickung u. Lichenifikation der Haut, Rhagaden u. evtl. tiefe Ulzerationen.

  • Analeptica
    • Analep|tica

    • Synonyme: -tika

    • Etymol.: griech. analeptikos = verbessernd

    • Englischer Begriff: analeptics

    Arzneimittel mit anregender Wirkung auf Bezirke herabgesetzter Erregbarkeit im Zentralnervensystem (v.a. auf das Atem-, Kreislaufzentrum, Reflexzentren). Wirkung: Sie wirken direkt zentral erregend (z.B. Coffein), reflektorisch (z.B. Riechsalz), zentral u. peripher erregend (z.B. Amphetamine, Adrenalin, Ephedrin) oder durch direkte Stoffwechselbeeinflussung.

  • Analfalte, hypertrophe
    • Anal|falte, hypertrophe

    • Synonyme: Mariske

    meist harmlose, schlaffe Überdehnungsfalten der perianalen Region, die sich beim Pressakt nicht füllen. Vermehrt bei Frauen nach Schwangerschaften, auch nach perianalen Thrombosen.

  • Analfissur
    • Anal|fissur

    • Englischer Begriff: anal fissure

    Abbildung

    lineärer, schmerzhafter, geschwürig veränderter Haut-Schleimhaut-Einriss der Aftergegend, der bis an den inneren Analsphinkter reicht (Abb.).

  • Analfistel
    • Anal|fistel

    • Fach: Pathologie

    Fistel mit Ursprung im After- = Analkanal oder der Mastdarmampulle (Fistula anorectalis, dort Abb.); wird bei stärkerer Verzweigung des Fistelgangs als Fuchsbaufistel bezeichnet. Die A. ist das chronische Stadium einer Proktodealdrüseninfektion, der Entzündungsablauf wird durch die anatomische Gliederung des Anus u. seiner Umgebung bestimmt. Da sich die meisten Drüsen in der hinteren Kommissur finden – seitlich fehlen sie fast ganz – , nehmen über 80% der Infektionen ihren Ausgang von dorsal. Die Infektionsausbreitung erfolgt in den lockeren Verschiebeschichten des perianalen Raumes, entsprechend erfolgt die Einteilung.

  • Analfistel, atypische
    Analfistel
    • A., atypische

    abweichende Ausbreitung, seitlicher Ursprung, nicht von Krypten ausgehend, Infektion mit Durchbrechung der Leitstrukturen oder Einbruch in die Scheide (anovaginal) oder rückläufig zum Rektum; typisch für Crohn-Krankheit, ferner nach Verletzungen, bei Karzinomen, venerischen Infekten, Leukosen.

  • Analfistel, extrasphinktäre
    Analfistel
    • A., extrasphinktäre

    innere Mündung oberhalb der Sphinkteren in Rektum oder Sigma.

  • Analfistel, intersphinktäre
    Analfistel
    • A., intersphinktäre

    Durchsetzung des inneren Schließmuskels, im intersphinktären Spalt setzt sich die Infektion paraanal ab; selten mit dem Levator als Leitschiene Aszension über den äußeren Schließmuskel (suprasphinktär) oder auf den Levatortrichter (supralevatorisch).

  • Analfistel, pelvirektale
    Analfistel
    • A., pelvirektale

    Sonderform der extrasphinktären A., kann aber auch von extrarektalen pelvinen Entzündungsprozessen ausgehen u. durch den Levator in die Ischiorektalgruben u./oder sekundär in das Rektum einbrechen.

  • Analfistel, rektoorganische
    Analfistel
    • A., rektoorganische

    meist zur Scheide (rektovaginal), zur Blase (rektovesikal), seltener zur Prostata (rektoprostatisch) oder Harnröhre (rektourethral).

  • Analfistel, subkutane
    Analfistel
    • A., subkutane

    Absenkung vom Kryptengrund unter die Haut.

  • Analfistel, submuköse
    Analfistel
    • A., submuköse

    Aufsteigen unter der Schleimhaut in das Rektum.

  • Analfistel, transsphinktäre
    Analfistel
    • A., transsphinktäre

    • Englischer Begriff: anal fistula

    vollständige Durchsetzung des Schließmuskelapparates, dorsal bogenförmiges Ausweichen in die Ischiorektalgrube (= ischiorektale Fistel).

  • Analgesia
    • An|algesia

    • Synonyme: An|algesie; Analgie

    • Englischer Begriff: analgesia

    Aufhebung der Schmerzempfindung, v.a. als Folge einer Schädigung der Schmerzleitung (durch Verletzung, Neurotomie, -tonie) oder aber durch künstliche Leitungsblockade der Schmerzbahn bzw. durch Ausschaltung der Schmerzzentren (s.a. Narkosestadien; s.a. Analgothymie); i.w.S. auch als psychoneurotische u. als -therapeut. A. – s.a. Analgia.

  • Analgesie, patientenkontrollierte
    Analgesia
    • A., patientenkontrollierte

    PCA.

  • Analgetica
    • Analge|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: analgesics; analgetics

    Arzneimittel, die schmerzlindernd oder -stillend wirken. Einteilung: Nach ihrer Wirkweise werden nichtopioide A. (schwach wirksam) und opioidartige A. (schwach u. stark wirkende exogene Opioide) unterschieden. Anw.: Erstere sind Mittel der Wahl bei leichten Schmerzen (Kopf-, Zahn-, Gliederschmerzen; leichte Migräne); bei Entzündungs- u. Muskelschmerzen und Dysmenorrhö ist besonders Diclofenac wirksam. Akute posttraumatische, postoperative u. ischämische Schmerzen sind Indikationen für Opioidanalgetica. Bei Tumorschmerzen kommt eine Kombinationstherapie zum Einsatz (WHO-Stufenschema). Zur Verstärkung der analgetischen Wirkung werden Co-Analgetica eingesetzt. Einige A. kommen auch als Externa zur Anwendung (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistica, Rubefazienzien). S.a. Schmerztherapie.

  • Analgetica ohne antipyretisch-antiphlogistische Wirkung
    Analgetica  >  Analgetica, nichtopioide
    • A. ohne antipyretisch-antiphlogistische Wirkung

    mittelstarke, zentralnervös wirkende A., die nicht an Opioidrezeptoren angreifen und keine nennenswerten antipyretischen oder antiphlogistischen Wirkungen aufweisen. Wirkst.: Flupirtin. Nefopam. NW: Müdigkeit, Schwindel, intestinale Beschwerden (Flupirtin); Anstieg von Herzfrequenz u. Blutdruck, intest. Störungen, Schweißausbruch, Mundtrockenheit, Halluzinationen, Miktionsstörungen (Nefopam).

  • Analgetica, nichtopioide
    Analgetica
    • A., nichtopioide

    • Synonyme: schwach wirksame A.; Nicht-Opiate; peripher wirksame A.

    eher schwach wirkende, v.a. peripher angreifende A., die nicht mit Opioidrezeptoren interagieren. Fast alle hemmen auf unterschiedliche Art die Cyclooxygenase u. damit die Prostaglandinsynthese. Einteilung: Je nach Wirkung lassen sie sich in drei Gruppen einteilen: saure antipyretisch-antiphlogistische A., nichtsaure antipyretisch-antiphlogistische A. und A. ohne antipyretisch-antiphlogistische Wirkung. NW: v.a. bei Allergikern u. Asthmatikern Hautausschläge u. Asthmaanfälle, bei längerer Einnahme evtl. Kopfschmerzen. Pyrazolone u. p-Aminophenolderivate: dauerhafte Nierenschäden bei lang dauernder Einnahme oder bei Kombination mehrerer Analgetika. Bei Metamizol sehr selten Agranulozytose.

  • Analgetica, nichtsaure antipyretische
    Analgetica  >  Analgetica, nichtopioide
    • A., nichtsaure antipyretische

    Substanzen mit geringer Plasmaeiweißbindung, die neben der analgetischen auch fiebersenkende, jedoch keine entzündungshemmende Wirkung besitzen. Wirkst.: Paracetamol (ein p-Aminophenolderivat) und die Pyrazolinone Metamizol (Novaminsulfon), Propyphenazon u. Phenazon. Das strukturell ähnliche Phenylbutazon wirkt auch antiphlogistisch. Metamizol hat die stärkste analgetische sowie eine spasmolytische Wirkung und wird deshalb bevorzugt bei Kolikschmerzen eingesetzt.

  • Analgetica, opioidartige schwache
    Analgetica
    • A., opioidartige schwache

    niederpotente, agonistisch wirksame exogene Opioide. Wirkst.: z.B. Codein, Tilidin, Tramadol, Pethidin.

  • Analgetica, opioidartige starke
    Analgetica
    • A., opioidartige starke

    hochpotente, agonistisch u. agonistisch-antagonistisch wirksame exogene Opioide. Wirkst.: z.B. Morphin, Buprenorphin, Levomethadon.

  • Analgetica, saure antipyretisch-antiphlogistische
    Analgetica  >  Analgetica, nichtopioide
    • A., saure antipyretisch-antiphlogistische

    schwach saure Substanzen mit hoher Plasmaeiweißbindung, die neben der analgetischen auch fiebersenkende u. entzündungshemmende Wirkung besitzen. In höheren Dosen verwendet als nichtsteroidale Antiphlogistica. Wirkst.: Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac.

  • Analgetikanephropathie
    • Analgetika|nephropathie

    • Synonyme: Phenacetinniere

    • Englischer Begriff: analgesic nephropathy

    Abbildung

    chron. interstitielle Nephritis nach lang dauernder exzessiver Einnahme analgetisch wirkender Mischpräparate. Eine der häufigsten Ursachen der chron. Niereninsuffizienz. Bei ca. 10% der Patienten entwickeln sich Harnwegstumoren (v.a. Blasenkarzinome).

  • Analgia
    • An|al|gia

    • Synonyme: An|al|gie

    Schmerzlosigkeit; Anästhesie.

    • A., congenita
      (Fanconi) angeborenes (rezessiv erbliches?) Fehlen der Schmerzempfindung... (mehr)
  • Analgia congenita
    Analgia
    • A., congenita

    • Englischer Begriff: congenital absence of pain

    (Fanconi) angeborenes (rezessiv erbliches?) Fehlen der Schmerzempfindung u. der Schmerzreaktionen bei normaler Reflexerregbarkeit (Eureflexie). Klinik: verschiedenartige Bissverletzungen, Haut- u. Schleimhautverletzungen, schmerzlose (Dauer-)Frakturen, allgemein mit schlechter Heilungstendenz.

  • Analgothymie
    • An|al|go|thymie

    • Englischer Begriff: analgothymia

    zentralnervös bedingte Indolenz (Schmerzlosigkeit; s.a. Analgesie), z.B. nach Leukotomie.

  • analis
    • ana|lis

    • Etymol.: latein.

    anal.

  • Analkanal
    • Anal|kanal

    • Fach: Anatomie

    Canalis analis (dort Abb.).

  • Analkarunkel
    • Anal|karunkel

    • Synonyme: Marisque; hypertrophe Analfalte

    • Englischer Begriff: anal caruncle

    fibrosierte Afterhautfalte.

  • Analkarzinom
    • Anal|karzinom

    • Englischer Begriff: anal carcinoma

    s.u. Analkrebs.

  • Analkrebs
    • Anal|krebs

    maligne Neubildung im Bereich des Anus, insgesamt selten. Histologisch unterschieden werden Plattenepithelkarzinome (Analkarzinom), kloakogene oder basaloide Karzinome (ausgehend vom Übergangsepithel), Basaliome u. maligne Melanome. – s.a. Darm-, Rektumkarzinom. Klinik: Die Symptome analer Neoplasien unterscheiden sich kaum von denen benigner oder entzündlicher Tumoren: Pruritus, Nässen, Schmerzen, Blutungen, Fremdkörpergefühl, Kontinenzstörungen, chronische Ulzera. Diagn.: Zur Diagnosesicherung sind eine Probeexzision u. histologische Untersuchung notwendig. Ther.: wird von Lage u. Ausmaß des Tumors bestimmt: meist Radiochemotherapie u. anschließende Rest-Tumorexzision, evtl. Kryobehandlung; Rektumamputation und Entfernung bevorzugt befallener Lymphknotengruppen nur bei fortgeschrittenen Karzinomen. Progn.: hängt ab vom Ausmaß der lymphogenen Metastasierung.

  • analoge Organe
    • ana|loge Organe

    • Englischer Begriff: analogous organs

    baulich verschiedene, funktionell aber gleichwertige Organe, z.B. Kiemen u. Lungen.

  • Analoginsulin
    • Analog|insulin

    s.u. Insulinpräparate.

  • Analogstoffe
    • Analog|stoffe

    • Englischer Begriff: analogs; analogous compounds

    • Fach: Biochemie

    Substratmoleküle, die als „kompetitive Antagonisten“ strukturverwandter Stoffe deren Rezeptorpositionen an Enzymen oder an anderen Reaktionspartnern besetzen u. so deren Aktivwerden blockieren, ohne selbst spezifisch wirksam zu werden; z.B. Sulfonamide als A. der Paraaminobenzoesäure.

  • Analphalipoproteinämie, familiäre
    • An|alpha|lipo|protein|ämie, familiäre

    • Englischer Begriff: familial analphalipoproteinemia; Tangier disease

    Tangier-Krankheit.

  • Analpolyp
    • Anal|polyp

    • Englischer Begriff: anal polyp

    Polyp der Afterkanalschleimhaut infolge chronischer hypertroph. Papillitis des Analkanals.

  • Analprolaps
    • Anal|prolaps

    • 1)
      das Herausgleiten der Analschleimhaut aus dem After; oft mit Hämorrhoiden... (mehr)
    • 2)
      das entsprechend einer Gleithernie erfolgende Vortreten der Afterkanal-... (mehr)
  • Analprolaps 1): Mukosaprolaps
    Analprolaps
    • 1)

    • Synonyme: Mukosaprolaps

    • Englischer Begriff: anal mucosa prolapse

    das Herausgleiten der Analschleimhaut aus dem After; oft mit Hämorrhoiden kombiniert; typisch ist die sichtbare zirkuläre Faltung der Analschleimhaut.

  • Analprolaps 2): Totalprolaps
    Analprolaps
    • 2)

    • Synonyme: Totalprolaps

    • Englischer Begriff: total anal prolapse

    das entsprechend einer Gleithernie erfolgende Vortreten der Afterkanal- u. der Mastdarmwand aus dem After (Prolapsus ani et recti); v.a. bei Beckenboden-, Schließmuskel- = Sphinkterinsuffizienz. – Ferner auch das Hervorgleiten dieser beiden Darmabschnitte als Intussusceptum (Incarceratio).

  • Analreflex
    • Anal|reflex

    • Englischer Begriff: anal reflex

    reflektorische Kontraktion des Musculus sphincter ani, ausgelöst durch einen perianalen sensiblen Reiz. Fremdreflex über die Nervi anococcygei u. N. pudendus.

  • Analrhagade
    • Anal|rhagade

    • Englischer Begriff: anal rhagade

    oberflächlicher, meist radiär verlaufender, schmerzender („brennender“) Epitheldefekt (nicht zu verwechseln mit Analfissur); meist mechanisch ausgelöst, häufig kombiniert mit Analekzem, Hämorrhoiden, Analsoor.

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