Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Aniridie, hereditäre
    Anir(id)ie
    • A., hereditäre

    • Synonyme: A.-Syndrom

    • Fach: Ophthalmologie

    dominant erbliche Hemmungsfehlbildung der Regenbogenhaut (Aplasie oder – als „Iriskolobom“ – Hypoplasie) u. des Linsenaufhängeapparates. Klinik: Lichtscheu, Refraktionsfehler, polare Katarakt, evtl. auch Mikrophthalmus; oft kombiniert mit Skelettfehlbildungen, körperl. u. geist. Entwicklungsrückstand.

  • Anis
  • Anisakiasis
    • An|isa|kia|sis

    • Englischer Begriff: anisakiasis

    Heringswurm-Krankheit; Darmkoliken, Fieber u. eosinophile Abszesse, ausgelöst durch die – nach Genuss roher Fische – in die Ileumwand eingewanderten, beim Menschen nicht zu adulten Würmern ausreifenden Larven des Askariden Anisakis marina.

  • Aniseikonie
    • An|is|ei|ko|nie

    • Englischer Begriff: aniseikonia

    • Fach: Ophthalmologie

    Größen- oder Formungleichheit der bd. Netzhautbilder. Als anatomische A. z.B. bei ungleichmäßiger Verteilung der Netzhautelemente; als anomale A. infolge erheblicher axial oder dioptrisch bedingter Refraktionsunterschiede (= A. dioptrica), d.h. infolge von Längendifferenzen der Augäpfel (s.a. Achsenametropie) bzw. durch Aphakie. Als „induzierte A.“ eine durch Korrektionsgläser.

  • Anisochromie
    • An|iso|chromie

    • Englischer Begriff: anisochromia

    • Fach: Hämatologie

    die durch Unterschiede des HbE u. der Erythrozytendicke bedingte unterschiedliche Anfärbbarkeit der Erythrozyten eines Individuums als Symptom vieler Anämien.

  • Anisodontie
    • An|is|odontie

    • Synonyme: Heterodontie

    • Englischer Begriff: anisodontia

    die differenzierte Bezahnung, z.B. beim Menschen mit Schneide-, Eck- u. Backenzähnen.

  • Anisogamie
    • An|iso|gamie

    • Englischer Begriff: anisogamy

    • Fach: Biologie

    die Fortpflanzung durch Vereinigung morphologisch ungleicher Gameten (Anisogameten; z.B. Mikro- u. Makrogamet, Spermatozyt u. Eizelle).

  • Anisokaryose
    • An|iso|ka|ryo|se

    • Synonyme: Anisonukleose

    • Englischer Begriff: anisokaryosis

    • Fach: Zytologie

    ungleiche Kerngröße atypischer Zellen (s.a. Atypie).

  • Anisokorie
    • An|iso|ko|rie

    • Englischer Begriff: anisocoria

    ungleiche Weite der Pupillen beider Augen infolge einseitiger Lähmung oder einseitigen Krampfes des Musculus sphincter bzw. M. dilatator pupillae (z.B. bei einseitigem Horner-Syndrom); s.a. Lähmungsmiosis, Pupillenreflex. Typisch u.a. als Frühsymptom bei Neurosyphilis u. als einseitige Mydriasis bei gleichseitigem Druck auf den N. oculomotorius (z.B. subdurales oder epidurales Hämatom); Druckkonus.

  • anisolezithal
    • an|iso|lezithal

    • Fach: Biologie

    mit unregelmäßiger Verteilung des Dotters in der Eizelle.

  • Anisometropie
    • An|iso|metr|opie

    • Synonyme: Anisometrie

    • Englischer Begriff: anisometropia

    ungleiche optische Brechkraft beider Augen, z.B. bei unterschiedlicher beidseitiger Hypermetropie oder Myopie (= hypermetropische bzw. myopische A.) oder bei Myopie des einen u. Hyperopie des anderen Auges (= gemischte A.).

  • anisoperistaltisch
    • an|iso|peristaltisch

    • Englischer Begriff: anisoperistaltic

    mit unterschiedlicher Peristaltikrichtung; z.B. a. Anastomosierung von Verdauungstraktabschnitten.

  • Anisosphygmie
    • An|iso|sphyg|mie

    • Englischer Begriff: anisosphygmia

    Pulsdifferenz zwischen der rechten u. linken Gliedmaße bzw. zwischen oberer u. unterer Körperhälfte; z.B. beim Aortenbogen-Syndrom.

  • Anisotropie
    • An|iso|tropie

    • Englischer Begriff: anisotropy

    die Richtungsabhängigkeit der physikalischen Eigenschaften eines Stoffes.

    • A., optische
      die von der Einfallsrichtung des Lichtes abhängige Doppelbrechung des... (mehr)
  • Anisotropie, optische
    Anisotropie
    • A., optische

    • Englischer Begriff: optical a.

    die von der Einfallsrichtung des Lichtes abhängige Doppelbrechung des Lichtes durch bestimmte Kristalle (u. bestimmte biologische Strukturen, wie z.B. durch die „anisotrope Bande“ der quer gestreiften Muskelfibrille). Nachweisbar v.a. mittels polarisierten Lichtes.

  • Anisozytose
    • An|iso|zytose

    • Englischer Begriff: anisocytosis

    ungleiche Größe vergleichbarer Zellen, z.B. der Zellen unreifzelliger Plattenepithelkarzinome oder i.e.S. hämat als A. der Erythrozyten (praktisch bei jeder stark ausgeprägten Anämie; mit entsprechend verbreiterter Basis der Price-Jones-Kurve; Form der Ery aber normal).

  • Anistreplase
    • Synonyme: Anisoyl-Plasminogen-Streptokinase-Activator-Complex; APSAC (Abk.)

    Plasminogenaktivator, durch In-vitro-Komplexbildung zwischen Plasminogen u. Streptokinase u. nachfolgende reversible Hemmung des aktiven Zentrums durch einen Anisoylrest hergestelltes Fibrinolytikum. Anw. zur Reperfusion verschlossener Koronararterien bei akutem Myokardinfarkt.

  • ankle brachial index
    • Etymol.: engl.

    ABI.

  • Ankyloblepharon
    • Ankylo|blepharon

    • Englischer Begriff: ankyloblepharon

    angeborene Verkürzung der Lidspalte durch Verwachsung der (zumeist äußeren) Lidränder; oft mit Mikrophthalmus kombiniert. S.a. Symblepharon.

  • Ankylodaktylie
    • Ankylo|daktylie

    • Englischer Begriff: ankylodactyly

    angeborene Finger- oder Zehenversteifung in Beugestellung.

  • Ankyloglosson
    • Ankylo|glosson

    • Synonyme: -glossie; -glossum

    • Fach: Pathologie

    • 1)
      angeborene Entwicklungsstörung der Zunge, wobei die Zungenspitze durch... (mehr)
    • 2)
      narbige Verwachsung der Zunge am Mundboden; evtl... (mehr)
    • 3)
      durch intrauterine Schädigung bedingte angeborene Zungen-Munddach-Verwachsung... (mehr)
  • Ankyloglosson, -glossie, -glossum 1)
    Ankyloglosson
    • 1)

    angeborene Entwicklungsstörung der Zunge, wobei die Zungenspitze durch ein zu kurzes, weit nach vorn an ihre Unterfläche reichendes „angewachsenes“ Zungenbändchen (= Frenulum linguae) mit dem Mundboden verbunden ist. Meist ohne wesentliche Störung des Saugens u. Sprechens.

  • Ankyloglosson, -glossie, -glossum 2)
    Ankyloglosson
    • 2)

    • Englischer Begriff: ankyloglossia; tongue-tie

    narbige Verwachsung der Zunge am Mundboden; evtl. mit Sprach-, Schluckstörung.

  • Ankyloglossum-superius-Syndrom 3)
    Ankyloglosson
    • 3)

    • Synonyme: A.-superius-Syndrom

    durch intrauterine Schädigung bedingte angeborene Zungen-Munddach-Verwachsung mit Oberlippen- u. Oberkieferunterentwicklung u. mit Schneidezahndefekten, evtl. auch Unterentwicklung des Hand-Unterarm-Skeletts u. Fazialisparese.

  • ankylosans
    • ankylo|sans

    • Synonyme: ankylo|poeticus

    • Englischer Begriff: ankylosing

    versteifend, „ankylosierend“ (zu Ankylose führend).

  • Ankylose
    • An|ky|lo|se

    • Synonyme: Ankylosis

    • Englischer Begriff: ankylosis

    die durch Krankheitsprozesse im Gelenkinneren bedingte vollständige Gelenksteife (Lötsteife) und zwar infolge knöcherner Gelenkspaltenüberbrückung (A. ossea) oder durch intraartikuläre Narbenzüge (A. fibrosa). S.a. Stapesankylose, Arthrodese (= künstliche Ankylosierung).

  • Ankylosis extraarticularis
    Ankylose
    • A. extraarticularis

    • Synonyme: A. falsa

    • Englischer Begriff: false a.

    unechte Ankylose, z.B. die myogene Sperrsteife.

  • Ankylostomiase
    • Ankylo|stomiase

    Ancylostomiasis.

  • Anlageträger
    • Anlage|träger

    • Englischer Begriff: genetic carrier

    Individuum mit einer bestimmten rezessiven Erbanlage (Allel), die erst bei Homozygotie sichtbar wird; s.a. Konduktor.

  • Anlaufschmerz

      Gelenkschmerzen bei den ersten Bewegungen (Schritten) nach Ruhe.

    • Ann-Arbor-Klassifizierung
      • Englischer Begriff: Ann Arbor classification

      Stadieneinteilung der malignen Lymphome (maligne Lymphogranulomatose, Non-Hodgkin-Lymphome).

    • Anneliden
      • An|ne|liden

      • Englischer Begriff: annelids

      die Ringel- oder Gliederwürmer als Unterstamm der Artikulaten; Klassen: Oligo- u. Polychäten, Hirudineen (Hirudo).

    • Annexa
      • An|ne|xa

      • Englischer Begriff: annexa; adnexa

      • Fach: Anatomie

      Adnexe.

    • Anode
      • An|ode

      • Englischer Begriff: anode

      die positive (mit dem pos. Pol der Spannungsquelle verbundene) Elektrode einer elektrolytischen Zelle oder einer Gasentladungs- oder Elektronenröhre, zu der die Anionen bzw. Elektronen hinwandern. – In Röntgenröhren als Fest- oder Drehanode gleichzeitig der Ort, an dem die Bremsstrahlung erzeugt wird (dies war ursprünglich die Funktion der Antikathode); s.a. Anodenstrahlen.

    • Anodenöffnungspotential
      • Anoden|öffnungs|potential

      • Fach: Physiologie

      das an der Anode aus dem „Öffnen“ des Stromkreises resultierende Aktionspotential; s.a. Anodenöffnungszuckung.

    • Anodenöffnungszuckung
      • Anoden|öffnungs|zuckung

      • Synonyme: AÖZ (Abk.)

      • Englischer Begriff: anodal opening contraction

      die bei der Gleichstromreizung nach Unterbrechung des Stromflusses (Verschwinden des Anelektrotonus) von der Anode ausgehende Muskelzuckung. S.a. Pflüger-Zuckungsgesetz.

    • Anodenschließungszuckung
      • Anoden|schließungs|zuckung

      • Synonyme: ASZ (Abk.)

      • Englischer Begriff: anodal closure contraction; ACC (Abk.)

      die tetanische Muskelkontraktion bei Durchfluss eines starken Gleichstroms (geht aber tatsächlich von der Kathode aus).

    • Anodenstrahlen
      • Anoden|strahlen

      • Englischer Begriff: anode rays

      von der Anode einer Gasentladungsröhre ausgehende Korpuskularstrahlen (= positive Ionen eines dort zuvor aufgebrachten Stoffes, z.B. eines Alkalisalz-Graphit-Gemisches); sie leuchten im charakteristischen Spektralbereich des Metallions auf.

    • Anodontia
      • An|odon|tia

      • Synonyme: An|odontie

      • Englischer Begriff: anodontia

      völlige Zahnlosigkeit; s.a. Hypodontie.

      • A. vera
        A. infolge Ausbleibens der Entwicklung der Zahnkeime... (mehr)
    • Anodontia vera
      Anodontia
      • A. vera

      • Englischer Begriff: anodontism

      A. infolge Ausbleibens der Entwicklung der Zahnkeime. Oft vergesellschaftet mit systemischen Entwicklungsstörungen (syst. Dysplasien), z.B. als Symptom des Christ-Siemens-Touraine-Syndroms.

    • anoetisch
      • anoetisch

      • Englischer Begriff: anoetic

      mit herabgesetzter bis aufgehobener Verstandesleistung. – Als a. Syndrom bei schweren Hirnschädigungen (bei gleichzeitiger völliger Wachheit u. lebhafter Zuwendungsbereitschaft).

    • Anomalie
      • An|oma|lie

      • Englischer Begriff: anomaly

      die qualitative oder quantitative Abweichung vom Gesetzmäßigen bzw. von der Norm; i.e.S. path die Fehlbildung als geringgradige Entwicklungsstörung. – s.a. hämat Leukozyten-, Kernanomalien.

    • Anomaliewinkel
      • Anomalie|winkel

      • Englischer Begriff: anomalous angle

      der positive (bei nasalem Abweichen) oder negative Winkel zwischen dem Foveolarstrahl des schielenden u. des fixierenden Auges.

    • Anomaloskop
      • An|oma|lo|skop

      • Englischer Begriff: anomaloscope

      • Fach: Ophthalmologie

      (Nagel-Vierling) Spektralapparat mit einer im Blickfeld befindlichen runden Testmarke, deren untere Hälfte ein Spektralgelb (Natriumgelb) in abstufbarer Helligkeit zeigt, während in der oberen Hälfte durch den Probanden aus Lithiumrot u. Thalliumgrün ein dem der unteren Hälfte entsprechendes Gelb gemischt werden muss (was dem Prot- u. Deuteranomalen nicht gelingt; vielmehr besteht ein Rot- bzw. Grünübermaß).

    • Anonychie
      • An|ony|chie

      • Synonyme: Anonychosis

      • Englischer Begriff: anonychia

      • Fach: Pathologie

      angeborenes oder erworbenes (z.B. durch Syphilis, Pocken, Verbrennung), vollständiges oder teilweises Fehlen der Finger- u. Zehennägel.

    • Anonyma
      • An|ony|ma

      • Englischer Begriff: anonyma

      • Fach: Anatomie

      die „namenlose“ Arterie bzw. Vene, der Truncus brachiocephalicus bzw. die Vena brachiocephalica.

    • Anonymisierung
    • Anopheles
      • An|ophe|les

      • Synonyme: Malariamücke; Gabelmücke

      • Englischer Begriff: Anopheles

      eine Gattung der Culicidae (Ordnung Diptera). Vektor für Malariaerreger; mit zahlreichen, regional unterschiedl. Arten (Species). Wichtige Vertreter: A. maculipennis, A. maculatus, A. punctulatus, A. gambiae, A. quadrimaculatus. In Europa sind die zum Kreis der A. maculipennis gehörenden Formen am häufigsten. Große Bedeutung besitzt die Gattung in warmen Klimazonen, wo mehr als 50 der über 200 Arten als Überträger der Malariaerreger (Malaria, Plasmodien) bekannt sind; einige Arten übertragen auch Filarien.

    • Anophthalmie
      • An|oph|thal|mie

      • Synonyme: An|oph|thal|mus

      • Englischer Begriff: anophthalmia

      • Fach: Pathologie, Ophthalmologie

      das angeborene oder erworbene, ein- oder beidseitige Fehlen des Augapfels (i.w.S. auch dessen Schrumpfung).

    • Anopie
      • An|opie

      • Synonyme: Anopsie

      • Englischer Begriff: anopia

      Funktionsausfall der Augen bzw. des Gesichtssinnes; s.a. Hemianopsie.

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