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  • Angiostrongylus cantonensis
    • Angio|strongylus cantonensis

    der in Südostasien u. Australien verbreitete „Rattenlungenwurm“ [Nematodes]. Befall des Menschen (nach Genuss roher Garnelen?) führt evtl. zu eosinophiler Meningoenzephalitis („Angiostrongyliasis“).

  • Angiosurf
    • Angio|surf

    • Synonyme: Ganzkörper-MR-Angiographie

    Screening-Untersuchung der Gefäße auf das Vorliegen arterieller Stenosen u. Verschlüsse mit Kernspinresonanztomographie.

  • Angioszintigraphie
    • Angio|szinti|graphie

    • Englischer Begriff: angioscintigraphy

    Abbildung

    Szintigraphie der Gefäße nach intraarterieller Verabfolgung eines geeigneten Radiopharmakons (99mTc-markierte Makroalbuminaggregate = 99mTc-MAA). Das markierte Makroalbumin führt zu einer Mikroembolisation von (den Partikeln in der Größe entsprechenden) Arteriolen u. Kapillaren, bleibt jedoch ohne klinisch fassbare Störungen der Durchblutung. Mit Hilfe der Gammakamera u. eines hochauflösenden niederenerg. Kollimators entstehen Aufnahmen z.B. für die Beurteilung von Angiomen u. anderen Tumoren. Die A. wird meist im Anschluss an eine Angiographie durchgeführt.

  • Angiotensin
    • Angio|tensin

    • Synonyme: Angio|tonin

    • Englischer Begriff: angiotensin

    ein Gewebshormon mit Polypeptidstruktur. Wird im Blut gebildet unter Einfluss des proteolytischen Nierenenzyms Renin aus der inaktiven Vorstufe Angiotensinogen (ein α2-Plasmaglobulin), u. zwar zunächst als – bereits hypertensives – Dekapeptid Angiotensin I, dann – nach Abspaltung von zwei Aminosäuren durch „converting enzyme“ (A.-converting-Enzym = ACE) – als Oktapeptid Angiotensin II (auch synthetisch als Präparat herstellbar). A. II wirkt stark vasokonstriktorisch sowie antinatriuretisch u. somit blutdrucksteigernd. Ist wichtigster Stimulator der Aldosteronsekretion der Nebennierenrinde, im Hypothalamus löst A. II den Durstmechanismus aus u. erhöht zusätzlich den Salzappetit. – Das A. II wird enzymatisch durch Angiotensinasen abgebaut (nach Bildung von A. III durch Amino- u. Carboxypeptidasen).

  • Angiotensin-converting-Enzym
    • Synonyme: ACE (Abk.)

    • Etymol.: engl.

    Peptidyldipeptidase, die durch Abspaltung von zwei Aminosäuren Angiotensin I in das blutdruckaktive Angiotensin II umwandelt. ACE inaktiviert durch eine weitere Reaktion die blutdrucksenkenden Kinine. Die Hemmung des ACE stellt eine wichtige Möglichkeit zur Therapie bestimmter Bluthochdruckformen dar. Diagnostisch relevant sind Erhöhungen der ACE-Aktivität bei Sarkoidose u. Verlaufskontrollen bei Hypertonietherapie mit ACE-Inhibitoren. Erniedrigte Werte wurden bei Fibrose u. Tumoren gefunden.

  • Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten
    • Synonyme: Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten; Angiotensin-II-Rezeptor-Typ-I-Antagonisten; Angiotensin-Antagonisten

    selektive nicht peptidische Gegenspieler von Angiotensin II, die an den Angiotensin-Rezeptoren vom Typ I mit diesem konkurrieren. Wirkst.: z.B. Losartan, Valsartan, Eprosartan, Irbesartan, Candesartan. Anw. als Antihypertensiva, Losartan auch zur Ther. der Herzinsuffizienz. NW: ähneln denen der ACE-Inhibitoren, sind insges. selten. Zusätzl. Hyperkaliämie, Transaminasenanstieg, Schwindel.

  • Angiotensinogen
    • Angio|tensino|gen

    • Englischer Begriff: angiotensinogen

    s.u. Angiotensin.

  • Angiotrophoneurose
    • Angio|tropho|neurose

    • Englischer Begriff: angiotrophoneurosis

    Trophoneurose infolge angioneurotischer (d.h. nerval bedingter) Durchblutungsstörung; z.B. als Sklerodermie, Sudeck-Dystrophie.

  • Angle-Klassifikation
    • Angle-Klassifikation

    • Englischer Begriff: Angle's classification

    Tabelle

    Einteilung der Stellungsanomalien der Zähne nach deren unterschiedlicher Entstehung u. nach den unterschiedl. morpholog. Besonderheiten; Tab. S.a. Neutralokklusion.

  • Angophrasie
    • Ango|phra|sie

    (Kussmaul) stoßweises Sprechen mit eingeschobenen unartikulierten Lauten („Gacksen“).

  • Angor
    • Angor

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: angor

    Beklemmung; z.B. A. (= Pavor) nocturnus, A. (= Angina) pectoris.

  • Angst

      das beim Erleben (oder bei der Vorstellung) einer unüberwindlich erscheinenden Bedrohung auftretende beengende Gefühl des existentiellen Bedrohtseins (extrem als Todesangst), das von v.a. vegetativen Symptomen begleitet wird (Blässe, Schweiß, veränderte Mimik, Zittern, Herzklopfen, Blutdruckanstieg, evtl. auch Ohnmacht, Durchfall). Ist im Gegensatz zur Furcht nicht objektgerichtet.

    • Angst, pathologische
      Angst
      • A., pathologische

      • Englischer Begriff: anxiety; fear

      krankhaft gesteigerte Angst, z.B. generalisierte Angststörung, als Angstneurose, als Panikstörung, Phobie, als psychotische A. (z.B. bei Schizophrenie, endogener Depression; als Angstdelirium bei Epilepsie evtl. in Gewalttätigkeit umschlagend) oder aber als somatisches Symptom (z.B. bei Angina pectoris, Thyreotoxikose).

    • Angstneurose
      • Angst|neurose

      • Englischer Begriff: anxiety neurosis

      veralteter Begriff für eine neurot. Störung mit allgemein übersteigerter Angstbereitschaft oder mit besonderen Angstsymptomen; im Gegensatz zur Phobie in der Regel ohne ein bestimmtes Objekt. Angststörungen zählen zu den affektiven Störungen.

    • Ångström-Einheit
      • Ångström(-Einheit)

      • Synonyme: Å (Abk.); ÅE (Abk.)

      • Englischer Begriff: angstrom

      die 1887 nach dem schwedischen Physiker Anders Jonas Å. (1814–1874) benannte Längeneinheit 10–10 m (= 10–1 nm).

    • angular pregnancy
      • Etymol.: engl.

      interstitielle Extrauteringravidität mit Lage der Plazenta u. des Fetus im Uterus-Lumen; die Gravidität kann ausgetragen werden.

    • angularis
      • an|gu|la|ris

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: angular

      winkelig. S.a. Angularis...

    • Angularis-Syndrom
      • Angularis-Syndrom

      • Synonyme: Gerstmann-Syndrom

      • Englischer Begriff: Gerstmann's syndrome; angular gyrus syndrome

      neurologische Ausfallserscheinungen bei Erkrankung des Gyrus angularis. Klinik: Agraphie, Akalkulie, optische Agnosie, kontralaterale homonyme Hemianopsie, Orientierungsstörungen (auch bezüglich des eigenen Körpers = Asomatognosie).

    • Angulus
      • An|gu|lus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: angulus; angle

      Winkel.

    • Angulus costae
      Angulus
      • A. cos|tae

      Bereich der stärksten Krümmung des Rippenkörpers.

    • Angulus infectiosus oris
      Angulus
      • A. infec|tio|sus (oris)

      • Synonyme: Faulecke; Perlèche

      Abbildung

      Mundwinkelrhagaden infolge anatomischer Besonderheiten sowie infolge Speichelflusses, Trockenheit, Kokken-, Candida-albicans- oder Herpes-Virus-Infektion, Stoffwechselstörung (z.B. Diabetes mellitus, Eisenmangel, megalozytäre Anämie, Ariboflavinose).

    • Angulus infrasternalis
      Angulus
      • A. infra|sternalis

      der von den Rippenbögen eingeschlossene epigastrische Winkel.

    • Angulus iridocornealis
      Angulus
      • A. irido|cornealis

      der „Kammerwinkel“, die „Kammerbucht“ der vorderen Augenkammer; durch das dortige Ligamentum pectinatum erfolgt der Kammerwasserabfluss in den Sinus venosus sclerae.

    • Angulus Ludovici
      Angulus
      • A. Ludovici

      • Englischer Begriff: angle of Louis

      A. sterni.

    • Angulus mandibulae
      Angulus
      • A. mandibulae

      der vom unteren u. hinteren Rand des Unterkiefers (Corpus bzw. Ramus) gebildete „Kieferwinkel“.

    • Angulus oculi lateralis
      Angulus
      • A. oculi lateralis u. medialis

      der äußere, spitze bzw. innere, abgerundete Lidwinkel; der innere mit Plica semilunaris, Caruncula u. Lacus lacrimalis.

    • Angulus pubis
    • Angulus sterni
      Angulus
      • A. sterni

      der nach hinten offene stumpfe Winkel zwischen Manubrium u. Corpus des Brustbeins.

    • Angulus subpubicus
      Angulus
      • A. sub|pubicus

      interaktive Abbildung

      der – meist spitzwinklige – „Schambogen“ des männlichen Beckens als Analogon des Arcus pubis der Frau.

    • Angulus venosus
      Angulus
      • A. venosus

      • Englischer Begriff: venous angle

      Abbildung

      der von den Venae jugularis interna u. subclavia eingeschlossene „Venenwinkel“. Auf der li. Seite als Mündungsort des Ductus thoracicus (s. Abb.).

    • Angulus ventriculi
      Angulus
      • A. ven|triculi

      • Englischer Begriff: angulus of stomach

      das „Magenknie“ am Übergang des vertikalen in den horizontalen Abschnitt der großen Kurvatur.

    • Anheliose
      • An|he|lio|se

      • Englischer Begriff: sun deficiency disease

      Gesundheits- u. Leistungsstörung durch Mangel an Sonnenlicht (UV-Licht).

    • Anhidrose
      • An(h)i|dro|se

      • Synonyme: Anhidrosis

      • Englischer Begriff: an(h)idrosis

      verminderte bis fehlende Schweißbildung; meist symptomatisch.

    • Anhidrosis hypotrichotica polydysplastica Siemens
      An(h)idrose
      • A. hypotrichotica polydysplastica Siemens

      • Synonyme: Christ-Siemens-Touraine-Syndrom

      familiäre erbliche Ektodermaldysplasie mit fehlender Schweißbildung, Haarmangel, mangelhafter Gebissentwicklung, allgemeiner Hauttrockenheit (Xerosis), Onychogrypose u. -lyse, Melanoleukoderm, evtl. auch mit geistigem Defekt.

    • Anhidrosis tropica
      An(h)idrose
      • A. tropica

      die bei Arbeitern in Hitzemilieu vorkommende hitzschlagartige A.; bei völliger Trockenheit (Xerodermie) der Körperhaut infolge follikulärer Keratose ist das Gesicht schweißüberströmt.

    • Anhormie
      • An|hor|mie

      (Kretschmer) Antriebsschwäche mit Bewegungsarmut (Hypo- bis Akinesie).

    • Anhydrämie
      • An|hydr|ämie

      • Englischer Begriff: anhydremia

      verminderter Wassergehalt des Blutes (mit entsprechend erhöhter Ionen- u. Eiweißkonzentration).

    • Anhydrid
      • An|hy|drid

      • Englischer Begriff: anhydride

      anorganische oder organische Verbindung, entstanden durch Wasseraustritt (= Wasserentzug) aus 1 oder 2 – gleichen oder verschiedenen – Molekülen. Allgemein Bez. für Säureanhydride; u. zwar als A. der Mineralsäuren z.B. Schwefeltrioxid (= SO3; als A. der Schwefelsäure = H2SO4), Kohlendioxid (= CO2; als A. der Kohlensäure = H2CO3), Phosphorpentoxid (= P2O5; als A. der Phosphorsäure = H2PO4). Als A. organischer Säuren sind es Dehydratationsprodukte aus 2 Säuremolekülen (z.B. das Essigsäure- = Acetanhydrid: H3C–CO–O–OC–CH3) sowie primär monomolare innere (= intramolekulare) A. von Dicarbonsäuren mit 2 konfigurativ eng benachbarten Carboxylgruppen (z.B. bei Bernsteinsäure); ferner als zyklisches A. Dehydratationsprodukte aus 2 α-Aminosäuren. – Basenanhydride sind die Laugen bildenden Metalloxide (z.B. K2O, CaO).

    • anikterisch
      • an|ikterisch

      • Englischer Begriff: anicteric

      ohne Gelbsucht (Ikterus); z.B. a. Hepatitis.

    • Anilid
      • Ani|lid

      • Englischer Begriff: anilide

      • Fach: Chemie

      Anilin-Derivat mit einem Säurerest anstelle eines Wasserstoffatoms der Aminogruppe; z.B. das aus Acetanilid entwickelte Phenacetin u. weitere analgetisch-antipyretische Wirkstoffe (wegen der relativ leichten Abspaltung des toxischen Anilins weitgehend verlassen).

    • Anilin
      • Ani|lin

      • Englischer Begriff: aniline

      • Fach: Chemie

      das einfachste aromat. Amin (Aminobenzol); ölige Flüssigkeit mit eigentümlichem Geruch u. brennendem Geschmack; Ausgangsprodukt für Arzneimittel u. Farbstoffe. – Inhalation oder perkutane Resorption anilinhaltiger Dämpfe/Stäube führt zu Vergiftung (ggf. als anzeigepflichtige Berufskrankheit) mit Bildung von Hämi- u. Verdoglobin, Heinz-Innenkörpern; s.a. Aminokrebs.

    • Anilinkrebs
      • Anilin|krebs

      • Englischer Begriff: aniline carcinoma

      Aminokrebs.

    • Anima
      • Ani|ma

      • Englischer Begriff: anima

      (C. G. Jung) der weibl. Anteil (im Gegensatz zum männlichen = Animus) der Gesamtpersönlichkeit, beide als Archetypen im Unbewussten (sowohl des Mannes als auch der Frau) bestehend.

    • animal
      • Synonyme: animalisch

      • Englischer Begriff: animal

      tierisch.

      • a. Nervensystem
        funktionell begründete Bezeichnung für diejenigen Teile des peripheren... (mehr)
    • animales Nervensystem
      animal
      • a. Nervensystem

      • Synonyme: somatisches Nervensystem

      • Englischer Begriff: somatic nervous system

      funktionell begründete Bezeichnung für diejenigen Teile des peripheren u. zentralen Nervensystems (NS), die – im Ggs. zum vegetativen NS – den somatischen Funktionen, d.h. der Regelung der Beziehungen zur Außenwelt, dienen, d.h. der willkürlichen u. unwillkürlichen (reflektorischen) Motorik sowie – durch die Ansprechbarkeit auf Sinnesreize – der Oberflächen- u. Tiefensensibilität. – Auf allen Ebenen besteht aber morphologisch u. funktionell eine enge Verknüpfung mit dem vegetativen NS.

    • animalisch
      • animalisch

      tierisch; animal.

    • Anion
      • An|ion

      • Englischer Begriff: anion

      ein- oder mehrfach negativ geladenes Ion, wandert im elektrischen Feld zur Anode. Anionen sind z.B. alle Säurereste u. OH-Ionen; Kennzeichen: „“ (z.B. Cl, OH).

    • Anionenaustauscher
      • Anionen|austauscher

      • Englischer Begriff: anion exchange resins

      • Fach: Chemie

      s.u. Ionenaustauscher.

    • Anionenkomplex
      • Anionen|komplex

      • Englischer Begriff: anion complex

      Abbildung

      Bez. für durch semipolare Bindung entstandene Moleküle. Dabei fügt sich das „einsame“ Elektronenpaar des einen Reaktionspartners in eine Elektronenlücke des anderen Partners ein. Kennzeichnung in der Formel durch Valenzstrich (s. Abb.).

    • Aniridie
      • An|ir(id)ie

      • Synonyme: Irideremie

      • Englischer Begriff: aniridia

      Abbildung

      das erworbene (v.a. verletzungsbedingte) oder angeborene Fehlen der Regenbogenhaut; Teilsymptom bei vielen Syndromen (A.-Syndrome).

      • A., hereditäre
        dominant erbliche Hemmungsfehlbildung der Regenbogenhaut (Aplasie oder... (mehr)
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